Gegenentwürfe

Prenzlauer Berg vor, während und nach dem Mauerfall

Museum Pankow – Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner
Die Ausstellung befindet sich im Haupthaus, 1. OG in den Räumen 106-107

Gegenentwürfe, Ausstellungsraum

Die Wiedervereinigung Deutschlands gestaltete sich als ein langer und schwieriger Prozess. Zwei völlig gegensätzliche System mussten vereint, der gewaltige Investitions­stau in den neuen Bundes­ländern ange­gangen und Unrecht aufgearbeitet werden. Vor allem für das Ge­biet der ehemaligen DDR bedeutete das eine fundamentale Umgestal­tung der bisherigen Strukturen. Dies hatte auch Folgen für das Leben und Wirken seiner Bewohner, die vor der Heraus­forderung standen sich der neuen Zeit anzupassen.

Dieser Transformations­prozess lässt sich an keinem anderen Ort in Deutschland so exem­plarisch darstellen, wie anhand des Berliner Stadtteils Prenzlauer Berg. Hier entstand seit den 1970er Jahren eine facettenreiche Gegenkultur mitten in der DDR. An diesem Ort er­dach­ten, erprobten und lebten Oppositionelle und Unange­passte ihre Vorstellungen, ihre Gegen­entwürfe zum herrschenden realen Sozialismus. In Prenzlauer Berg agierten namhafte Prota­gonisten und wichtige Gruppen der DDR-Opposition. Hier lagen zentrale Orte der Fried­lichen Revolution des Jahres 1989: die Gethsemane­kirche und der Grenz­übergang Bornholmer Straße.

Die Gruppen diskutierten kontroverse Themen wie Mitbe­stimmung, Stadt­sanierung, Er­zie­hung, Umweltschutz, Wirtschafts­system und soziale Verantwortung. Themen, die auch nach dem Mauerfall diskutiert ihre soziale Spreng­kraft behielten.

Die Dauerausstellung »Gegenentwürfe« des Museums Pankow verfolgt die Entwick­lungen und Themen über die Epochen­wende von 1989/90 hinweg und untersucht die Kontinuitäten und Brüche im Osten Deutsch­lands am konkreten Beispiel von sieben Orten in Prenzlauer Berg:

  • Opposition im Sozialismus (Gethsemanekirche)
  • Freiraum nutzen (Rykestraße und Kollwitzplatz)
  • Wirtschaft und Alltag (Der VEB Treffmodelle Greifswalder Straße 212)
  • Macht und Ohnmacht (Der Rat des Stadtbezirks und das Bezirksamt Prenzlauer ­Berg in der Fröbelstraße)
  • Die Häuser, die Menschen und der Wandel (Helmholtzplatz)
  • Sozialistische Stadtplanung (Ernst-Thälmann-Park)

Die Ausstellung wurde konzipiert und betreut vom Museum Pankow, Amt für Weiter­bildung und Kultur, in Kooperation mit dem Berliner Geschichts­verein Nord-Ost e.V. und der Ausstellungsagentur exhibeo sowie mit freundlicher Unterstützung durch die Bundes­stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Bezirkskultur­fonds und der Robert-Havemann-Gesellschaft

Plakat: Gegenentwürfe

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Folder: Gegenentwürfe

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Folder (englisch): Gegenentwürfe

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Einladung: Gegenentwürfe

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