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Kino Outpost

Kino Outpost
Kino Outpost
Bild: Landesdenkmalamt Berlin, Wolfgang Bittner

Kino Outpost – Heute AlliiertenMuseum

Clayallee 135 in Steglitz-Zehlendorf, Ortsteil Dahlem
Bauzeit / -Geschichte: 1953 von Arnold Blauvelt

1953 wurde an der Clayallee 135 das Lichtspieltheater “Outpost” von dem amerikanischen Architekten Arnold Blauvelt im Auftrag der US-Armee errichtet.

Der freistehende Kinobau wird geprägt durch seine Eingangsfront mit gerundeten Ecken, dem großen Schriftzug “Outpost” und dem ausschwingenden Vordach. Fensterbänder und Treppenhäuser erinnern an die modernen Zweckbauten der 1920er und 1930er Jahre. Der Baukörper selbst weckt aber auch Erinnerungen an das Medium, das er präsentieren sollte. Einer Filmrolle gleichen die Ausbuchtungen zu beiden Seiten, und der Kinoeingang erinnert an ein schwarzes Filmband. Es ist ein Stück selbstbewusster, amerikanischer Architektur in Berlin.

Im “Outpost” fanden über 900 Besucher Platz und es war ausschließlich für amerikanisches Militärpersonal vorgesehen. Zwar war das Gebäude hauptsächlich als Kino gedacht, dennoch gab es neben der Leinwand auch eine Bühne und ein Orchestergraben im Kinosaal. So fanden hier auch Theater- und Musicalaufführungen statt, die von den amerikanischen Streitkräften selbst veranstaltet wurden. Außerdem wurden hier die Zeugnisverleihungen der High School durchgeführt.

Nachdem das Kino nach der Wiedervereinigung und dem Abzug der Streitkräfte zunächst seine Funktion verlor, nutzt seit 1994 das AlliiertenMuseum Gelände und Gebäude für Ausstellungszwecke.