Drucksache - DS/0245/V  

 
 
Betreff: Grundbildungsbedarf und funktionale Analphabet*innen in Friedrichshain-Kreuzberg
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:SPDSPD
Verfasser:Aydin, SevimAydin, Sevim
Drucksache-Art:Mündliche AnfrageMündliche Anfrage
Beratungsfolge:
BVV Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Vorberatung
05.04.2017 
Öffentliche Sitzung der BVV Friedrichshain-Kreuzberg schriftlich beantwortet     

Beschlussvorschlag

Ich frage das Bezirksamt:

 

  1. Wie hoch schätzt das JobCenter den Anteil der funktionalen Analphabet*innen in Friedrichshain-Kreuzberg?
  2. Wie werden die funktionalen Analphabet*innen identifiziert?
  3. Wie werden die Betroffenen unterstützt und welche Lern-und Beratungsangebote werden für die Zielgruppe bereitgestellt?

 

Nachfrage:

 

  1. Welche Träger*innen in Friedrichshain-Kreuzberg stellen den Betroffenen Angebote zur Verfügung?

 

 

 

Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin                

Abt. Arbeit, Bürgerdienste, Gesundheit und Soziales

 

 

Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt:

 

  1. Wie hoch schätzt das Jobcenter den Anteil der funktionalen Analphabet*innen in Friedrichshain-Kreuzberg?

 

Eine seriöse qualifizierte Schätzung ist hier nicht möglich. Die bundesweite Leo-Studie hat 2011 aufgezeigt, dass von 80 Mio in Deutschland 7,5 Mio funktionale Analphabeten/innen sind.  Es ist davon auszugehen, dass sich die Zahlen im Jobcenter Berlin Friedrichshain-Kreuzberg  im ähnlichen Verhältnis bewegen.
 

 

  1. Wie werden die funktionalen Analphabet*innen identifiziert?
     

Wenn sich die Betroffenen selbst nicht „outen“, bleibt den Mitarbeiter/innen nur die typischen Vermeidungsstrategien zu erkennen und sensibel anzusprechen. Zur Sensibilisierung der Mitarbeiter/innen gab im JC B FK bereits  eine Informationsveranstaltung zu diesem Thema, ferner war das „Alpha-Mobil“ des Grundbildungszentrums  vor Ort und einige Mitarbeiter/innen haben an einer speziellen Schulung zum Thema Analphabetismus  teilgenommen.

 

 

  1. Wie werden die Betroffenen unterstützt und welche Lern-und Beratungsangebote werden für die Zielgruppe bereitgestellt?
     

Die von SenBildung (Kontaktstelle Grundbildung in Berlin) auf den Weg gebrachten ESF-geförderten Maßnahmeangebote werden genutzt. Sie sind allerdings in der Platzzahl zu gering.


In Einzelfällen wird auf kostenpflichtige Angebote zurückgegriffen.
 

 

Nachfrage:

 

  1. Welche Träger*innen in Friedrichshain-Kreuzberg stellen den Betroffenen Angebote zur Verfügung?
     

AOB (Arbeit, Orientierung, Bildung).
Genutzt wird aber vor allem der Verein „Lesen und Schreiben“ in Neukölln.
Im Gegensatz zu AOB findet der Unterricht bei LuS täglich statt.
 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Knut Mildner- Spindler

 

 
 

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