Städtepartnerschaften

Das Bezirksamt Pankow verfügt über zwei Städtepartnerschaften. Darüber hinaus existierte eine Patenschaft mit dem Führungsunterstützungregiment 38 der Deutschen Bundeswehr bis zu dessen Standortwechsel nach Storkow. Der Bezirk Pankow trat nahtlos in eine Partnerschaftsbeziehung mit der 1. Kompanie des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung ein. Dazu gibt es hier weitere Informationen

Die Partnerschaft mit der Stadt Ashkelon, Israel

Das Wappen von Ashkelon

Am 7. Juli 1994 besiegelten die Bürgermeister der Stadt Ashkelon, Benny Vaknin, und des Bezirkes Weißensee von Berlin, Gert Schilling, mit ihren Unterschriften unter die Partnerschaftsurkunde, im Wissen um eine besondere Verantwortung gegenüber der jüngsten Geschichte, die offizielle Städtepartnerschaft zwischen den Kommunen.
“Dabei werden sie geleitet von dem Wunsch,” so heißt es in der Urkunde weiter, “mit der Förderung von persönlichen Begegnungen von Menschen aus beiden Städten und mit dem Austausch von Erfahrungen über konkrete Projekte die Freundschaft zwischen dem israelischen und dem deutschen Volk mit Leben zu erfüllen.”
Ashkelon ist eine aufstrebende Stadt. Von 45.000 Einwohnern im Jahre 1990 stieg die Zahl auf 70.000 in 1994, dem Jahr, als die Partnerschaft mit Weißensee besiegelt wurde. Mittlerweile leben dort rund 125.000 Menschen. Das Bevölkerungswachstum resultiert insbesondere aus der Einwanderung aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Seitdem die israelische Regierung die lebendige Stadt zum Zielgebiet der Wirtschaftsförderung erklärt hat, lassen sich zahlreiche Gewerbe- und Industrieansiedlungen beobachten. Auch der Tourismus spielt in der Stadt am Mittelmeer eine herausragende Rolle. Dies zeigt eindrucksvoll das Projekt “MARINA”, nach dessen Fertigstellung Ashkelon über den größten und modernsten Yachthafen am östlichen Rand des Mittelmeeres verfügt.
Durch die politischen Spannungen und kriegerischen Auseinandersetzungen in Israel können sich die großen touristischen Potentiale Ashkelons nicht entwickeln. Askhelon liegt nur 15 km vom Gaza-Streifen entfernt und wurde im Gaza-Krieg 2008/2009 mit 71 Raketen beschossen.
Nachdem die Städtepartnerschaft lange ruhte, hat der Pankower Bezirksbürgermeister, Matthias Köhne, während des Gaza-Kriegers den Kontakt zum Bürgermeister von Ashkelon, Benny Vaknin, gesucht.
Weitere Informationen zu Ashkelon, in Russisch und Englisch, unter: www.ashkleon.muni.il

Freundeskreis Berlin Pankow–Ashkelon e.V.

Der Freundeskreis Berlin Pankow-Ashkelon e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Partnerschaft kontinuierlich und politisch unabhängig zu pflegen.

Die Partnerschaft mit der Stadt Kolberg, Polen

Das Wappen von Kolberg

Seit 1994 werden jährlich auf Grundlage des Partnerschaftsvertrages vom 30.05.1994 gemeinsame Pläne für die Zusammenarbeit erstellt. In den vergangen Jahren fanden mit der Partnerstadt Kolobrzeg regelmäßige Begegnungen statt. Auch die Senioren veranstalten jährlich ein Städteaustausch. Durch die Zusammenarbeit der Verwaltungen, gab es auch schon Begegnungsveranstaltungen in Kolobrzeg und Berlin der einzelnen Ämter und Abteilungen, wie z. B. Personal/Organisationsabteilung, Stadtplanungsämter, Wirtschaftsämter und Wirtschaftsförderung, Wohnungswesen, Jugendämter, Freiwillige Feuerwehren und der Bundeswehr.

Die Stadtrechte erhielt Kolobrzeg im Jahre 1255. Seit 200 Jahren erfreut sich Kolobrzeg des Rufes eines europäischen Kurortes. Zur Popularisierung seiner Identität hat Johann Heinrich von Held, der Zollrat aus Posen beigetragen der im Jahre 1802, 18 Monate lang im Kolberger Arrest gefangen gehalten wurde. Nach dem Absitzen der Strafe gab er bekannt, dass das salzige Wasser ihm in wunderbarer Weise wieder zu Gesundheit verholfen hatte. Heutzutage ist Kolobrzeg der größte renomierte Kurort in ganz Polen.
Traditionsgemäß erfüllt der Tourismus die wichtigste wirtschaftliche Funktion in der Stadt. Einen großen Einfluss haben darauf die lokalen Grundlagen, von denen vor allem die Lage an der Ostsee. Der Tourismus ist eng mit dem Inlandsmarkt und mit dem europäischen Auslandsmarkt verbunden, auf dem die deutschen und skandinavischen Touristen überwiegen. Unter den ausländischen Touristen sind 60% bis 70% Deutsche. Für die Touristen werden viele verschiedene Attraktionen angeboten, unter anderem Spaziergänge am Strand und in freier Natur, Fuß- und Radausflüge, Trimm-dich-Pfade, Freizeit- und Sportveranstaltungen, Kultur- und Unterhaltungsveranstaltungen. Für Liebhaber des Angelns wird das Meer und die Parasante sehr empfohlen, da es der reinste Fluß Polens ist.
Kolobrzeg ist zur Zeit der größte Kurort von ganz Polen, eine der 38 Ortschaften, die den Status eines Kurortes besitzen wegen der heilwirkenden Klimaeigenschaften, der Salzquellen mit Heileigenschaften und auch die zahlreichen Moorlagen sind von hoher Qualität. Das hiesige Klima ist sehr reizvoll, das liegt an der Lage der Stadt an der Ostsee.
Kolobrzeg erfüllt gegenwärtig die Funktion eines wichtigen Kulturzentrums. Hier finden zahlreiche Veranstaltungen mit einem zyklischen oder gelegentlichen Charakter statt. Zu den wichtigsten Kulturveranstaltungen, die in der Stadt organisiert werden, gehört das internationale Treffen mit der Folklore “Interfolk”. Eine andere Attraktion sind die Seetage mit der internationalen Regatta um “Die Silberglocke”. Diese Veranstaltungen sollen die Lage an der Ostsee hervorheben und den Reichtum der Kultur der Seeleute zeigen.
Während der Sitzung des Stadtrates im Februar 2000 wurde ein Beschluss über die Entwicklungsstrategie der Stadt Kolobrzeg – 2015 gefasst. Im Dokument wurde das Bild der Stadt festgelegt: Kolobrzeg – “Die Perle der Ostseekurorte”, die Stadt einer dynamischen und harmonischen Entwicklung, die Stadt der Chancen, eine Ostsee-offene Stadt, die Besucher-, Kurgäste-, Investoren- und Einwohnerfreundlich ist.
Kolobrzeg hat vier Verträge über die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit europäischen Städten unterschrieben, darunter zwei aus Deutschland (Berlin – Pankow, Bad Oldesloe, Nyborg/Dänemark, Delfzjil/Holland).

Regelmäßig unterzeichnen die Partner ein jährliches Arbeitsprogramm mit zahlreichen Aktivitäten im Rahmen der Partnerschaft, welches wir hier veröffentlichen:

Programm der Zusammenarbeit für das Jahr 2017

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Weitere Informationen

Deutschsprachige Informationen zu Kolberg

Seit Anfang 2010 bekommt der deutschsprachige Internetbesucher detaillierte Informationen über die Stadt Kolobrzeg und deren Umgebung. Die Seite richtet sich insbesondere an potentielle Kolobrzeg-Besucher sowie diejenigen, die bereits vor Ort sind und Informationen benötigen. In 6 übersichtlichen Rubriken: Aktuelles, Attraktionen, Gastronomie&Shopping, Übernachtung sowie Kuren&Spa erhält der deutschsprachige Tourist einen aktuellen und vollständigen Überblick über Kolobrzeg und Umgebung. www.kolobrzeg.de.

Weitere Informationen gibt es beim:
Polnischen Fremdenverkehrsamt, Kurfürstendamm 71, 10709 berlin, Tel.: 030 210092-0, Fax: 030 210092-14, info@polen-info.de, www.polen-info.de oder Tourist-Information, 78-100 Kolobrzeg, ul. Dworcowa 1, Tel., Fax: 0048 943 527 939

Berlin Linien Bus fährt sonntags ab ZOB um 8.30 Uhr hin und 15 Uhr zurück (Fahrzeit 5 Stunden, Normalpreis Hin- und Rückfahrt 49 EUR)

Unter www.kolberg-cafe.de finden Menschen, die sich für Kolobrzeg interessieren, nützliche und praktische Informationen und Tipps für den Besuch der Stadt. Die Seite hat als Zielgruppe nicht nur Familien und Kururlauber, sondern auch Wellness-Suchende, junge Menschen sowie Sportinteressierte. Viele Fotos und auch Bewegtbild ergänzen die informativen Texte zur Stadt, zu Sehenswürdigkeiten, zu Sport&Spaß, zum Ausgehen und Shoppen, zu Übernachtungs- und Wellnessangeboten sowie zu ganz praktischen Tipps vor Ort.

Freunde Kolbergs e.V.

Am 21. Juni 2002 wurde von 28 Gründungsmitgliedern der Verein “Freunde Kolbergs e.V.” mit dem Ziel der Förderung der Völkerverständigung durch die Pflege der Städtepartnerschaft zwischen dem Bezirk Pankow von Berlin und der Stadt Kolobrzeg gegründet. Der Verein soll die Kontakte von Menschen aus beiden Orten, das Kennenlernen der jeweils anderen Stadt und Region, der anderen Kultur sowie eine rege Zusammenarbeit zwischen beiden Orten in allen Bereichen fördern, pflegen und vertiefen. Der Verein ist inzwischen auf fast 40 Mitglieder angewachsen. Interessenten, die die Ziele des Vereins durch eine Mitgliedschaft unterstützen oder sich informieren wollen, wenden sich an Jens Hansel, jens.hansel@freunde-kolbergs.de und unter www.freunde-kolbergs.de.