Informationen zum Coronavirus

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hat eine Hotline geschaltet, unter der Sie sich beraten lassen können. Besetzt ist die Hotline durch Fachleute des Landesamtes für Gesundheit und Soziales, der bezirklichen Gesundheitsämter und der Charité unter Federführung der Senatsverwaltung für Gesundheit.

Die Hotline ist täglich von 8:00 – 20:00 Uhr
unter (030) 9028-2828 zu erreichen.

Die Hotline dient der telefonischen Klärung, ob jemand als Abklärungsfall zu betrachten ist. Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung empfiehlt, dass Sie eine Abklärung vornehmen lassen sollten, wenn

  • Sie innerhalb der letzten 14 Tage im Risikogebiet gewesen sind
  • Sie Kontakt zu einer Person im Risikogebiet hatten
  • Sie Kontakt zu einem bestätigten Fall hatten

Dies gilt selbstverständlich auch für Kita-Kinder und Schülerinnen und Schüler sowie für alle Beschäftigten an Schulen und Kitas. Sollte es Verdachtsmomente geben, wird eine ärztliche Klärung empfohlen.

Abklärungsfälle

Personen, die aus Risikogebieten zurückkommen und Symptome haben, sollen sich bei ihrem Gesundheitsamt melden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dann eine Abklärung mittels Abstrich und Laboruntersuchung erfolgt und eine häusliche Isolierung angeordnet wird.

Als begründete Verdachtsfälle können nur Personen mit Atemwegssymptomatik betrachtet werden, die sich in den letzten 14 Tagen entweder im Risikogebiet (Definition des Robert-Koch-Instituts) aufgehalten haben oder engeren Kontakt zu einem bestätigten Fall hatten.

Definition Kontaktperson

Kontaktpersonen sind Personen mit kumulativ mindestens 15-minütigem Gesichts- („face-to-face“) Kontakt, z.B. im Rahmen eines Gesprächs. Dazu gehören z.B. Personen aus Lebensgemeinschaften im selben Haushalt und Personen mit direktem Kontakt zu Sekreten oder Körperflüssigkeiten, wie z.B. Küssen, Anhusten, Anniesen.

Meldepflicht der Schule/Kita

Die Schulleiterinnen und Schulleiter, die Leitungen der Kindertagesstätten und weiterer Einrichtungen, in denen Kinder und Jugendliche betreut werden, sind verpflichtet, den Verdacht einer Erkrankung unverzüglich dem Gesundheitsamt zu melden, es sei denn, es wurde bereits ein Arzt hinzugezogen.

  • Die Meldung hat nur zu erfolgen, wenn der Verdacht sowohl durch das klinische Bild als auch durch einen wahrscheinlichen epidemiologischen Zusammenhang begründet ist. Die vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Empfehlungen sind hierbei zu berücksichtigen.
  • Der Zutritt zu der Einrichtung soll allen Personen, bei denen der Verdacht einer Erkrankung besteht, durch die Einrichtungsleitung untersagt werden.

Bestätigung Verdachtsfall

Sollte es zu einem bestätigten Verdachtsfalls kommen, ist es notwendig, dass die Schulleitung/Kitaleitung umgehend
  • das zuständige Gesundheitsamt,
  • die Schulaufsicht/Kitaaufsicht und
  • die Pressestelle der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie informiert.

Information zu Schülerfahrten

Wer entscheidet über die Durchführung oder eine vorzeitige Beendigung von Schülerfahrten?

Entscheidungsleitend sollten dabei die ausführlichen Informationen des Robert-Koch-Institutes sowie Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts sein.

Schülerfahrten in Gebiete, für die eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes vorliegt, dürfen nicht angetreten werden. Über die Durchführung von Schülerfahrten in andere Gebiete entscheiden die Schulen in eigener Zuständigkeit. Die Entscheidung über die Absage oder den Abbruch einer Schülerfahrt ist Aufgabe der Schulleiterin oder des Schulleiters in Absprache mit den Lehrkräften, die die Klasse begleiten.

Wir empfehlen, dass sich die Schulen mit Hilfe der fortlaufend aktualisierten Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes sowie auf der Internetseite des Robert-Koch-Institutes (RKI) informieren.

Rückkehrende von Schülerfahrten

Für alle Rückkehrende aus betroffenen Risikogebieten/Regionen empfiehlt die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie – angelehnt an die Empfehlungen der Senatsverwaltung für Gesundheitinnerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr grundsätzlich folgende Präventionsmaßnahmen:

  • zweimal pro Tag die Körpertemperatur zu kontrollieren,
  • regelmäßiges und häufiges sowie anlassbezogenes Händewaschen mit Wasser und Seife für 20 Sekunden,
  • die Vermeidung möglichst jeglichen Kontaktes mit potentiell für Infektionskrankheiten anfälligen Personen (Schwangere, chronisch Kranke, ältere Menschen),
  • sich möglichst von Orten fernzuhalten, an denen sich potentiell für Infektionskrankheiten anfällige Personen aufhalten (Krankenhäuser, Entbindungsstationen, Altersheime usw.),
  • die Vermeidung nicht unbedingt notwendiger Ausflüge/Unternehmungen mit Menschenansammlungen (Restaurant-, Kino-, Konzertbesuche),
  • Einhaltung der Husten- und Niesetikette (Niesen in die Armbeuge, Husten in Taschentücher und umgehend entsorgen und Hände mit Seife waschen),
  • auf Symptome einer Atemwegsinfektion zu achten (Husten, Atembeschwerden) und im Zweifel den Hausarzt zu konsultieren,
  • auf Händeschütteln zu verzichten.

Diese Grundsätze gelten ebenfalls für alle Personen, die mit potentiell Betroffenen Kontakt hatten.

Für Erwachsene, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten haben und keine Krankheitssymptome aufweisen, ist ein Ausschluss von der Arbeit bzw. vom Dienst nicht geboten.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landes Berlin werden jedoch verpflichtet, nach der Rückkehr umgehend ihre Vorgesetzten zu informieren. Den anderen Dienstherrn und Arbeitgebern wird empfohlen, ebenso zu verfahren.

Bei Auftreten von Krankheitssymptomen sollten die Betroffenen zuhause bleiben und sich telefonisch mit dem Hausarzt oder kassenärztlichen Bereitschaftsdienst in Verbindung setzen

Aktuelle Informationen zum Coronavirus und zum Infektionsschutz