«Parlament der Bäume» unter Denkmalschutz

«Parlament der Bäume» unter Denkmalschutz

Nach jahrelangen Bemühungen ist das Mauer-Mahnmal «Parlament der Bäume» in der Nähe des Reichstags unter Denkmalschutz gestellt worden.

«Parlament der Bäume»

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Alte Mauerreste stehen auf dem Areal des Mahnmals «Parlament der Bäume».

Das teilte die Berliner Kulturverwaltung am Montag, den 06. November 2017 mit. Die Erinnerungsstätte für die Mauertoten in Berlin war 1990 auf Initiative des Aktionskünstlers Ben Wagin auf dem ehemaligen Grenzstreifen entstanden.

Letzter Mauerrest im Regierungsviertel

Dort steht der einzige noch verbliebene Mauerrest des Regierungsviertels. Unter Bäumen sind auf Granitplatten die Namen von 258 Opfern des DDR-Grenzregimes eingraviert. Ein Teil der Anlage war Ende der 1990er Jahre in das für den Bundestag gebaute Marie-Elisabeth-Lüders-Haus integriert worden.

Gelände war Reservefläche für Bundesbauten

«Es ist gut, dass dieser Ort nun unter Denkmalschutz steht», erklärte der Berliner Kultursenator Klaus Lederer (Linke) am Montag. Ben Wagin sei es gelungen, einen ungewöhnlichen Gedenkort von großer Authentizität und Symbolkraft zu schaffen.
Der Fortbestand der Anlage galt ab 2018 als nicht gesichert, weil das Grundstück am Schiffbauerdamm eine Reservefläche für Bundesbauten ist. Nach einigen vergeblichen Versuchen hatten zuletzt die Grünen einen neuen Anlauf gemacht, das Denkmal dauerhaft zu sichern.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 6. November 2017