Nein zu Gewalt an Frauen

Mann droht mit geballter faust einer ängstlichen Frau
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Gewalt an Frauen und Mädchen gilt weltweit als eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen. Die Formen der Gewalt sind vielfältig.

Häusliche Gewalt

Häusliche Gewalt ist jede Verletzung der körperlichen oder seelischen Integrität einer Person, die unter Ausnutzung eines Machtverhältnisses durch die strukturell stärkere Person zugefügt wird. Im Allgemeinen wird darunter die Gewaltanwendung in Ehe- und (Ex-)Partnerbeziehungen verstanden.
Häusliche Gewalt umfasst psychische Gewalt wie Drohungen und Erniedrigung, finanzielle und soziale Gewalt wie Isolation sowie körperliche und/oder sexuelle Gewalt bis hin zu Tötungsdelikten. Häusliche Gewalt ist eine Straftat und wird von der Polizei und den Gerichten als solche auch verfolgt. (Gewaltschutzgesetz)

Hotlines

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Beratungsstellen und Zufluchtswohnungen

Notfallkarte gesamt
  • Bora e.V.: 030 – 927 47 07
  • Frauenraum: 030 – 448 45 28
  • Frauenort-Augusta e.V.: 030 – 285 989 77
    SMS für gehörlose Frauen: 0160 666 37 78
  • Paula Panke e.V.: 030 – 485 47 01
    SMS für gehörlose Frauen: 0163 960 63 82

2 Radiospots zum Thema häusliche Gewalt

Diese 2 Radiospots wurden von den Studierenden der Design Akademie Berlin zum Thema häusliche Gewalt erstellt.

Erlkönig

Formate: audio/mp3

Liebesgedicht

Formate: audio/mp3

Sexualisierte Gewalt

Sexuelle Gewalt umfasst jede Form einer sexuellen Handlung, deren Ausübung gegen den Willen einer Person erfolgt und die den Betroffenen die Verfügungsmacht über ihren Körper nimmt. Dazu zählen sexuelle Übergriffe, Nötigung und Vergewaltigung. Ebenfalls dazu gehören sexuelle Übergriffe unter Einsatz von K.O. Tropfen.
Seit November 2016 gilt ein neues Sexualstrafrecht (Gesetz zur Verbesserung des Schutzes der sexuellen Selbstbestimmung), das dem Grundsatz folgt: „Nein heißt Nein“. Egal, ob die Gewalt nur angedroht oder angewandt wurde, entscheidend ist, dass die sexuelle Handlung nicht gewollt war.

Beratung und Hilfe

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Anlaufstelle für Männer

Stalking

Der Begriff Stalking bezeichnet ein wiederholtes widerrechtliches Nachstellen, Verfolgen, Belästigen, Bedrohen einer Person gegen deren Willen. Typisch ist, dass es sich dabei nicht um eine einzelne, einmalige strafbare Aktion handelt, sondern die Person meist über einen längeren Zeitraum vor allem psychischer Gewalt ausgesetzt ist. Dabei werden Mittel, wie üble Nachrede, Verleumdung, Nötigung, Sachbeschädigungen bis hin zur Körperverletzung eingesetzt.
Seit 2017 gilt das novellierte Nachstellungsgesetz §238 StGB, das die Strafverfolgung des Täterverhaltens erleichtert und die Opfer besser schützt.

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Digitale Gewalt

Immer mehr Frauen und Mädchen erleiden Übergriffe mittels neuer Medien.
Belästigungen, Verleumdungen, Lächerlichmachen und Bloßstellung (Cyber-Mobbing), Bedrohungen über Handy, PC oder Internet in sozialen Netzwerken sind weit verbreitet.

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