Veranstaltungen

Familie Niederkirchner. Ein widersprüchliches Erbe – Zwischen uns die Geschichte

Ausstellung: »Zwischen uns die Geschichte«

Familie Niederkirchner – Ein wider­sprüch­liches Erbe

Ausstellung vom 20.03. bis 20.09.2026, Dienstag bis Sonntag, 10.00 – 18.00 Uhr, (feiertags geschlossen) | Ort: Raum 108 im Museum Pankow – Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner, Prenzlauer Allee 227/228, 10405 Berlin

Ilja Niederkirchner, Gespenster, 2025, Druck auf Papier | Bild 3

Gespenster, 2025, Druck auf Papier

Ausstellung: »Zwischen uns die Geschichte« – Führung, Vortrag und Gespräch

Donnerstag, 03.09.2026
18.00 Uhr | Ort: Hauptgebäude, Raum 108
Kuratorinnenführung durch die Ausstellung mit Annette Leo und Ilja Niederkirchner

Die Ausstellung nähert sich dem Thema aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln. Der Nachkomme und Fotograf Ilja Niederkirchner setzt sich künstlerisch mit seinem Erbe auseinander, indem er die überlieferten Bilder zerschneidet, überblendet oder neu zusammensetzt. Die Historikerin Annette Leo zeichnet dokumentarisch die Lebenslinien der einzelnen Familienmitglieder zwischen Berlin und Moskau nach und bettet sie ein in den historischen Kontext des 20. Jahrhunderts.

19.00 Uhr | Ort: Hauptgebäude, Raum 111
Vortrag und Gespräch: »Fragen an die Gespenster«

Der Kurator und Urenkel Ilja Niederkirchner (*1980) spricht über die künstl­erische Aus­einander­setzung mit der Geschichte seiner Familie.

Nach dem Tod seiner Mutter erbte der Foto­graf und Grafiker Ilja Niederkirchner zahl­reiche Kartons mit Briefen, Fotos und Dokumenten, die ihm Ereignisse und Zusammen­hänge ent­hüllten, über die zuvor niemand mit ihm ge­sprochen hatte. Die über­lieferten Materialien stellten das durch­weg helden­hafte Bild, das er bis dahin von seiner Familie gehabt hatte, grund­legend in Frage. Im Zentrum dieser Irritation steht das Schicksal von Paul, dem Bruder von Käte, der während der stalinis­tischen Säuberungen um­gebracht wurde. Weniger der Tod selbst, als viel­mehr der Um­gang damit, wurde für Nieder­kirchner bedeutsam. Paul hatte im kollektiven Ge­dächtnis keinen Platz – er wurde nicht erwähnt, nicht erinnert, gewisser­maßen aus­ge­löscht. Die Arbeit mit diesen Hinter­lassen­schaften wurde für Niederkirchner so zu einem zwingenden Akt der Selbst­ver­gewisserung. Gleich­zeitig fragt er sich immer wieder, ob er ein Recht dazu hat, die bisherigen Geheim­nisse an die Öffentlich­keit zu bringen.

Ilja Niederkirchner, Gespenster, 2025, Druck auf Papier | Bild 4

Gespenster, 2025, Druck auf Papier

Ausstellung: »Zwischen uns die Geschichte« – Finissage

Donnerstag, 17.09.2026

18.00 Uhr | Ort: Hauptgebäude, Raum 108
Kuratorinnenführung durch die Ausstellung mit Annette Leo und Ilja Niederkirchner

19.00 Uhr | Ort: Hauptgebäude, Aula (3. OG)
IM GESPRÄCH: »Stalin ist wieder der Held?« – Erinnerungs­politik in Russland heute

Im April 2026 stuft das Oberste Gericht Russlands die Menschen­rechts­organisation „Memorial“ als extremis­tische Organi­sation ein und stellt ihre Unter­stützer unter Strafe. Seit der Gründung 1989 setzte Memorial sich mit den Ver­brechen der Stalin-Zeit aus­einander, sammelte Dokumente, befragte und betreute über­lebende Opfer. Wie kann diese Arbeit weiter­gehen? Konnte das Archiv gerettet werden? Und wie kann es sein, dass in Russland neuer­dings wieder Stalin-Denkmäler und -Büsten aufgestellt werden?

Irina Scherbakowa und Wladislaw Hedeler sprechen über ihre Er­fahrungen.
Moderation: Annette Leo

  • Begleitprogramm zur Sonderausstellung

    Juli bis September

    PDF-Dokument (259.7 kB)

RIWNE-Ausstellung

Ausstellung: »Pankows Partnerstadt Riwne« – Vernissage

Persönliche Berichte vom Alltag im Krieg

Wanderausstellung vom 06.09. bis 27.09.2026 in der Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek
Öffnungszeiten entsprechend den Bibliothekszeiten (Mo, Do, 10.00 – 19.00 Uhr / Di, Fr, 10.00 – 17.00 Uhr / Mi, 13.00 – 19.00 Uhr / Sa, So, 10.00 – 16.00 Uhr)

Im März 2025 reisten Mitarbeitende des Museums Pankow in die ukrainische Stadt Riwne. Aus Begegnungen mit engagierten Einwohner*innen entstand eine Ausstellung mit Foto­grafien von Anna Mischuk, Interviews und Dokumentar­filme von Christian Betz. Sie erzählen vom Alltag im Krieg, von Geschichte und Gegenwart der Stadt – und von einer lebendigen Städte­partnerschaft.

Vernissage

Sonnabend, 05.09.2026, 14.00 Uhr | Ort: Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek (Veranstaltungsraum im 1. OG), Bizetstraße 41, 13088 Berlin

Vernissage zur Wanderausstellung

Das Museum Pankow stellt in fotografischen und filmischen Porträts Menschen vor, die trotz täglicher Kriegs­bedrohung ihren All­tag gestalten und sich für ihre Stadt engagieren. Wir laden herzlich zur Eröffnung mit Uwe Lehmann (Partner­schafts­verein Berlin-Pankow–Riwne) und dem Museums­team ein. Schüler*innen der Musikschule Riwne, die im Rahmen eines Austauschs mit der Musikschule Béla Bartók zu Gast sind, begleiten das Event.

Eine Kooperation mit der Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek und der Musikschule Béla Bartók im Rahmen des Weißenseer Kultursommer (28.08.-27.09.2026).

Michael Wesely mit Historischer Postkarte: Eberswalder Straße Ecke Schönhauser Allee, Berlin-Prenzlauer Berg 1920/2025

Ausstellungseröffnung: »Doubleday Prenzlauer Berg 1887–2026«

Donnerstag, 10.09.2026, 19.00 Uhr
Museum Pankow – Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner, Ausstellungshalle

Eröffnung der Ausstellung: Doubleday Prenzlauer Berg 1887–2026

Begrüßung

Grußworte
Dr. Cordelia Koch, Bezirksbürgermeisterin

Einführung in die Ausstellung durch die Kuratoren Michael Wesely und Alexander Arndt

Der Abend wird musikalisch begleitet.

Eröffnung der Ausstellung: "Verdienter Bürger oder NS Täter? Die Lebensgeschichte des Chronisten Rudolf Dörrier" in der Heynstraße 8

Eröffnung der Ausstellung: "Verdienter Bürger oder NS Täter? Die Lebensgeschichte des Chronisten Rudolf Dörrier" in der Heynstraße 8

Historie Veranstaltungen

Hier finden Sie eine Auswahl der bisherigen Veranstaltungen des Museums Pankow. Weitere Informationen

Museum Pankow

Kommissarische Leitung:
Dominique Krössin

Stellvertretende Fachbereichsleitung / Ansprechpartnerin:
Beate Boehnisch

Sekretariat:
Vorderhaus, 2. OG | Zugang nicht rollstuhlgeeignet
Montag und Mittwoch, 9.00 – 11.00 Uhr sowie Dienstag, 14.00 – 16.00 Uhr
Tel.: (030) 90295-3917

Verkehrsanbindungen