In Vorbereitung

Klaus Mehner. Parallelwelten Ost-West Fotografien aus Berlin 1964 – 1990

Ausstellung vom 18.02. bis 14.08.2022
Museum Pankow – Kultur- ud Bildungszentrum Sebastian Haffner

Klaus Mehner. Parallelwelten Ost-West

Fotografien aus Berlin 1964 – 1990

Wohl kein Fotograf hat so intensiv über einen langen Zeit­raum in beiden Teilen der Stadt arbeiten können wie Klaus Mehner. Der 2016 ver­storbene Berliner hatte in den 19060er Jahren mit dem Foto­grafieren begonnen, teils durch Selbst­aus­bildung in der Praxis, teils durch eine Lehre in einer Bild- und Nachrichten­agentur. Immer wieder konnte Mehner während seiner Arbeit auch jenseits der Mauer in Ostberlin, mit­unter auch in der DDR foto­grafieren. Seine Bild­reportagen und Personen­portraits entstanden in der Regel im Rahmen der Akkre­ditie­rung für das Nach­richten­magazin DER SPIEGEL. Mehner, so scheint es, war über Jahre fast jeden Tag mit seiner Kamera von morgens bis abends in der Stadt unterwegs. Bei offiziellen Ereig­nissen ebenso wie bei selbst gefun­denen, eher abseits gelegenen Orten.
Die Ausstellung stellt diese Besonder­heit des Foto­grafen in den Mittelpunkt. Er hat Bilder in der jeweiligen Halb­stadt geschaffen, die sich miteinander kombinieren oder gegen­über­stellen lassen. Mehners Fotos so arrangiert, zeigen ein über­raschen­des Bild einer von­einander getrenn­ten, aber doch verbun­denen Stadt.

Eröffnung: Donnerstag, 17.02.2022

Eine Ausstellung des Berliner Geschichtsverein Nord-Ost e.V. in Kooperation mit dem Museum Pankow und Peter Wensierski. Gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Rudolf Dörrier in den baulichen Überresten des ehemaligen KZ-Außenlagers Falkensee, 1959

März – September 2022
Museum Pankow – Standort Heynstraße

Verdienter Bürger oder NS-Täter?

Die umstrittene Lebensgeschichte von Rudolf Dörrier

Als ehemaliger Leiter der Stadtbezirksbibliothek und Gründer der Stadtbezirkschronik in den heutigen Museums­räumen der Heynstraße 8 war Rudolf Dörrier bis zu seinem Tod eng mit der Pankower Geschichts­arbeit verbunden. Seit 2017 im Bezirk eine Debatte um seine Person entbrannte, standen und stehen sich unver­söhnliche Positionen gegenüber: Für die einen war Rudolf Dörrier ein Antifaschist und Retter seiner jüdischen Ehefrau und Tochter, für die anderen ein opportu­nistischer Zeit­genosse, der zeit­lebens über seine Rolle als SS-Wachmann im Konzentrations­lager Sachsenhausen schwieg.
Als Debatten­beitrag nähert sich die Sonder­aus­stellung nicht nur der wider­sprüch­lichen Biografie Rudolf Dörriers an, sondern ist auch eine Aus­einander­setzung mit einem Teil der eigenen Museums­geschichte.
Die zahlreich von Dörrier hinter­lassenen Quellen und Zeug­nisse werden kritisch hinter­fragt und mithilfe weiterer Quellen und Forschungs­ergebnisse kontextu­alisiert. Gleich­zeitig dokumen­tieren diese Aus­stellung und geplante Begleit­ver­anstaltungen unter­schiedliche Positionen, Erinnerungen und Meinungen von Weg­gefährt:innen, Expert:innen, und Prota­gonist:innen der Debatte.

Urbanisierung 1820-1920, Skizze, Titel

Urbanisierung 1820-1920

Ausstellungskonzeption und Gestaltungskonzept

Eine Auswahl von Skizzen

Stadtwerdung im Berliner Nordosten

Als Einstieg in die Ausstellung werden den Besuchern zwei Filme präsentiert. Der eine befasst sich mit den archäologischen Funden aus vorhistorischer Zeit, der andere führt in die nachfolgenden, zentralen Ausstellungsteile ein.
Im ersten Ausstellungsraum werden exemplarisch sechs der ehemals elf Dörfer, die heute zu Pankow gehören, vorgestellt. Die Darstellung umfasst den Zeitraum von ihrer Gründung Mitte des 13. Jahrhunderts bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Zentrale Themen dieses Ausstellungsbereiches sind die mittelalterlichen Macht- und Lehns – verhältnisse, der Alltag der Bauern, die Folgen des Dreißigjährigen Krieges, die Zu­wan­de­rung französischer Glaubensflüchtlinge (Hugenotten), das höfische Leben in Nieder­schönhausen und die Bedeutung der politischen Reformen im Zuge der Be­freiungs­kriege gegen Napoleon Anfang des 19. Jahrhunderts. Ein virtueller Rundgang durch das Dorf Rosenthal im Jahre 1707 stellt dessen Bewohner und ihre Berufe vor.

  • Urbanisierung, 1820-1920, Skizze 01

    Skizze 01 - Museumshof: Schachspiel. Die Schachfiguren im Hof sind den Figuren des Sachsenspiegels, darunter Kaiser, König, Dorfschulze und Bauern, nachempfunden und machen auf die Ausstellung neugierig.

  • Urbanisierung, 1820-1920, Skizze 03

    Skizze 03 - Buchholz: Glaubensflüchtlinge aus Frankreich. Ende des 17. Jahrhunderts flohen tausende Protestanten aus Frankreich und ließen sich unter anderem in Berlin und Brandenburg nieder. Neben ihren handwerklichen Fähigkeiten hatten sie Gemüse und Rezepte im Gepäck.

  • Urbanisierung, 1820-1920, Skizze 08

    Skizze 08 - Stadttechnik: Ausblick auf ein Denkmal. Der Fensterblick auf den Wasserturm. Seine Entstehung und Funktion wird durch schiebbare Text- und Bildfahnen erklärt.

  • Urbanisierung, 1820-1920, Skizze 11

    Skizze 11 - Gestrandet in Berlin: Biografien. Exemplarisch ist hier der Umgang mit den biografischen Exkursen dargestellt. Die fiktive Silhouette einer Frau und eines Kindes stehen frei im Raum und dienen als Text- und Bildträger.

  • Urbanisierung, 1820-1920, Skizze 15

    Skizze 15 - Kunst und Kultur: Max Skladanowsky. Der Filmpionier Max Skladanowsky hat die Entwicklung in Pankow und Niederschönhausen auf zahlreichen Fotos festgehalten. Diese dokumentieren die rasante Verstädterung (Urbanisierung) zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Urbanisierung 1820 - 1920

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