Blick in den Norden

Breitscheidplatz

Breitscheidplatz (City West)

Der Breitscheidplatz liegt in Charlottenburg und bildet mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche das historische und städtebauliche Zentrum der City West. Die erhaltene Turmruine erinnert an die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs. Zugleich prägen moderne Hochhäuser wie das Upper West und das Waldorf Astoria Berlin das heutige Stadtbild.
Die Entwicklung der City West folgt übergeordneten Leitlinien, die der Berliner Senat beschlossen und kontinuierlich fortgeschrieben hat. Im Mittelpunkt steht dabei die Stärkung des Einzelhandels als zentrale Funktion des Gebiets, ergänzt durch die gezielte Förderung von Kultur, Freizeit und Tourismus. Darüber hinaus soll die City West als Arbeits- und Wohnstandort weiter profiliert und die Qualität des öffentlichen Raums nachhaltig verbessert werden.
Konkrete Planungen zeigen sich insbesondere im Umfeld des Hardenbergplatzes und der Hertzallee, wo neue Hochhäuser und verdichtete Nutzungsstrukturen entstehen sollen. Auch im Bereich Kurfürstendamm/Rankestraße wird eine umfassende städtebauliche Neuordnung angestrebt, die Wohnen, Gewerbe und öffentliche Nutzungen miteinander verbindet. Insgesamt entwickelt sich die City West so zu einem vielseitigen, zukunftsorientierten Stadtraum, der Tradition und Moderne miteinander verknüpft.

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Märkisches Viertel

Märkisches Viertel

Das Märkische Viertel, eines der größten Neubauviertel Deutschlands, entstand zwischen 1963 und 1974 in Reinickendorf, um auf der begrenzten Fläche West-Berlins Wohnraum zu schaffen. Unter der Gesamtleitung von Werner Düttmann, Hans Christian Müller und Georg Heinrichs realisierten 20 Architektenteams eine Großwohnsiedlung mit rund 17.000 Wohnungen für etwa 45.000 Menschen. Hochhäuser, Einkaufs- und Dienstleistungszentren sowie großzügige Grünflächen prägen das Viertel.
In den Anfangsjahren litt das Märkische Viertel unter fehlender Infrastruktur und mangelhafter Verkehrsanbindung. Erst mit der Eröffnung der U-Bahn-Station am S-Bahnhof Wittenau im Jahr 1994 wurde die direkte Verbindung zur Berliner City hergestellt. Gleichzeitig entstanden soziale und kulturelle Angebote: Das Fontane-Haus entwickelte sich seit 1976 zu einem wichtigen Kulturzentrum. Daneben sind Sport- und Freizeitanlagen sowie das Hallenbad beliebte Treffpunkte. 2022 wurde das Märkische Zentrum mit Panoramaplatz, Einkaufs- und Gastronomieangeboten erweitert.
Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU verwaltet hier rund 15.000 Wohnungen und modernisierte zwischen 2008 und 2015 das Märkische Viertel zur Niedrigenergiesiedlung. Mit einer Investition von 560 Millionen Euro wurden 13.500 Wohnungen nahezu warmmietenneutral für die Bewohnerinnen und Bewohner saniert. Heute dient das Märkische Viertel als lebendige, mieterfreundliche, inklusive und energieeffiziente Großsiedlung als weltweites Vorbild.

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Schumacher Quartier

NSQ Schumacher Quartier

Auf dem ehemaligen Flughafengelände Tegel im gleichnamigen Ortsteil entsteht auf rund 48 Hektar für mehr als 10.000 Menschen das Schumacher Quartier. Das Neue Stadtquartier ist Teil des Innovationsparks Urban Tech Republic. Die Urban Tech Republic soll als Ökosystem und Innovationsort eine Heimat für die nächste Generation von Innovatorinnen und Innovatoren werden. Sechs Themen stehen dabei im Mittelpunkt: Mobilität, Energie, Werkstoffe, Informations- und Kommunikationstechnologie, Recycling und Wasser.
Geplant sind im Schumacher Quartier über 5.000 Wohnungen in unterschiedlichen Typologien: Knapp die Hälfte besteht aus kommunalem Geschosswohnungsbau, ca. 40 Prozent aus alternativen Modellen wie Baugruppen, Genossenschaften und Mehrgenerationenwohnen sowie ca. zehn Prozent aus studentischem Wohnen. Die kommunalen Wohnungen sind zu 50 Prozent mietpreisgebunden.
Zeitgleich mit den ersten Wohngebäuden entsteht ein Bildungscampus mit zwei Schulen sowie Sport- und Jugendeinrichtungen, dazu kommen sechs Kindertagesstätten.
Ein zweistufiger landschaftsplanerischer Wettbewerb sichert die Gestaltung naturnaher Freiräume: Grünflächen und ein Landschaftspark verbinden das Quartier mit der Tegeler Stadtheide und dem Tegeler See. Neben der Förderung von Biodiversität setzt das Schumacher Quartier auf Holzbau, Regenwassermanagement und ein lokales Niedrigenergie-Wärmenetz.
Verkehrlich wird das Quartier autoarm und stellplatzreduziert gestaltet: Fuß-, Rad- und ÖPNV-Anbindung werden optimiert, und die neue Meteorstraße ersetzt ein Teilstück der Stadtautobahn A 111.
Mit diesem Mix aus bezahlbarem Wohnraum, Bildung, Grünflächen und Innovation entsteht ein urbanes, nachhaltiges und vielfältiges Stadtviertel, das Tegel langfristig neu prägt.

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Siemensstadt Square

NSQ Siemensstadt Square

Im Berliner Nordwesten, zwischen dem ehemaligen Flughafen Tegel und der Altstadt Spandau, entsteht mit der Siemensstadt Square ein Neues Stadtquartier, das Wohnen, Arbeiten und Forschung miteinander verbindet. Auf dem historischen Industriestandort von Siemens wird ein bislang abgeschirmtes Werksgelände schrittweise geöffnet und in ein urbanes, gemischt genutztes Quartier überführt.
Geplant sind rund 3.750 Wohnungen, davon etwa 30 Prozent mietpreisgebunden, ergänzt durch Büroarbeitsplätze, Forschungseinrichtungen und – auch weiterhin – Produktionsflächen. Hinzu kommt eine gute soziale Infrastruktur, bestehend aus einer Grundschule mit etwa 580 Plätzen, Kindertagesstätten für rund 300 Kinder, einer Bibliothek, Jugend- und Senioreneinrichtungen sowie Angeboten der Nahversorgung. Neue Grün- und Freiräume gliedern das Quartier und schaffen eine hohe Aufenthaltsqualität.
Städtebaulich wird ein „Quartier der kurzen Wege“ angestrebt. Die Anbindung erfolgt über die Nonnendammallee sowie die U-Bahn-Linie U7; zusätzlich ist die Reaktivierung der Siemens-bahn geplant, die künftig eine direkte Verbindung zum Hauptbahnhof und zum Flughafen BER ermöglichen soll. Auch das Radwegenetz wird ausgebaut.
Das Quartier setzt auch in den Bereichen Energie, Wasser und Material auf ökologische Lösungen, mit dem Ziel, CO2-neutral zu sein. So entsteht in direkter Nachbarschaft zu Projekten wie der Urban Tech Republic ein moderner Ort, der industrielle Geschichte mit zukunftsorientierter Stadtentwicklung verbindet.

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Neues Gartenfeld

NSQ Neues Gartenfeld

Im Ortsteil Siemensstadt in Spandau wächst auf der Insel Gartenfeld ein Neues Stadtquartier. Das bislang industriell geprägte Areal ist umgeben vom Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal und zählt zu den größten innerstädtischen Entwicklungsflächen Berlins. Das Neue Gartenfeld hat Modellcharakter in Sachen Lebensqualität, Ökologie und Nachhaltigkeit.

Zur besseren Erschließung der Fläche entsteht ein zentraler Boulevard, der sich an der denkmalgeschützten Belgien-Halle orientiert. Entlang des Boulevards entwickelt die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Gewobag zusammen mit privaten und genossenschaftlichen Partnern auf fast 60 Hektar ein neues Stadtquartier für bis zu 10.000 Menschen. Hier entstehen ca. 3.700 überwiegend barrierefreie Wohnungen, drei Kitas für über 300 Kinder, ein Schulcampus für mehr als 1.300 Schülerinnen und Schüler, ca. 600 Gewerbeeinheiten sowie Flächen für Einzelhandel, Freizeit und Kultur. Die Gewobag baut insgesamt 1.500 Wohnungen, wovon 90 Prozent gefördert sind. Die ersten Wohnungen auf der Insel Gartenfeld wurden Anfang 2026 bezogen. Auch Freizeit- und Grünflächen sind Bestandteil des Konzepts und vernetzen das Quartier eng mit seiner wasserreichen Umgebung.

Das Neue Stadtquartier setzt außerdem auf Verkehrsberuhigung mit einem breiten Angebot an Alternativen zum Auto. Es wird voraussichtlich ab 2029 wieder ans S-Bahn-Netz angeschlossen sein und im Quartier selbst ist alles fußläufig erreichbar. Außerdem wird die Insel in das Radwegenetz von Berlin eingebunden. Im Neuen Gartenfeld werden mehrere Tausend Fahrradstellplätze geschaffen. Sogenannte Mobility-Hubs bieten außerdem Mobilitätsangebote jenseits des eigenen Pkw: verschiedene Leihfahrzeuge sowie E-Ladeplätze.

Die Insel Gartenfeld gehört zum Wasserschutzgebiet Tegel, daher ist der Umgang mit Regenwasser hier besonders wichtig und aufgrund des Klimawandels auch besonders herausfordernd: Einerseits fallen Niederschläge in kurzer Zeit in großen Mengen, andererseits gilt es, mit jedem Liter Wasser sorgsam umzugehen und ihn zu nutzen. Dazu wird das Regenwasser in verschiedenen Anlagen zurückgehalten, aufbereitet und vor Ort genutzt.

Die Erhaltung der Stadtnatur mit ihrer erstaunlichen Artenvielfalt durchzieht den gesamten Prozess der Planung des Neuen Stadtquartiers. Auf dem gesamten Areal sorgen wir für eine verträgliche Einpassung der verkehrlichen und baulichen Maßnahmen, u.a. durch extra angelegte und geschützte Biotopflächen.

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Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

Verkehrsanbindungen