Für die Ermittlung psychischer Belastung haben sich grundsätzlich drei methodische Ansätze (entsprechend der GDA Empfehlungen) bewährt:
- Mitarbeiterbefragung: Beschäftigte geben in standardisierten Fragebögen ihre Einschätzung zur Ausprägung der psychischen Belastung ihrer Arbeit an.
- Beobachtungsinterviews: Geschulte Personen beurteilen die psychischen Belastungen auf Basis ihrer Beobachtungen der Tätigkeiten, i.d.R. ergänzt um (Kurz-)Interviews mit den dort Beschäftigten.
- Analyse-Workshops: Beschäftigte beschreiben und beurteilen gemeinsam mit Führungskräften und fachkundigen Experten die psychische Belastung der Arbeit im betrachteten Bereich.
Jede dieser Methoden hat ihre Stärken und Grenzen. Ein Überblick der Vor- und Nachteile ist in der GDA-Empfehlung “Berücksichtigung psychischer Belastung in der Gefährdungsbeurteilung – Empfehlungen zur Umsetzung in der betrieblichen Praxis” zu finden (siehe Seite 35).
Häufig ist eine Kombination zweier Methoden erforderlich. Zunächst macht man sich ein erstes Bild, über eine Grobanalyse, bspw. anhand einer schriftlichen Mitarbeiterbefragung, sodass man nun weiß, wo Problemschwerpunkte liegen.
Man hat ein erstes Ergebnis und man geht anschließend in die Feinanalyse und die Maßnahmenentwicklung über Interviews
und/oder Workshops.