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Gesundheitsförderung und Prävention

Schriftzug Ab heute lebe ich gesund
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Bild: BA Treptow-Köpenick, QPK

Mit seiner Mitgliedschaft im Gesunde Städte Netzwerk verfolgt der Bezirk Treptow-Köpenick das Ziel, auf kommunaler Ebene eine gemeinschaftliche Verantwortung für die Schaffung gesundheitsförderlicher Lebenswelten und Lebensweisen zu entwickeln.

„Gesundheit wird von Menschen in ihrer alltäglichen Umwelt geschaffen und gelebt: dort wo sie spielen, lernen, arbeiten und lieben“ Ottawa Charta, 1986

Gesundheitsförderung als eine wesentliche Aufgabe des öffentlichen Gesundheitsdienstes will dazu beitragen, Selbstbestimmung und Verantwortung für die eigene Gesundheit zu stärken sowie auf gesundheitsfördernde soziale und ökologische Bedingungen hinzuwirken. Nicht nur im Gesundheitssektor, sondern als Querschnittsaufgabe – in allen Politikbereichen.
Die gesetzliche Grundlage von Gesundheitsförderung und Prävention im öffentlichen Gesundheitsdienst ist im §7 des Gesundheitsdienstgesetzes (GDG) des Landes Berlin vom Mai 2006 fixiert.

Zu den Aufgabenbereichen der Gesundheitsförderung gehören:

  • Feststellung und Ableitung von Handlungsbedarfen für gesundheitsförderliche Projekte und Maßnahmen bezogen auf die unterschiedlichen Themenfelder, Stadtteile oder Bevölkerungsgruppen
  • Planung, Initiierung und Koordination geeigneter Maßnahmen und Projekte der Gesundheitsförderung unter Einbeziehung sozialkompensatorischer Aspekte
  • Unterstützung von gesundheitsfördernden Aktivitäten sowie Maßnahmen der Verhaltens- und Verhältnisprävention
  • Sicherstellung des Zusammenwirkens der im Bereich der Gesundheitsförderung tätigen Institutionen, Träger und Körperschaften
  • Koordination der Bezirksmitgliedschaft im Gesunde Städte Netzwerk der Bundesrepublik Deutschland
  • Planung und Organisation von Fachtagen und Gesundheitskonferenzen
  • Veröffentlichungen zu Gesundheitsthemen und zum gesundheitlichen Verbraucherschutz
  • Öffentlichkeitsarbeit

Aktuelles

Modellprojekt im Rahmen des Förderprogramms der Techniker Krankenkasse „Gesunde Kommune“ gestartet:
GESUND.SELBSTBESTIMMT.LEBEN IN TREPTOW-KÖPENICK (GE.SEL.LE)

Mit Unterstützung und gefördert durch die Techniker Krankenkasse startete am 1.September 2020 ein neues, kooperatives Langzeitprojekt im Bezirk Treptow-Köpenick für Menschen, die über ihren Start ins Leben, über ihren bisherigen Lebensweg und über spezifische Schicksale in eine prekäre Lebenssituation geraten sind, in der ein gesundheitsförderlicher Lebensstil oft zu kurz kommt. Das Modellprojekt im Handlungsfeld „Bewegung“ zielt auf die Verbesserung der gesundheitlichen Chancen von Menschen, die durch ambulante und teilstationäre Hilfesysteme der Psychiatrie, der Suchthilfe und der Wohnungslosenhilfe betreut werden.

Die Schaffung gesundheitsförderlicher Strukturen für Menschen in schwierigen Lebenslagen ist nicht nur ein kommunales Angebot für eine oftmals vernachlässigte Gruppe, sondern auch ein zentraler Schlüssel für eine gesunde Stadt. Wie wir mit den Schwächsten umgehen, darf als Maßstab gelten, Gesundheit und Lebensqualität im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.

Getragen durch eine Kooperation des Bezirksamtes Treptow-Köpenick mit dem Alexianer Krankenhaus Hedwigshöhe und in partizipativer Abstimmung mit den Nutzerinnen und Nutzern der regionalen, psychosozialen Versorger werden über einen Zeitraum von fünf Jahren gesundheitsförderliche Strukturen im Bezirk aufgebaut und etabliert. Startpartner sind folgende Träger im Bezirk: ajb gGmbH, VIA gGmbH, MSBW e.V., GEBEWO gGmbH, UHW. Der Kreis der Akteure ist offen, so dass weitere interessierte Träger und Institutionen hinzukommen können.

Gesundheitszieleprozess „Medienkonsum und Gesundheitskompetenz”

Die QPK des Bezirksamtes Treptow-Köpenick hat seit 2008 Erfahrungen mit der Entwicklung und Umsetzung kommunaler Gesundheitsziele (s. Broschüren rechts).

Seit 2018 wird das kommunale Gesundheitsziel „Medienkonsum und Gesundheitskompetenz bearbeitet.

Der Gesundheitszieleprozess entstand u.a. aus einem artikulierten Bedarf pädagogischer Fachkräfte im Bezirk, die zunehmend mit Eltern konfrontiert sind, die gedankenlos Bildschirmmedien für ihre (Kita)-Kinder vorhalten und sich selbst in der digitalen Blase verlieren.
Hinzu kommen aufwachsende Auffälligkeiten der Kinder, die gut durch die Einschulungsuntersuchungen dokumentiert sind (Sprachentwicklungsstörungen, Körperkoordination, Visuomotorik).

Gemeinsam wollen wir Kinder und deren Eltern sowie die hiesige Bildungslandschaft sensibilisieren, aufklären und Handlungsoptionen aufzeigen, wie mit den Herausforderungen des digitalen Wandels sinnvollerweise umgegangen werden kann.

Aktuell etablieren wir eine regionale Infrastruktur, die Projekte, Fortbildungen und Kommunikationsmöglichkeiten bietet, sich dem Thema nicht nur mit einer kritischen Haltung in der Distanz, sondern mit einer kritischen Haltung in der Mitgestaltung zu nähern.