Berliner Mauerweg - Vom Potsdamer Platz zur Warschauer Straße

Etappenlänge: 7 Kilometer

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Weitere wichtige Orte

Wachturm Erna-Berger-Straße

Wachturm Erna-Berger-Straße

Die sieben Kilometer lange Strecke beginnt im Zentrum des „neuen“ Berlins, in dem die ehemals geteilten Stadthälften zusammengewachsen sind. Obgleich mehrere Mauerreste, u.a. im Erdgeschoss des Bundesumweltministeriums in der Stresemannstraße, eine temporäre Ausstellung, Tafeln der Geschichtsmeile Berliner Mauer und ein – allerdings hinter Neubauten versteckter – Wachturm der DDR-Grenztruppen an die Zeit der Teilung erinnern, ist der Potsdamer Platz deutlich von den Aufbruchsphantasien der 1990er Jahre geprägt.

Mauerrest Niederkirchnerstraße

Besser nachvollziehbar wird die Grenzsituation in der Niederkirchner- und Zimmerstraße, an der ca. 200 Meter Originalmauer auf dem Gelände der Topographie des Terrors erhalten geblieben sind. Hier ist auch die Markierung des ehemaligen Mauerverlaufs mit der doppelläufigen Kopfsteinpflasterreihe deutlich als die Linie erkennbar, an der die vordere Sperrmauer stand. Der fragile Zustand des Mauerrestes ist den „Mauerspechten“ geschuldet: Mit Hammer, Meißel und Elektrowerkzeug hatten sie sich als Souvenirjäger 1989/90 am schnellen Abriss des verhassten Bauwerks beteiligt.

Grenzübergang Checkpoint Charlie

Am ehemaligen Ausländergrenzübergang Friedrichstraße/Checkpoint Charlie lohnt sich ein Zwischenstopp an der Checkpoint Gallery. Großformatige Fotos erzählen die Geschichte des Grenzübergangs, die Black Box zum Kalten Krieg thematisiert mit zahlreichen Medienstationen die internationale Dimension der deutschen und der europäischen Teilung. Außerdem bietet das private Mauermuseum Haus am Checkpoint Charlie seine Ausstellungen an.

Peter Fechter-Mahnmal

Entlang der Mauermarkierung in der Zimmerstraße geht die Route weiter zum Gedenkort Peter Fechter. Am 17. August 1962 hatte der 18-Jährige versucht, mit einem Kollegen nach West-Berlin zu fliehen. Während diesem die Flucht gelang, blieb Peter Fechter angeschossen im Grenzstreifen liegen. Erst nach fast einer Stunde wurde der Verblutende von den Grenzsoldaten der DDR abtransportiert. Heute erinnert eine Stele des Künstlers Karl Biedermann an Fechters tragischen Tod. Am Verlagshaus Axel Springer vorbei gelangen Sie zum ehemaligen Grenzübergang Heinrich-Heine-Straße. Hier wurde der Post- und Güterverkehr zwischen Ost- und West-Berlin abgewickelt.

Ehemaliger Luisenstädtische Kanal mit dem Engelbecken

Durch die Sebastian- und Waldemarstraße erreichen Sie von dort das Engelbecken und den ehemaligen Luisenstädtischen Kanal. Osmans Gecekondu an der Thomaskirche, die illegal errichte Laube auf einem dreieckigen Stück Ost-Berlin, das aus Kostengründen nicht ummauert war, erzählt vom West-Berliner Alltag im Schatten der Grenze.

East Side Gallery

East Side Gallery

Über die Schillingbrücke gelangt man in die Holzmarkt- und Mühlenstraße. Dort befindet sich der längste erhaltene Mauerabschnitt in der Berliner Innenstadt. Die hintere Sperrmauer war hier in den neutralweißen Betonelementen der „Vorderlandmauer“ ausgeführt, weil die Konvois der Staatsgäste vom Flughafen Schönefeld über diesen Straßenzug in das Ost-Berliner Zentrum fuhren. 1990 haben Künstler aus aller Welt den 1,3 Kilometer langen Rest der Grenzmauer mit eindrücklichen Bildern bemalt. Die Künstlerinitiative East Side Gallery e.V. bietet Führungen durch die Ausstellung an. 2009, zum 20. Jahrestag des Mauerfalls wurde der Mauerabschnitt komplett saniert. 100 der ursprünglichen 106 Bilder haben die Künstlerinnen und Künstler erneuert.

  • Streckeninfos: Die Innenstadttour vom Potsdamer Platz zur Warschauer Brücke ist zwar nur sieben Kilometer lang, wegen der vielen Gedenk- und Erinnerungsorte sollten Sie aber genügend Zeit für diese Etappe einplanen. Besondere Hinweise zur Streckenführung sind nicht zu beachten. Parallel zum ehemaligen Luisenstädtischen Kanal zwischen Engelbecken und Schillingbrücke sowie am Stralauer Platz und parallel zur Mühlenstraße ist der Radweg auf beiden Seiten der Grün- bzw. Straßenzüge ausgebaut. Wegen der Mauerreste und -spuren ist der südliche bzw. südwestliche Weg der interessantere. Unterwegs treffen Sie auf zahlreiche Stationen des öffentlichen Nahverkehrs, an denen Sie die Tour problemlos abbrechen können.

Sehenswürdigkeiten an der Strecke

Topographie des Terrors

Topographie des Terrors

Auf dem Gelände des Dokumentationszentrums „Topographie des Terrors“ befanden sich zwischen 1933 und 1945 die Dienstzentrale der Geheimen Staatspolizei, das Gestapo-„Hausgefängnis“ und seit 1939 das Reichssicherheitshauptamt. Topographie des Terrors

Berliner Abgeordnetenhaus im Preußischen Landtag

Abgeordnetenhaus von Berlin

Sitz des Berliner Landesparlaments ist seit 1993 das Gebäude des Preußischen Landtags. Es wurde 1892–97 von Friedrich Schulze errichtet. Bis 1918 tagte hier die bürgerliche Kammer des Preußischen Abgeordnetenhauses, 1933 zum letzten Mal der nach der Weimarer Verfassung gewählte Landtag. Abgeordnetenhaus von Berlin

Martin-Gropius-Bau

Martin-Gropius-Bau

Das 1877–81 errichtete Kunstgewerbemuseum haben Martin Gropius und Heino Schmieden im Stil der italienischen Renaissance geplant. Im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, wurde das Gebäude erst 1977–81 durch Kampmann und Westström restauriert. Martin-Gropius-Bau

Museum für Kommunikation

Im 1872–74 von Carl Schwatlo errichteten Reichspostamt befindet sich das Museum für Kommunikation. Es zeigt eine Dauerausstellung zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Post- und Fernmeldewesens und der Informationstechnologie. Besucher stoßen im Foyer auf drei Roboter, können virtuelle Angebote nutzen und in der „Schatzkammer“ wertvolle Exponate wie den ersten Telefonapparat oder die „Blaue Mauritius“ besichtigen. Museum für Kommunikation

Außenansicht des Tempodroms

Tempodrom

Auf dem Gelände des Anhalter Bahnhofs ist 2000–01 nach Plänen von Meinhard von Gerkan das ‚neue’ Tempodrom entstanden, ein Veranstaltungsort mit zwei Arenen für 3 700 und 500 Zuschauer. Tempodrom

Märkisches Museum

Märkisches Museum/Stadtmuseum

1908 konnte der Märkische Museumsverein nach zwölf Jahren Bauzeit sein neues Domizil beziehen. Die Architektur des von Ludwig Hoffmann geschaffenen Gebäudekomplexes zitiert Bauten der Backsteingotik und der Renaissance aus der Mark Brandenburg. Märkisches Museum/Stadtmuseum

St. Thomas-Kirche

St.-Thomas-Kirche

Die evangelische St.-Thomas-Kirche wurde 1864–69 nach Plänen von Friedrich Adler in der Luisenstadt errichtet. Sie gilt als bedeutendster Sakralbau der Schinkelschule und ist eine der größten Kirchen Berlins. St.-Thomas-Kirche