"Pankower Tor" - Städtebauliche Planung für den ehemaligen Güter- und Rangierbahnhof Pankow

Pankower Tor Titel

Einführung

Beim „Pankower Tor“ handelt es sich um die Flächen des ehemaligen Güter- und Rangierbahnhofs Pankow. Er wurde 1996 stillgelegt.
Im Herbst 2010 hat ein Einzeleigentümer das Gelände des ehemaligen Güter- und Rangierbahnhof Pankow erworben. Seitdem werden die Entwicklungsmöglichkeiten für das Gelände in verschiedenen Gremien und auf verschiedenen Ebenen diskutiert.
Das Plangebiet hat eine Größe von ca. 34,3 ha und gliedert sich in drei Teilbereiche. Sie werden durch die Berliner Straße und die Prenzlauer Promenade unterteilt.

Planungsstand

Ziel und Zweck der Planung ist, eine geordnete städtebauliche Entwicklung der Flächen des ehemaligen Güterbahnhofs Pankow planungsrechtlich zu ermöglichen. Die Krieger Grundstücks GmbH (KGG) hat ein Konzept der Flächenaufteilung für das Gelände vorgelegt, das derzeit mit dem Bezirk als auch mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt diskutiert wird. Es sieht vor, einen Einzelhandelsstandort am S- und U-Bahnhof Pankow, in der Mitte des Geländes eine Wohnbaufläche und an der Prenzlauer Promenade Fachmärkte zu verorten.
Folgende städtebauliche Ziele werden verfolgt:

  • Integrierte Gesamtentwicklung des gesamten Plangebietes als neues Stadtquartier mit Kindertagesstätten, Schulen und soziokultureller Infrastruktur;
  • Herstellen eines urbanen und nachhaltigen Quartiers mit Nutzungsmischung und mit städtebaulicher Gesamtqualität;
  • Errichten eines in das neue Stadtquartier integrierten Einzelhandelsstandortes in Ergänzung zum Hauptzentrum Pankow;
  • Errichtung eines Fachmarktstandortes mit u. a. Möbelmärkten.
    Als nächster Schritt ist der Abschluss eines Rahmenvertrages zur stufenweisen Entwicklung des Gebiets zwischen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Bezirksamt Pankow und KGG vorgesehen. Für die Projektsteuerung im Rahmen der Entwicklung eines mit allen Beteiligten abgestimmten städtebaulichen Rahmenplans wurde vom Bezirksamt Pankow im April 2017 die ArGe Projektsteuerung Pankower Tor beauftragt.

Bauleitplanung

Für die Entwicklung des Gebietes sind Bebauungspläne erforderlich, da sich die ehemaligen Eisenbahnflächen durch die Entwidmung als Bahnfläche im Außenbereich gemäß § 35 BauGB befinden und die beabsichtigten Vorhaben planungsrechtlich derzeit nicht zulässig sind.

Beschlüsse des Bezirks

Die Bezirksverordnetenversammlung hat sich mit vier Beschlussfassungen (Drs. VI-1144, Drs. VI-1311, Drs. VII-0157 und Drs. VII-0617) klar zu den vom Bezirk für sinnvoll erachteten Komponenten eines integrierten Entwicklungskonzeptes positioniert. Das im Sommer 2012 von SenStadtUm durchgeführte Werkstattverfahren sollte die planerischen und rechtlichen Grundlagen sowie Vorschläge für die städtebauliche Gestaltung und geeignete Nutzungen generieren, um die politischen Entscheidungen und deren weitere Umsetzung im Abgeordnetenhaus, dem Senat und dem Bezirk vorzubereiten. Das Werkstattverfahren wurde ohne Ergebnis eingestellt, da sich die Akteure nicht auf eine gemeinsame Vorzugsvariante in Form eines städtebaulichen Rahmenplans als Grundlage für die zu treffenden politischen Entscheidungen verständigen konnten.

Aktueller Stand

Seit dem Werkstattverfahren wird zwischen dem Eigentümer, Bezirksverordneten und der Verwaltung ein Rahmenplan und städtebaulicher Rahmenvertrag erarbeitet. Im Mai 2016 wurde von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt ein Flächennutzungsplan-Änderungsverfahren für das gesamte Gelände eingeleitet.

Ansprechpartner

Für weitergehende Informationen steht Ihnen seitens des Stadtentwicklungsamtes des Bezirks Pankow, Fachbereich Stadtplanung, Herr Hans Gellert, zur Verfügung:
Tel.: (030) 90295-4276
Mail: hans.gellert@ba-pankow.berlin.de