Informationen des Landes Berlin für Geflüchtete aus der Ukraine

Schulische Integration

Lehrerin mit Schüler

Jedes Jahr ziehen Familien mit Kindern nach Berlin, zum großen Teil ohne Deutschkenntnisse. Die schulische Förderung und Integration dieser Kinder und Jugendlichen stellt eine besondere Chance und Herausforderung dar.

In speziell eingerichteten Lerngruppen werden Kinder und Jugendliche unterrichtet, die in einer Regelklasse wegen fehlender Deutschkenntnisse nicht ausreichend gefördert werden können. Diese Lerngruppen dienen ausschließlich dem intensiven und systematischen Erwerb der deutschen Sprache als Unterrichtssprache und haben das Ziel, den Wechsel in eine Regelklasse zum frühesten möglichen Zeitpunkt vorzubereiten.

Leitfaden zur schulischen Integration

Der Leitfaden wendet sich an alle, die mit der Anmeldung, der Aufnahme und der Unterrichtung der Kinder und Jugendlichen zu tun haben, die während des Schuljahres zuziehen und in einen begonnenen Bildungsgang eintreten. Durch einen vergleichbaren Verfahrensablauf und koordiniertes Handeln in den Bezirken soll erreicht werden, alle neuen Schüler zügig aufzunehmen und zu fördern.

Der Leitfaden informiert über Fragen der Schulpflicht, der Zuordnung zu einer Regelklasse oder Lerngruppe und beschreibt die Verfahren der Aufnahme und des Schulbesuchs in Grundschulen und weiterführenden Schulen und wird über Ergänzungen und Erläuterungen aktualisiert.

Leitfaden zur Integration von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen

PDF-Dokument (832.0 kB) - Stand: 2018

Ferienschulen für Kinder und Jugendliche ohne Deutschkenntnisse

Ziel einer Ferienschule ist es, neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern eine erste Orientierung in der neuen Heimat zu geben und ihnen zusätzliche Unterstützung in der schulischen, sozialen und persönlichen Entwicklung anzubieten.

Förderung der deutschen Sprache
Neben einer intensiven Deutschförderung unterstützen die Ferienschulen die Teamfähigkeit mit Spaß am gemeinsamen und individuellen Lernen, vermitteln neue Lernstrategien und individuelle Erfolgserlebnisse und helfen den neu Zugewanderten, Berlin als Lebensort zu entdecken und Kontakte zu Freizeitstätten und Anlaufstellen zu knüpfen.

Der Einstieg in den Lernalltag und die Integration in die Schulgemeinschaft sollen somit erleichtert werden. Außerdem können Ferienschulen die Erziehungs- und Bildungspartnerschaften zwischen Eltern, Schule und Gesellschaft durch gemeinsame Aktivitäten und den Aufbau von gegenseitigem Vertrauen weiter stärken und unterstützen. Ferienschulen werden von Trägern der freien Jugendhilfe im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft durchgeführt.

Lerngruppen
Die Ferienschulen finden in zwölf Bezirken und mehreren Lerngruppen, die aus maximal 15 Kindern und Jugendlichen bestehen, statt. Die Anzahl der Lernwochen variiert je nach Ablaufplanung des jeweiligen Anbieters der Ferienschulen.

Die Teilnahme an einer Ferienschule ist für die Kinder und Jugendlichen freiwillig und kostenlos, setzt aber einen Besuch einer Willkommensklasse voraus.

Trägerin des Programms ist seit diesem Jahr die „Deutsche Kinder und Jugendstiftung“ (DKJS), die in Zusammenarbeit mit Trägern der freien Jugendhilfe und gemeinnützigen Vereinen das Ferienangebot organisiert und durchführt. Erfahrene Träger wie das Landesjugendwerk der AWO, die Albatros gGmbH, der Aufwind Kita Verbund (gGmbH), AspE e.V und andere Träger bieten in den Sommer- und Herbstferien die Ferienschulen an.

Ferienschule der beruflichen Bildung für Jugendliche ab 16 Jahren

Die Ferienschule unterstützt Sie in den Kernfächern (berufsbezogenes Deutsch, Mathematik, Englisch) sowie bei der Planung der beruflichen Zukunft durch eine individuelle Berufsberatung. Die Teilnahme an der Ferienschule ist ein freiwilliges und kostenfreies Angebot zum individuellen und gezielten Aufbau der berufsbezogenen Kompetenz. Schüler/-innen in allen Bildungsgängen der beruflichen Bildung können an dem Angebot teilnehmen, um zum Lernerfolg bei Schul- und Berufsabschlüssen beizutragen.

Schüler/-innen wird dadurch ermöglicht,

  • Lerninhalte und -techniken zu erwerben und zu trainieren,
  • Leistungen zu verbessern,
  • ihren Lerntyp zu erkennen und ihre Potentiale zu erschließen und
  • sich auf ihre beruflichen Ziele zu fokussieren.

Anmeldung und weitere Informationen

Klärungsstelle für berufliche Schulen

Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die keine oder nur geringe Deutschkenntnisse haben, bieten wir
  • die Vermittlung eines Schulplatzes in einer Willkommensklasse an beruflichen Schulen,
  • Beratung zum individuellen beruflichen Bildungsweg,
  • Vermittlung an weitere Beratungsstellen.

Telefonische Beratung dienstags von 9-12 Uhr und donnerstags von 15-18 Uhr. Bei weiteren Fragen ist eine Terminvergabe vor Ort zu den angegebenen Zeiten möglich. Sie erreichen uns auch per E-Mail.

Bitte senden Sie uns
  • den Anmeldeantrag,
  • eine Kopie des Ausweises sowie
  • eine Kopie der Meldebescheinigung per E-Mail.

Infobrief zur Klärungsstelle

de

PDF-Dokument (205.5 kB) - Stand: 21. September 2021

ЦЕНТР ІНФОРМУВАННЯ ПРО НАВЧАННЯ В ПРОФЕСІЙНИХ УЧИЛИЩАХ

uk

PDF-Dokument (231.4 kB) - Stand: 9. März 2022

Vocational Counselling Office

en

PDF-Dokument (194.9 kB) - Stand: 21. September 2021

Centre de clarification des écoles professionnelles

fr

PDF-Dokument (208.8 kB) - Stand: 21. September 2021

Meslek okullari netleştirme noktasi

tr

PDF-Dokument (189.0 kB) - Stand: 21. September 2021

Infobrief Klärungsstelle AR

ar

PDF-Dokument (392.1 kB) - Stand: 21. September 2021

Veröffentlichung der Wiko-Studie „Evaluation der Willkommensklassen“

erstellt vom DIPF I Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Der erhebliche Zuzug von Familien mit schulpflichtigen Kindern ohne Deutschkenntnisse ab dem Herbst 2015 erforderte den raschen Ausbau der Lernangebote für diese Zielgruppe. Innerhalb kürzester Zeit wurden an zahlreichen Schulen neue Lerngruppen für neuzugewanderte Kinder und Jugendliche ohne Deutschkenntnisse, die sogenannten Willkommensklassen, die auf den Unterricht im regulären Schulbetrieb vorbereiten, eingerichtet. Um einen Überblick in die schulische Integration neuzugewanderter Kinder und Jugendlicher zu erhalten und die Beschulung in den Willkommensklassen wissenschaftlich zu evaluieren, wurde die jetzt vorliegende WiKo-Studie von der Berliner Senatsverwaltung in Auftrag gegeben.

Die Ergebnisse zeigen, dass das primäre Ziel der Sprachförderung und Sprachentwicklung überwiegend erfolgreich umgesetzt wird. Die Willkommensklassen stoßen auf breite Akzeptanz bei Schulleitungen und Lehrkräften. Die Studie gibt differenziert Auskunft über die Ausstattung mit Personal und Sachmitteln, die Ausgestaltung der schulischen Arbeit und die Überprüfung von Lernerfolgen. Die überaus deutliche Heterogenität der Schülerinnen und Schüler in Willkommensklassen erweist sich als eine der größten Herausforderungen für den Unterricht.

Ausführliche Informationen entnehmen Sie bitte der WiKo-Studie sowie der Zusammenfassung zentraler Befunde aus der WiKo-Studie.

Wiko-Studie

Evaluation der Willkommensklassen in Berlin. Abschlussbericht

PDF-Dokument (2.8 MB) - Stand: November 2020

WiKo-Studie

Zusammenfassung zentraler Befunde aus der wissenschaftlichen Evaluation der Berliner Willkommensklassen

PDF-Dokument (393.0 kB) - Stand: September 2020

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