Informationen des Landes Berlin für Geflüchtete aus der Ukraine

Schulplatzvergabe im Übergang zur weiterführenden Schule

Schüler weiterführende Schule

Auch bei den diesjährigen Oberschulanmeldungen haben die meisten Schülerinnen und Schüler den gewünschten Schulplatz erhalten. Genau 23.651 Siebtklässlerinnen und Siebtklässler haben in diesem Jahr einen Platz an einer ihrer Wunschschulen erhalten. Dies sind rund 90 Prozent, die gemäß ihrer Erst-, Zweit- und Drittwunschangabe für eine weiterführende Schule einen Schulplatz erhalten.

Weshalb wurde mein Kind an keiner der drei Wunschschulen aufgenommen?

An der von den Eltern vermerkten Erstwunschschule wird das Verfahren zum Übergang durchgeführt. Bei Übernachfrage entscheiden die Schulen zunächst im Einvernehmen mit dem bezirklichen Schulamt über die Härtefälle (bis zu 10 %), führen danach das Auswahlverfahren nach Kriterien (mind. 60 %) und zum Schluss das Losverfahren (30 %) durch; Geschwisterkinder werden im Rahmen freibleibender Härtefallplätze sowie vorrangig im Losverfahren berücksichtigt.

Erhält das Kind an der Erstwunschschule keinen Platz, wird anschließend an der Zweitwunschschule geprüft, ob nach dem Verfahren dort zu den Erstwünschen noch freie Plätze vorhanden sind. Wenn ja – Aufnahme nach Kriterien an der Zweitwunschschule. Wenn nein – Prüfung an der Drittwunschschule.

Sollte an keiner der drei gewünschten Schulen nach Prüfung eine Aufnahme möglich sein, wird gesamtstädtisch, also berlinweit, geprüft. Das Schulamt macht dann einen Vorschlag. Parallel dazu haben Eltern weiterhin die Möglichkeit, eine Schulplatz zu suchen. Weisen die Eltern keinen Schulplatz nach, erfolgt die Zuweisung dann an einer weiterführenden Berliner Schule in der Regel entsprechend der Förderprognose der Grundschule.

Weshalb hat mein Kind keinen Platz an einer weiterführenden Schule im Bezirk bekommen?

Schulplätze für weiterführende Schulen stehen grundsätzlich berlinweit zur Verfügung. Nach dem abgeschlossenen Erstwunschverfahren haben bei der weiteren Schulplatzvergabe Kinder aus dem Bezirk, in dem sich die Schule befindet, zwar einen Aufnahmevorrang, wenn aber nicht ausreichend viele Schulplätze vorhanden sind, kann der Besuch einer Schule in einem anderen Bezirk notwendig sein.

Kann ich für mein Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf auch eine Schule mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt als Wunsch angeben?

Dies ist auf dem Anmeldebogen nicht möglich. Das Auswahlverfahren beschränkt sich bisher auf den Übergang an öffentliche Integrierte Sekundarschulen (ISS), Gemeinschaftsschulen und Gymnasien. Nur diese Schulwünsche werden im Verfahren berücksichtigt.

Ist der Wechsel von der inklusiven Beschulung an eine Schule mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt in die Jahrgangsstufe 7 gewünscht, so erfolgt dazu die Anmeldung an der Schule selbst, unabhängig vom Übergangsverfahren. Bitte setzen sich Sie dazu mit der Schule oder dem Schulamt in Verbindung.

Auch wenn sie eine Schule mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt wünschen, sollten Sie Ihr Kind für den Fall, dass eine Aufnahme an dieser Schule nicht möglich ist, an einer allgemeinen Schule (ISS, Gemeinschaftsschule, Gymnasium) anmelden, damit es in das Verfahren einbezogen werden kann.

Sofern Sie für Ihr Kind eine Aufnahmezusage für die Schule mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt erhalten, informieren Sie darüber bitte die Schulaufsicht.

Kann mein Kind auch an eine Privatschule wechseln?

Ja. Aber in diesem Fall erfolgt die Anmeldung nicht im Rahmen des Übergangsverfahrens, das nur für öffentliche Schulen gilt (ISS, Gemeinschaftsschule, Gymnasium), sondern direkt an der jeweiligen Privatschule.

Sollten Sie Ihr Kind parallel an öffentlichen und privaten Schulen angemeldet haben und eine Aufnahmezusage für die Privatschule erhalten, informieren Sie darüber bitte das Schulamt. Der von Ihrem Kind dort nicht mehr benötigte Platz kann dann an ein anderes Kind vergeben werden.

Wer entscheidet über die Aufnahme an einer Schule?

Da es immer wieder zu Missverständnissen kommt, weisen wir darauf hin, dass in Berlin unterschiedliche Zuständigkeiten im Bereich “Schule” zwischen dem bezirklichen Schulamt und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie bestehen.

In Berlin sind die Bezirke als “Schulträger” für die “äußeren” Schulangelegenheiten der öffentlichen Grundschulen, der weiterführenden Schulen sowie der Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt verantwortlich. Dies beinhaltet auch die Einrichtung von Schulplätzen sowie die Entscheidung zu deren Vergabe.

Die regionale Schulaufsicht der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in den Bezirken ist für alle “inneren” schulischen Angelegenheiten zuständig, insbesondere auch für das pädagogische Personal, und berät bei Fragen zum Bildungsweg, einem geplanten Schulwechsel oder einem sonderpädagogischen Förderbedarf. Ebenfalls ist sie Ansprechpartnerin bei Problemen, die sich nicht in der Schule klären lassen, wie beispielsweise Beschwerden zu Schulnoten oder Zeugnissen.

Über die Aufnahme in die Jahrgangsstufe 7 entscheidet das für die aufnehmende Schule zuständige Bezirksamt (Schulamt des Bezirkes), nicht die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Ausnahmen stellen die zentral durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie verwalteten Schulen dar (z. B. Schulfarm Insel Scharfenberg) und teilweise die Aufnahmeentscheidungen bei Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

Wo kann ich nachfragen?

Was ist ein Härtefall?

Ein Härtefall liegt dann vor, wenn der Besuch einer anderen Schule als der Wunschschule unzumutbar wäre und ist immer eine Einzelfallentscheidung. Dies ist in der Regel bereits bei der Anmeldung an der weiterführenden Schule durch die Erziehungsberechtigten anzuzeigen.

Geschwisterkinder gelten zwar nicht als zu berücksichtigender Härtefall, werden aber in dem zur Verfügung stehenden Kontingent für diese berücksichtigt.

Wie lang darf der Schulweg sein?

Für die Schulweglänge zu weiterführenden Schulen gibt es keine pauschale rechtliche Bestimmung.