Ausstellungen

Sonderausstellungen

„einen gewaltigen Anstoß zum Handeln“

40 Jahre Friedensbibliothek/Antikriegsmuseum

Werkausstellung vom 19.07. bis 09.10.2022
Museum Pankow – Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner

Angefangen hat es am 27. Juni 1982 in Rummelsburg in Ostberlin. An diesem Tag fand auf dem Kirchen­gelände der Erlöser­kirche, initiiert von Umwelt-, Frie­dens- und Menschen­rechts­gruppen unter Beteiligung von 3.000 Be­sucher­*innen die erste Frie­dens­werk­statt statt. Aktive für die Gründung eines Anti­kriegs­museums in Ost­berlin zeigten hier öffentlich ihre erste Aus­stellung, weitere folgten kurz darauf an anderen Orten. 1984 wurde dann in der Bartholomäus­kirche ein ständiger Aus­stellungs­raum, 1985 die Bibliothek eröffnet. Bis heute konnten über 2.600 Aus­stellun­gen an fast 600 ver­schie­de­nen Orten, zuerst in der DDR später auch in der vereinten Bundes­republik und im Aus­land einem Millionen­publikum gezeigt werden.
Im Mittel­punkt vieler Aus­stellungen stehen Biografien von Personen, die im Verlauf ihres Lebens Mut und Haltung gezeigt, sich für andere Menschen ein­gesetzt und oftmals dafür mit dem Leben bezahlt haben.
Mit der Werk­aus­stellung „einen gewaltigen Anstoß zum Handeln“ würdigt das Museum Pankow die Arbeit der Friedens­bibliothek/­Anti­kriegs­museum. Parallel zeigen die Immanuel-Kirchen­gemeinde und die Bibliothek am Wasserturm zwei Aus­stellungen der Friedens­bibliothek/­Anti­kriegs­museum in ihren Räumen.

Eröffnung: 17.07.2022, 14.00 Uhr
Eine Ausstellung des Museums Pankow in Kooperation mit der Friedens­bibliothek/ Antikriegs­museum und der Evangelischen Immanuel-Kirchengemeinde

Verdienter Bürger oder NS Täter? Die Lebensgeschichte des Chronisten Rudolf Dörrier

Ausstellung vom 19.05. bis 20.11.2022
Museum Pankow – Standort Heynstraße

Als ehemaliger Leiter der Stadt­bezirks­bibliothek und Gründer der Stadt­bezirks­chronik in den heutigen Museums­räumen der Heynstraße 8 war Rudolf Dörrier bis zu seinem Tod eng mit der Pankower Geschichts­arbeit verbunden. Seit 2017 im Bezirk eine Debatte um seine Person entbrannte, standen und stehen sich unver­söhnliche Positionen gegenüber: Für die einen war Rudolf Dörrier ein Antifaschist und Retter seiner jüdischen Ehefrau und Tochter, für die anderen ein opportu­nistischer Zeit­genosse, der zeit­lebens über seine Rolle als SS-Wachmann im Konzentrations­lager Sachsenhausen schwieg.
Als Debatten­beitrag nähert sich die Sonder­aus­stellung nicht nur der wider­sprüch­lichen Biografie Rudolf Dörriers an, sondern ist auch eine Aus­ein­ander­setzung mit einem Teil der eigenen Museums­geschichte.
Die zahlreich von Dörrier hinter­lassenen Quellen und Zeug­nisse werden kritisch hinter­fragt und mithilfe weiterer Quellen und Forschungs­ergeb­nisse kontextu­alisiert. Gleich­zeitig dokumen­tieren diese Aus­stellung und ge­plante Begleit­ver­an­stal­tun­gen unter­schied­liche Posi­tio­nen, Erinne­rungen und Meinun­gen von Weg­gefährt*innen, Expert*innen, und Prota­gonist*innen der Debatte.

Eine Ausstellung des Museums Pankow, gefördert durch den Bezirks­kultur­fonds.

Klaus Mehner. Parallelwelten Ost-West

Fotografien aus Berlin 1964 – 1990

Ausstellung vom 18.02. bis 14.08.2022
Museum Pankow – Kultur- ud Bildungszentrum Sebastian Haffner, Ausstellungshalle

Wohl kein Fotograf hat so intensiv über einen langen Zeit­raum in beiden Teilen der Stadt arbeiten können wie Klaus Mehner. Der 2016 ver­storbene Berliner hatte in den 1960er Jahren mit dem Foto­grafieren be­gonnen, teils als Autodidakt, teils bei einer Lehre in einer Bild- und Nach­richten­agentur.

Immer wieder konnte Mehner, akkreditiert für den SPIEGEL, in Ost-Berlin, mitunter auch in der DDR foto­grafieren. Mehner, so scheint es, war über Jahre fast jeden Tag mit seiner Kamera in der Stadt unter­wegs – bei offiziellen Ereig­nissen wie an eher ab­seits gelege­nen Orten und selbst­gefun­denen Themen.

Die Ausstellung stellt diese Besonder­heit des Foto­grafen in den Mittelpunkt. Seine in Ost- und West-Berlin entstan­de­nen Bilder lassen sich mit­einander kombinieren oder gegen­über­stellen. So arrangiert, ergeben Mehners Fotos das über­raschende Bild einer von­ein­ander getrennten, aber doch ver­bunde­nen Stadt. Sie offen­baren auch die ver­rückte Normali­tät des geteilten Berlins.

Tatsächlich können uns die Bilder bisweilen täuschen: Ist das wirklich der Osten, der auf dieser Auf­nahme zu sehen ist, oder nicht doch der Westen?

Mehrere Begleit­ver­an­staltungen be­schäfti­gen sich mit Mehners Foto-Themen – Wohnen in Berlin, Rechts­extremismus, Staats­sicher­heit und Opposition, Presse­fotografie und Berliner Unter­grund beider­seits der Mauer.

Eine Ausstellung des Berliner Geschichtsverein Nord-Ost e.V. in Kooperation mit dem Museum Pankow und Peter Wensierski. Gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

wir hier heute #junginprenzlauerberg

Open-Air-Ausstellung

wir hier heute #junginprenzlauerberg

Ausstellung im Hof des Kultur- und Bildungszentrums Sebastian Haffner

Die Ausstellung des Museum Pankow »Aufbruch und Reformen – Pionierinnen und Pioniere der modernen Sozialarbeit in Prenzlauer Berg während der Weimarer Republik« (Sonderausstellung bis 24.10.2021) beleuchtete neben den Pionierinnen und Pionieren der modernen Sozial­arbeit in Prenzlauer Berg auch die Situation der jungen Menschen: In den dicht gedrängten Miets­kasernen Prenzlauer Bergs sind mehr als ein Viertel der Bevöl­kerung Kinder und Jugendliche unter 21 Jahren. Zeitgenössische Fotos geben einen leben­digen Eindruck in ein­zelne Bereiche ihres Lebens, das vielfach auf der Straße statt­gefunden hat.
Immer noch leben über­durch­schnitt­lich viele Kinder und Jugendliche in Prenzlauer Berg. Wie sieht ihr Leben heute hier aus?

Die junge Fotografin Shirin Esione hat sich mitnehmen lassen an Lieblings­orte und in Momente des Alltags. Kinder und Jugend­liche haben ihr ermöglicht, sie in Kinder­zimmern, Hinter­höfen und auf Plätzen und der Straße zu foto­grafieren.

Die Open-Air-Ausstellung »wir hier heute #junginprenzlauerberg« gibt einen leben­digen Einblick in das Leben von Kindern und Jugend­lichen in Prenzlauer Berg heute.

Die Open-Air-Ausstellung wurde gefördert im Rahmen des Projektes Draussenstadt.

Dauerausstellungen

Rieselfelder, Liegekuren, Runkelrüben - Ausstellungserweiterung: Blankenfelde im Naturpark Barnim

Unsere Dauerausstellung Rieselfelder, Liegekur und Runkelrüben. Das Stadtgut Blankenfelde im Norden Berlins erhält einen neu konzipierten Ausstellungsteil Blankenfelde im Naturpark Barnim.

  • Eröffnung der Ausstellungs­erweiterung: Donnerstag, 30.06.2022, 16.00 Uhr | Steinscheune, StadtGut Blankenfelde, Hauptstraße 24-30, 13159 Berlin

Die Ausstellung, die vom Museum Pankow und dem Stadtgut Blankenfelde e.V. ent­wickelt wurde, ist seit Juni 2016 in der Natur­schutz- und Touris­mus­station auf dem Stadtgut Blankenfelde zu sehen.
Es zeigte sich, dass viele Besucher*innen das Stadtgut mit der Aus­stellung als Ausgangspunkt für Wanderungen in die umgebende Kultur­land­schaft nutzen. Mit dem historischen Wissen aus der Ausstellung hinter­fragen sie den gegen­wärtigen Zu­stand der Kultur­land­schaft. Was geschieht heute auf den Flächen der ehe­maligen Riesel­felder? Wie werden sie genutzt? Welche Aus­wirkungen hat das Nutzungs­erbe für die Lebens­bedingungen von Pflanzen und Tieren noch immer? Wie beeinflusst es auch das Leben der Menschen, die in Blankenfelde und seiner Um­gebung wohnen? Wer ist für den Land­schafts­wandel der jüngsten Vergangen­heit ver­antwort­lich und wird es zu­künftig sein?
Der neue Ausstellungs­teil beschreibt die land­schaft­lichen Ver­änderungen, benennt sicht­bare und auch nicht un­mittel­bar erkennbare Ein­fluss­faktoren auf den permanent an­halten­den Land­schafts­wandel. Beispiel­haft werden zudem Akteur*innen des Landschaftsschutzes in Blankenfelde vorgestellt. Mit dem Natur­park Barnim konnte ein dritter Kooperations­partner für die Aus­stellungs­arbeit gewonnen werden.