Ort: Hof im Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner – je nach Wetterlage im Hof oder in der Aula (3. OG)
Filmreihe: »Frauenschicksale«
Kuratiert und moderiert von Knut Elstermann
Donnerstag, 23.07.2026, 21.00 Uhr
»Und der Zukunft zugewandt« (2019)
Der Film aus dem Jahr 2019 erzählt vom düsteren stalinistischen Erbe, das bis zum Ende der DDR nicht aufgearbeitet wurde. Regisseur Bernd Böhlich erinnert an die Tausenden Deutschen, die nach langen Jahren in Stalins Lagern in die DDR kamen. Er erzählt von der Kommunistin Antonia Berger (Alexandra Maria Lara), die nach der Rückkehr in die junge Republik niemals von ihren schrecklichen Erfahrungen in der Sowjetunion sprechen darf. Angelehnt ist diese Geschichte an die reale Biografie der Mutter von Schauspielerin Swetlana Schönfeld, die in dem Film mitspielte und kürzlich verstorben ist.
Gäste: Bernd Böhlich (Regisseur), Annette Leo (Historikerin) und Ilja Niederkirchner (Fotograf und Grafiker)
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Donnerstag, 30.07.2026, 21.00 Uhr
»In Liebe, Eure Hilde« (2024)
Andreas Dresen zeigt in seinem berührenden Film (2024) die kommunistische Widerstandskämpferin Hilde Coppi als eine junge, verliebte Frau ohne Heiligenschein. Liv Lisa Fries (“Babylon Berlin”) spielt sie sehr einfühlsam, verletzlich, mit Angst um ihr Kind, aber auch tapfer und entschlossen, ein Mensch aus Fleisch und Blut. Der ergreifende, auch in den Nebenrollen glänzend besetzte Film, macht deutlich: Menschen wie Hilde Coppi stehen für ein anderes, besseres Deutschland, also ein sehr aktuelles Werk.
Gast: Sina Martens, die die Widerstandskämpferin Libertas Schulze-Boysen spielt
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Donnerstag, 06.08.2026, 21.00 Uhr
»Die Verlobte« (1980)
“Die Verlobte” (1980) von Günther Rücker und Günter Reisch, basierend auf der autobiografischen Roman-Trilogie von Eva Lippold, gehört zu den herausragenden antifaschistischen Filmen der DEFA. Geschildert wird das Schicksal der deutschen Kommunistin Hella Lindau, die von den Nazis für viele Jahre ins Gefängnis gesteckt wird, sich dort für die mitgefangenen Frauen einsetzt und sich nach ihrem Geliebten, dem Widerstandskämpfer Hermann Reimers (Regimantas Adomaitis), sehnt. Zum Ereignis wurde der Film vor allem durch das zutiefst menschliche Spiel von Jutta Wachowiak, in dem sich Trauer und Einsamkeit mit Kraft und Würde verbinden.
Gast: Jutta Wachowiak (Schauspielerin)