Linke Protestdemo gegen Polizeieinsätze - 4000 Teilnehmer

Linke Protestdemo gegen Polizeieinsätze - 4000 Teilnehmer

Immer wieder blitzt Feuerwerk am Nachthimmel über Berlin auf. Vereinzelt fliegen auch Flaschen. Die Demonstration linker und linksradikaler Gruppen bleibt aber weitgehend im Rahmen.

Demonstration linker Gruppen in Berlin

© dpa

Zahlreiche Menschen nehmen an einer Demonstration linker Gruppen Teil. Foto: Jörg Carstensen

Berlin (dpa/bb) - Begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot haben in Berlin-Friedrichshain etwa 4000 Demonstranten gegen Polizeieinsätze und Umgestaltungen protestiert. Die Polizei war am Samstagabend mit rund 1300 Beamten im Einsatz, wie Sprecher Stefan Redlich sagte. Im Vorfeld waren Gewaltausbrüche befürchtet worden.
Der Protest sei überwiegend störungsfrei geblieben, sagte der Sprecher. Als der Zug aber durch die Liebigstraße kam, wurden verstärkt Böller gezündet, vereinzelt warfen Demonstranten Flaschen. Steine seien gegen ein Polizeiauto sowie die Scheiben einer Bank geschleudert worden. Einige Demonstranten hatten sich vermummt.
Vor fast genau fünf Jahren, am 2. Februar 2011, hatte die Polizei mit einem Großaufgebot von 2500 Leuten ein besetztes Haus in der Liebigstraße 14, Ecke Rigaer Straße, geräumt. In einem Aufruf zur Demo hieß es: «Vergessen ist die Liebig 14 bis heute nicht».
Bislang seien die Personalien von 15 Demonstranten wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz aufgenommen worden, sagte der Polizeisprecher. Linke und linksradikale Gruppen hatten zu der Demo «für Freiräume» aufgerufen. Die Veranstalter beendeten den Protest noch vor dem geplanten Endpunkt selbst und sprachen von einer «kraftvollen, friedlichen Demonstration» trotz einiger Rangeleien mit der Polizei.
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Protestiert wurde auch gegen einen großen Polizeieinsatz am 13. Januar, als ein Gebäude der Hausbesetzerszene in der Rigaer Straße durchsucht worden war. Grüne, Linke und Piraten hatten anschließend den Einsatz als nicht verhältnismäßig bezeichnet.
In der Nacht zum Samstag hatten 20 bis 40 Maskierte auf Fahrrädern am Kreuzberger Gleisdreieck-Park randaliert und 28 Autos beschädigt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 6. Februar 2016 20:30 Uhr

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