Landschafts- und Spielplatzplanung

Kornfeld vor der Gropiusstadt in Berlin
Bild: Stephan Laude - Fotolia.com

Landschaftsplanung

Die Landschaftsplanung stellt die näheren örtlichen Erfordernisse und Maßnahmen zur Verwirklichung der Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege dar. Grundlage der Landschaftsplanung in Berlin ist das Landschaftsprogramm. Dieses steht in enger Beziehung zum Flächennutzungsplan und erweitert somit die Bezugsbasis der vorbereitenden Bauplanung um ökologische Ziele und Grundsätze.

Auf Bezirksebene können der Landschaftsrahmenplan, sowie in Teilbereichen Landschaftspläne mit Text, Karte und Begründung erarbeitet und als Rechtsverordnung festgesetzt werden. Im Rahmen von Genehmigungsverfahren (z.B. Planfeststellungen, Bebauungsplanverfahren, BImSchG-Verfahren) oder von raumordnerischen Konzepten wird die Landschaftsplanung mit ihren unterschiedlichen Zielsetzungen berücksichtigt.

Die Umsetzung naturschutzrechtlicher Kompensationsmaßnahmen im Sinne der Eingriffsregelung stellt ein Instrument zur Verwirklichung der Ziele der Landschaftsplanung dar.

Biotopverbundkonzept

Im Jahr 2016 wurde für Pankow ein Biotopverbundkonzept erarbeitet. Dieses hat das Ziel die verbliebenen Lebensräume seltener Arten zu erhalten und durch Entwicklung geeigneter Gebiete so zu vernetzen, dass Habitat-Komplexe entstehen, die groß genug sind um stabile Populationen zu beherbergen. Das Biotopverbundkonzept stellt somit eine wichtige naturschutzfachliche Grundlage der Landschaftsplanung im Bezirk dar.

Der Biotopflächenfaktor (BFF)

Im Geltungsbereichs des Landschaftsplans IV-L-3 “ Gründerzeitgebiete Prenzlauer Berg” ist bei Neubau und bei der Änderung baulicher Anlagen (soweit neue Aufenthaltsräume geschaffen werden oder sich der Überbauungsgrad erhöht) durch den Bauherren der Nachweis des grundstücksbezogenen Ziel-Biotopflächenfaktors, d.h. eines ausreichend begrünten, gering versiegelten Grundstücksanteils zu erbringen.

BFF-Landschaftsplan IV-L-3 “Gründerzeitgebiete Prenzlauer Berg“

PDF-Dokument (5.1 MB)

Bezirkliche Spielplatzplanung

Der bezirkliche Spielplatzplan ist ein Instrument zur langfristigen Standortplanung für öffentliche Spielplätze. Er dient als Maßnahmenplan zur Sicherung vorhandener Objekte und kann, gemäß den gegenwärtigen örtlichen und finanziellen Bedingungen modifiziert werden. Die dafür zu erstellenden Versorgungsanalysen werden auf der Grundlage des im Kinderspielplatzgesetz benannten Versorgungsrichtwertes von 1m² tatsächlich bespielbarer Fläche (Nettospielfläche) pro Einwohner erstellt.

Zuständigkeiten anderer Behörden