East Side Gallery

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Als „East Side Gallery“ präsentiert sich ein Stück „Hinterlandmauer“ an der Mühlenstraße in Friedrichshain. 118 Künstler und Künstlerinnen aus 21 Ländern haben hier 1990 die Mauer bemalt. Sie wurde mit Pinsel und Sprühdose bearbeitet, wie es bis kurz zuvor nur in West-Berlin möglich war. Die Aktion gab auf unverwechselbare Weise der Freude Ausdruck, dass die Berliner Mauer gefallen war. Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls wurde die East-Side-Gallery aufwendig restauriert.

Zwischen Ost-Bahnhof und Oberbaumbrücke folgte der Aufbau der Grenzanlagen nicht dem üblichen Schema. Die politische Grenze zu West-Berlin verlief südwestlich am Kreuzberger Ufer. Die Wasserfläche gehörte in ganzer Breite zu Ost-Berlin.

Auf der Spree waren Patrouillenboote im Einsatz. Am Friedrichshainer Ufer erhoben sich zunächst Elemente der „Grenzmauer 75“, dahinter verborgen waren Signalzaun, Kolonnenweg, Lichttrasse und nahe am Wasser der „Grenzsicherungszaun“. Weil die vorbeiführende Mühlenstraße zur so genannten Protokollstrecke zwischen Ost-Berliner Innenstadt und Flughafen Schönfeld ausgebaut war, sollten hier die sonst als „West-Mauer“ verwendeten Betonelemente Einblicke in den Grenzstreifen verhindern und ihre verharmlosende Wirkung entfalten.