Gestaltungsempfehlungen für Oberschöneweide

Oberschöneweide - Gründerzeit
Bild: BA Treptow-Köpenick

Gestaltungsempfehlungen für das Erhaltungsgebiet Oberschöneweide

Der Geltungsbereich der Erhaltungsverordnung “Oberschöneweide” umfasst im Wesentlichen das zwischen den Straßenzügen Wilhelminenhofstraße und An der Wuhlheide gelegene Wohngebiet. Die genaue Abgrenzung des Erhaltungsgebietes ist hier dargestellt. Zugleich befinden sich im Geltungsbereich der Erhaltungsverordnung mehrere Denkmale, die den Bestimmungen des Denkmalschutz- gesetzes unterliegen. Bei baulichen Veränderungen oder Instandsetzungen dieser Gebäude ist eine denkmalgerechte Genehmigung einzuholen.

Neben der überlieferten Grundstruktur wird die historische Bedeutung der Gebiete daher weniger durch die Qualität einzelner Gebäude bestimmt als vielmehr durch identitätsgebende Wirkung für das Ortsbild und die Stadtgestaltung sowie die hieraus resultierende Verdeutlichung der Ortsgeschichte.

Das Erhaltungsgebiet wird charakterisiert durch die Bebauung der Zeit um die Jahrhundertwende und die Bebauung nach dem 1. Weltkrieg.

Abgrenzung und Beschreibung der Teilbereiche im Erhaltungsgebiet

Bereich A: Bebauung der Gründerzeit:
Nördlich der Wilhelminenhofstraße, beiderseitig der Siemensstraße und östlich der Firlstraße entstanden Wohngebäude der Gründerzeit, die größtenteils um die Jahrhundertwende als 3 und 4 geschossige Mietshäuser in Blockrandbebauung mit Quergebäuden und teilweise mit Seitenflügeln errichtet wurden. Der überwiegende Teil dieses Bereiches ist als Sanierungsgebiet förmlich festgelegt.

Bereich B: Bebauung nach dem 1. Weltkrieg:
Zwischen Edison- und Firlstraße entstanden charakteristische Wohnanlagen an der Griechischen Allee und der Zeppelinstraße sowie zahlreiche architektonisch bemerkenswerte öffentliche Gebäude. Die Wohnanlagen der 20er und 30er Jahre wurden als 2 bis 4geschossige Blockrandbebauung und das Quartier zwischen Zeppelinstraße und Straße An der Wuhlheide im Charakter der Gartenstadtsiedlung teilweise als 1geschossige Doppelhäuser angeordnet.

Zwischen der Griechischen Allee und der Zeppelinstraße wurde die Blockrandbebauung der 20er und 30er durch die für die 50/60er Jahre typische Zeilenbebauung ergänzt.

Bereich A: Gründerzeitbebauung - Historische Gestaltungsmerkmale

Link zu: Bereich A: Gründerzeitbebauung - Historische Gestaltungsmerkmale
Bild: BA Treptow-Köpenick

Von außerordentlicher Bedeutung für das Stadtbild sind die Fassaden, Dächer und Fenster/Türen als Zeugnisse der jeweiligen Bauepoche.Weitere Informationen

Bereich B: 20er und 30er Jahre - Historische Gestaltungsmerkmale

Link zu: Bereich B: 20er und 30er Jahre - Historische Gestaltungsmerkmale
Bild: BA Treptow-Köpenick

Der Straßenraum wirkt durch die Plastizität der Fassadengestaltung und durch die Farbgestaltung lebendig und angenehm. Die Wohnanlagen der 20er und 30er Jahre besaßen in der Regel keine aufwändige Ornamentik.Weitere Informationen

Bereich B: Siedlung Oberschöneweide (AEG) - Historische Gestaltungsmerkmale

Link zu: Bereich B: Siedlung Oberschöneweide (AEG) - Historische Gestaltungsmerkmale
Bild: BA Treptow-Köpenick

Die Siedlung Oberschöneweide wurde 1919-1921 als Kleinhaus-Reihensiedlung und Mietshausbebauung in der Form des Wohnungsbaus der AEG Oberschöneweide errichtet.Weitere Informationen

Bereich B: Bebauung der 50er und 60er Jahre - Historische Gestaltungsmerkmale

Link zu: Bereich B: Bebauung der 50er und 60er Jahre - Historische Gestaltungsmerkmale
Bild: BA Treptow-Köpenick

Die vorhandene Blockrandbebauung der 20er und 30er Jahre an der Triniusstraße und Zeppelin- Ecke Firlstraße wurde in den 50er und 60er Jahren an der Zeppelinstraße ergänzt.Weitere Informationen

Bereich A/B: Werbung im Stadtraum

Link zu: Bereich A/B: Werbung im Stadtraum
Bild: BA Treptow-Köpenick

Die gewerblichen Nutzungen befinden sich hauptsächlich in der Wilhelminenhofstraße. In den bebauten Gebieten der 20er und 30er Jahre sind nur vereinzelt Läden vorzufinden.Weitere Informationen