Vordienstzeiten

Vordienstzeiten

Eine Gruppe von Menschen in unterschiedlichen Berufsbekleidungen
Bild: Kurhan / fotolia.com

Es empfiehlt sich, gleich nach der Verbeamtung die für die Vordienstzeiten erforderlichen Nachweise (z.B. Studien- und Arbeitsbescheinigungen mit Angabe des zeitlichen Umfangs) zur Personalakte nehmen zu lassen.

Oftmals ist es problematisch nach vielen Jahren die erforderlichen Unterlagen zusammenzustellen. Eine Berücksichtigung ist nur bei lückenlosem Nachweis möglich.

Spätestens wenn Sie eine Versorgungsauskunft wünschen oder in Pension gehen, müssen alle Unterlagen vollständig in Ihrer Personalakte vorhanden sein.

Um Ihre Vordienstzeiten anerkennen zu lassen, führt Ihr Weg über Ihre Personalstelle, denn ohne vorliegende Personalakte kann Ihr Antrag nicht bearbeitet werden.

Verfahren

Schicken Sie einen Antrag auf Anerkennung Ihrer Vordienstzeiten zusammen mit der Einverständniserklärung für die Übersendung Ihrer Personalakte über Ihre personalaktenführende Stelle an das Landesverwaltungsamt Berlin – Vordienstzeitenstelle -.

Sollten Sie bereits vor dem jetzigen Beamtenverhältnis im Öffentlichen Dienst gearbeitet haben, bevollmächtigen Sie bitte Ihre Personalstelle auch zur Übersendung dieser Personalakten.

Als Beamtin/-er des Landes Berlin erhalten Sie unter anderem einen Bescheid über die Anerkennung Ihrer Vordienstzeiten, sofern

  • ein Auskunftsersuchen des Familiengerichts im Scheidungsverfahren oder
  • ein Auskunftsersuchen des Versicherungsträgers bei Rentenanwartschaften vorliegt,
  • dieser im Rahmen einer Versorgungsauskunft notwendig ist, bzw.
  • der Ruhestand bevorsteht.

Nach Prüfung aller berücksichtigungsfähigen Zeiten erhalten Sie von uns einen rechtsmittelfähigen Bescheid, der Ihnen über Ihre personalaktenführende Stelle zugestellt wird. Eine Durchschrift unseres Bescheides verbleibt in Ihrer Personalakte.

Bei Eintritt in den Ruhestand wird der Vordienstzeitenbescheid überprüft und der zu diesem Zeitpunkt geltenden Rechtslage angepasst.

Die wichtigsten Vordienstzeiten auf einen Blick

Als ruhegehaltfähig können auch Zeiten berücksichtigt werden, in denen ein/-e Beamter/-in nach Vollendung des 17. Lebensjahres vor der Berufung in das Beamtenverhältnis Tätigkeiten ausgeführt hat, welche zur späteren Ernennung in das Beamtenverhältnis dienlich waren.

Ausbildungszeiten
Ausbildungszeiten (z.B. Fachschul- oder Hochschulausbildung) und Zeiten einer praktischen hauptberuflichen Tätigkeit können, soweit sie für die Übernahme in das Beamtenverhältnis vorgeschrieben sind, im Rahmen der jeweiligen Mindestzeiten als ruhegehaltfähig anerkannt werden.

Die Zeit einer Fachschul- oder Hochschulausbildung einschließlich der Prüfungszeit kann mit bis zu 3 Jahren berücksichtigt werden.

Weitere Informationen zur Anerkennung von Ausbildungszeiten erhalten Sie auf unserer Seite Häufig gestellte Fragen zur Beamtenversorgung.

Zeiten im privatrechtlichen Arbeitsverhältnis im öffentlichen Dienst
Hauptberufliche Tätigkeiten, die vor Berufung in das Beamtenverhältnis in einem privatrechtlichen Arbeitsverhältnis im öffentlichen Dienst zurückgelegt wurden und zur späteren Ernennung geführt haben, sind anrechenbar bzw. ruhegehaltfähig.

Sonstige Zeiten (z.B. Tätigkeiten außerhalb des öffentlichen Dienstes)
Zeiten einer hauptberuflichen Tätigkeit können als ruhegehaltfähig berücksichtigt werden, sofern ein innerer Zusammenhang mit dem im Beamtenverhältnis zuerst übertragenen Aufgaben besteht und alle Voraussetzungen erfüllt sind.

Welche Tätigkeiten das sind erfahren Sie auf unserer Seite Häufig gestellte Fragen zur Beamtenversorgung.

Wehr- und Zivildienstzeiten gelten als ruhegehaltfähig. Eine gesonderte Anerkennung als Vordienstzeit erfolgt nicht. Sofern die erforderlichen Nachweise in der Personalakte vorhanden sind, werden diese Zeiten automatisch berücksichtigt.