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Waldsiedlung Zehlendorf auf dem Weg zur UNESCO-Welterbestätte Erweiterung der „Siedlungen der Berliner Moderne“
Hintergrundinformationen zum Berliner Welterbe
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Die Siedlungen der Berliner Moderne
Im Jahr 2008 wurde Berlin als eine Metropole der Moderne in den 1920er Jahren auf den Gebieten der Architektur, der Freiraumplanung und des Städtebaus durch die Ernennung der sechs „Siedlungen der Berliner Moderne“ zum Welterbe ausgezeichnet.
Die „Siedlungen der Berliner Moderne“ umfassen derzeit- die Gartenstadt Falkenberg,
- die Siedlung Schillerpark,
- die Großsiedlung Britz,
- die Wohnstadt Carl Legien,
- die Weiße Stadt
- und die Großsiedlung Siemensstadt.
Weitere Informationen zu den Siedlungen der Berliner Moderne finden Sie hier.
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Baugeschichtlicher Hintergrund
Nach dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) herrschte in Deutschland ein enormer Wohnungsmangel. Berlin war als aufstrebende und expandierende Industriemetropole mit einer rasch wachsenden Bevölkerung am stärksten von der Wohnungsnot mit einem Defizit von mindestens 130.000 Wohnungen betroffen. Die einkommensschwache oder arbeitssuchende Bevölkerung fand lediglich in den „Mietskasernen“ eine Unterkunft. Dort herrschten schlechte und unhygienische Wohnverhältnisse.
Die Gründung der Weimarer Republik im Jahr 1919 markierte einen wichtigen Wendepunkt in der Berliner Stadtentwicklung. Demokratische Reformen und neue Wahlgesetze ermöglichten eine stärker sozial ausgerichtete Stadtplanung. Ausschlaggebend für den letztendlichen Erfolg und den enormen Anstieg der Bautätigkeit ab dem Jahr 1924 waren drei Entwicklungen: erstens die Etablierung gemeinnütziger Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften, zweitens die Einführung einer Hauszinssteuer und drittens die Reform der Bauvorschriften. An Stelle der Mietskasernen traten mit den „Siedlungen der Berliner Moderne“ bezahlbare Wohnungen mit Küchen, Bädern und Balkonen ohne Hin¬terhöfe und Seitenflügel, dafür mit Licht, Luft und Sonne. Darin lag ein gesellschaftliches und soziales Versprechen: Gutes Wohnen sollte nicht wenigen vorbehalten bleiben, sondern breiten Bevölkerungsschichten offenstehen.
Die „Siedlungen der Berliner Moderne“ sind ein außergewöhnlicher Ausdruck einer breit angelegten Wohnungsbaureform, die einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen in Berlin geleistet hat. Ihre städtebauliche, architektonische und gartengestalterische Qualität sowie in dieser Zeit entwickelte Wohnstandards dienten in der Folge als Leitlinie für den sozialen Wohnungsbau inner- und außerhalb Deutschlands. Die führenden Architekten der Moderne, die an der Planung und am Bau der Siedlungen beteiligt waren, ließen neue gestalterische Lösungen sowie technische und ästhetische Innovationen darin einfließen. -
Welterbe in Berlin
Das UNESCO-Welterbekomitee, bestehend aus 21 gewählten Vertragsstaaten, entscheidet jährlich über die Aufnahme neuer Kultur- und Naturstätten in die Welterbeliste und befasst sich mit dem Erhaltungszustand bereits eingetragener Stätten sowie strategischer Ausrichtungen. Aktuell (Stand Juni 2026) umfasst die Liste 1.248 Stätten in 170 Ländern, davon 55 in Deutschland.
Allein drei von Ihnen sind in Berlin verortet. Bereits kurz nach der Wiedervereinigung wurden die „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“ in die Welterbeliste aufgenommen. Als Berlin-Brandenburger Welterbestätte umfasst sie auf über 2.000 Hektar Schlösser wie das Schloss Sanssouci, das Neue Palais oder das Schloss Glienicke und weitere herausragende Gebäudeensemble sowie eine einzigartige Gartenlandschaft.
Im Jahr 1999 stimmte die UNESCO der Aufnahme der „Museumsinsel“ in die Welterbeliste zu. Damit würdigte das Komitee die geschichtliche, aber auch städtebauliche Qualität eines einzigartigen Ensembles von Baudenkmalen, das die Entwicklung der Museumsarchitektur und des Bildungsgedankens seit der Aufklärung bis ins frühe 20. Jahrhundert eindrucksvoll dokumentiert. Die Museumsinsel feierte im Jahr 2025 mit dem Baubeginn des Alten Museums ihr 200-jähriges Bestehen und setzte die Feierlichkeiten im Jahr 2026 fort. Weitere Informationen finden Sie hier.
Press information in English
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Inscription Waldsiedlung Zehlendorf PI English
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Impressionen aus der Waldsiedlung Zehlendorf
Pressefotos zur aktuellen Berichterstattung zum Download
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Waldsiedlung Zehlendorf, südlicher Bauabschnitt / Im Gestell 28
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Waldsiedlung Zehlendorf, südlicher Bauabschnitt / Im Gestell 26, 28
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Waldsiedlung Zehlendorf, südlicher Bauabschnitt / Am Fischtal 71, 73
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Waldsiedlung Zehlendorf, nördlicher Bauabschnitt / Treibjagdweg 12, 10
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Waldsiedlung Zehlendorf, südlicher Bauabschnitt / Wilskistraße 36
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Waldsiedlung Zehlendorf, südlicher Bauabschnitt / Wilskistraße Ecke Riemeisterstraße
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Waldsiedlung Zehlendorf, südlicher Bauabschnitt / Wilskistraße Ecke Eisvogelweg
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Kartenmaterial
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Komponenten Welterbestätte Siedlungen der Berliner Moderne
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Karte der Waldsiedlung Zehlendorf: Schutzgut und Pufferzone
PDF-Dokument (9.1 MB)
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Map of Waldsiedlung Zehlendorf: Component part and buffer zone
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Nicole Hildebrandt
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