Am 22. April 2026 wurde der Grundstein für die Holz-Compartmentschule (HOCOMP) in der Peenestraße 47 im Bezirk Treptow-Köpenick gelegt. Im Beisein des Senators für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen Christian Gaebler, dem Staatssekretär für Schulbau und Schuldigitalisierung
Dr. Torsten Kühne, dem Bezirksbürgermeister Oliver Igel, dem Bezirksstadtrat für Weiterbildung, Schule, Kultur und Sport Marco Brauchmann sowie der Architektin Prof. Nicole Berganski und des Architekten Andreas Krawczyk wurde die Zeitkapsel in die Bodenplatte eingelassen.
Das Typenbauprogramm der Holz-Compartmentschulen wird von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen umgesetzt. Es besteht aus drei Gebäudetypen: Grundschule, Integrierte Sekundarschule und Sporthalle. Derzeit entstehen berlinweit bis zu zehn Grund- und Oberschulen mit Sporthalle in Holzmodulbauweise. Am Standort Peenestraße wird ein dreizügiges Grundschulgebäude mit Sporthalle und Freianlagen für 432 Schülerinnen und Schüler errichtet. Die Gesamtkosten für den Neubau der Grundschule mit Sporthalle und Freianlagen liegen bei 50 Mio. Euro.
Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen:
„Die Berliner Schulbauoffensive ist eines der größten Investitionsprogramme Berlins. Seit zehn Jahren werden darüber Schulen saniert und zahlreiche neue Schulen mit einer modernen, pädagogisch und ökologisch zukunftsfähigen Lernumgebung gebaut. Die heutige Grundsteinlegung läutet den Baustart für die nächste Holz-Compartmentschule in Treptow-Köpenick ein, die zweite ihrer Art in diesem Bezirk. Dank der modularen Bauweise verkürzt sich die Bauzeit spürbar, sodass wir die dringend benötigten Schulplätze schnell und bedarfsgerecht zur Verfügung stellen können.“
Dr. Torsten Kühne, Staatssekretär für Schulbau und Schuldigitalisierung:
„Die Berliner Schulbauoffensive ist überall in der Stadt sichtbar – und auch im kinderreichen Ortsteil Altglienicke werden jetzt dringend benötigte Grundschulplätze geschaffen: Bereits zum Schuljahr 2027/28 werden hier in der Peenestraße rund 432 Schülerinnen und Schüler in einem modernen Schulgebäude mit flexiblen Raumkonzepten lernen, dafür legen wir heute den Grundstein für eine Holz-Compartmentschule. Unsere Schulneubauten stehen für zeitgemäße Qualität, sie ermöglichen vielfältige Lernformen, stärken die Ganztagsangebote und sorgen für ein gutes Lernklima. Was mich besonders freut: Auch in anderen Bundesländern registrieren wir ein wachsendes Interesse am Erfolgsmodell der Berliner Schulbauoffensive.“
Oliver Igel, Bezirksbürgermeister Treptow-Köpenick:
„Mit der Grundsteinlegung in der Peenestraße setzen wir ein starkes Zeichen für die Zukunft unseres Bezirks. Das Land Berlin investiert hier nicht nur in ein neues Schulgebäude, sondern vor allem in die Bildungschancen unserer Kinder und in die Lebensqualität in Altglienicke. Der wachsende Bedarf an Schulplätzen ist eine Herausforderung, der wir uns mit Nachdruck stellen – dieser Neubau ist ein wichtiger Baustein dafür.“
Marco Brauchmann, Bezirksstadtrat für Weiterbildung, Schule, Kultur und Sport:
„Die neue Grundschule in der Peenestraße wird moderne pädagogische Konzepte optimal unterstützen und ein zeitgemäßes Lernumfeld bieten. Mit klaren Raumstrukturen, einer eigenen Sporthalle und ausreichend Platz für gemeinsames Lernen schaffen wir hier beste Bedingungen für Schülerinnen und Schüler sowie das pädagogische Personal. Damit reagieren wir gezielt auf die steigenden Zahlen von Schülerinnen und Schülern in Altglienicke.“
Das Generalunternehmen Kaufmann Bausysteme fertigt die Raummodule in einer Produktionshalle in Berlin-Köpenick. Fenster, Sanitäranlagen, Haustechnik und Heizkörper werden ebenfalls im Werk vorinstalliert. Vor Ort werden die 195 vorgefertigten Raummodule nur noch montiert. Innerhalb von 4 Monaten steht der Rohbau. Von der Fertigstellung der Bodenplatte bis zur Übergabe des Schulgebäudes und der Sporthalle an den Bezirk werden lediglich 13 Monate benötigt.
Eine Besonderheit des Typenbauprogramms der Holz-Compartmentschule ist die hohe Anpassungsfähigkeit des Schulgebäudes an die Gegebenheiten vor Ort. Die drei Gebäudeflügel mit zentralem Treppenhaus können unterschiedlich ausgerichtet werden. Form und Ausmaße des Baukörpers sind variabel, es kann besser auf den städtebaulichen Kontext reagiert werden. Im Inneren sind die Räume in Compartments angeordnet, offene Lernbereiche mit Team- und Stammgruppenräumen, die modernste Lehr- und Lernbedingungen ermöglichen. In Absprache mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie wurden die Flächen der Compartments für diese Baureihe optimiert, um die Kosten zu senken und den pädagogischen Ansatz beizubehalten. Zudem ist Holz das prägende Gestaltungsmerkmal. Die Oberflächen sind robust, pflegeleicht und wirken sich positiv auf das Raumklima und die Lernumgebung aus.
Die Holz-Compartmentschulen werden mit dem BNB-„Silber“-Standard und mit dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) zertifiziert sowie im Energieeffizienzstandard EG 40 errichtet. Hierzu werden Photovoltaikanlagen und Gründächer auf den Schulgebäuden und Sporthallen errichtet. Zudem erhalten alle Gebäude eine hybride Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.