Klassenfahrt mit Programm: Berliner Mauer

Klassenfahrt mit Programm: Berliner Mauer

Bei einer Klassenfahrt nach Berlin können Schulklassen am besten erfahren, was die deutsche Teilung für Stadt und Bevölkerung bedeutete.

  • East Side Gallery© picture-alliance/ dpa
    East Side Gallery, im Hintergrund sind die Türme der Oberbaumbrücke zu sehen.
  • Gedenkstätte Berliner Mauer© Lutz Wallroth
  • Mauerverlauf© dpa
  • Berliner Mauer auf Potsdamer Platz© dpa
Mehr als an jedem anderen Ort war die Teilung Deutschlands in Berlin sichtbar und fühlbar. 28 Jahre lang riegelte die Berliner Mauer die Stadt auf einer Länge von 160 Kilometern ab. Um Schülerinnen und Schülern einen Eindruck davon zu verschaffen, wie sich das Leben im geteilten Deutschland angefühlt hat und was die Teilung für das Land und seine Bevölkerung bedeutet hat, ist eine Klassenfahrt nach Berlin bestens geeignet.
Innerhalb von 3 bis 5 Tagen lassen sich die wichtigsten Stationen erkunden. An einigen Stellen sind die Spuren der Mauer noch erkennbar, andere Orte haben eine große symbolische Bedeutung. Das Programm für eine Klassenfahrt zum Thema Berliner Mauer beinhaltet beides.
Programm für Tag 1
Stadtführung für Schulklassen: Berliner Mauer
Checkpoint Charlie
Asisi-Panorama "Die Mauer"
Programm für Tag 2
Deutsches Historisches Museum
Schiffstour City-Spreefahrt
Brandenburger Tor und Reichstag
Potsdamer Platz
Programm für Tag 3
DDR-Museum
Fahrt mit dem Bus 100
East Side Gallery
Kulturprogramm

Programm für Tag 1

Grenzübergang vorm "Platz des 9. November 1989"
Nach dem Frühstück im Hostel bringt eine kurze S-Bahn-Fahrt die Klasse zum Bahnhof Bornholmer Straße, wo der erste Programmpunkt startet. Am besten lassen sich die vergangenen Ereignisse rund um die Mauer am ehemaligen Todesstreifen und an erhaltenen Mauerabschnitten nachfühlen. Bei einer speziell für Schüler konzipierten Tour (ca. 125€, Dauer ca. 2,5 Stunden) gibt ein Historiker einen Eindruck, wie die Stadt damals gespalten wurde.

Über die Friedrichstraße zum Checkpoint Charlie

Als nächstes geht es mit der S-Bahn zum Bahnhof Friedrichstraße und anschließend mit der U6 weiter bis zum U-Bahnhof Kochstraße. Hier befindet sich der Checkpoint Charlie, der als Wahrzeichen des kalten Krieges in die Geschichte eingegangen ist. Diese touristisch gut erschlossene Gegend mit vielen Restaurants und Imbissen bietet sich für eine Mittagspause an.

Ost und West auf einen Blick im Asisi-Panorama

Nach einer Stärkung und dem obligatorischen Foto am Checkpoint Charlie steht das Panorama-Kunstwerk "Die Mauer" des Künstlers Asisi (Führung für Schulklassen 50€, Dauer ca. 70 Minuten) auf dem Programm. Es zeigt eine persönliche, künstlich verdichtete Sicht auf die Zeit des geteilten Berlin und vermittelt einen Eindruck vom Alltag und dem Arrangement mit der Berliner Mauer in Ost und West.
Nach so vielen Eindrücken bietet es sich an, den Rest des Tages ruhig ausklingen zu lassen und den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit zu geben, auf eigene Faust die Stadt zu erkunden.

Programm für Tag 2

Brandenburger Tor bei Nacht
Der zweite Tag beginnt am Deutschen Historischen Museum, welches am besten mit der Straßenbahn über die Haltestelle Am Kupfergraben erreichbar ist. Hier wird speziell für Schüler die Führung "1945–1990. Vom geteilten Deutschland bis zur deutschen Einheit" angeboten (1€ pro Person, Dauer ca. 60 Minuten). Die beiden deutschen Staaten werden vergleichend betrachtet, Originalobjekte veranschaulichen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten.

Über die Museumsinsel zum Hackeschen Markt

Einmal über die Museumsinsel geht es anschließend in Richtung Hackescher Markt. Hier gibt es eine große Auswahl an Schnellimbissen und Restaurants. Wer möchte, nimmt sein Mittagessen am Spreeufer zu sich.

Entspanntes Sightseeing vom Wasser aus

An der Anlegestelle "Alte Börse", die sich neben der Fußgängerbrücke über die Spree befindet, startet der nächste Programmpunkt. Bei einer Schiffstour auf der Spree (ca. 60 Minuten) entdeckt man die Highlights Berlins und das Regierungsviertel vom Wasser aus. Die Schiffe legen mehrmals täglich ab.

Durch das Brandenburger Tor zum Reichstag

Nach der Erkundung der Stadt vom Wasser aus geht es nun zu Fuß weiter. Über eine kurze S-Bahn-Fahrt (Hackescher Markt bis Friedrichstraße, dann Umstieg zur S1/S2) erreicht man das Brandenburger Tor. Das Wahrzeichen steht für die Wiedervereinigung Berlins, denn direkt hinter dem Tor verlief einst die Mauer. Durchschreitet man das Brandenburger Tor und wendet sich nach rechts, erreicht man nach einem kurzen Fußweg den Reichstag. Am anderen Ende des riesigen Gebäudes verläuft die Spree, an deren Ufer weiße Kreuze an Maueropfer erinnern.

Futuristische Architektur am Potsdamer Platz

Mit der S-Bahn geht es vom Brandenburger Tor aus über eine Station zum Potsdamer Platz. Wenn die eindrucksvolle Architektur ausreichend bestaunt wurde, empfiehlt sich ein gemütlicher Ausklang des Abends im geräumigen indischen Restaurant Amrit. Im Sommer kann eventuell auf Nachfrage im Hof oder Garten des Hostels selbst gegrillt werden.

Programm für Tag 3

East Side Gallery
Der dritte Tag beginnt am DDR-Museum (4,50€ pro Person, Dauer ca. 2 Stunden), das vom Alexanderplatz fußläufig erreichbar ist und am Ufer der Spree liegt. Das Museum präsentiert lebendig und interaktiv den Alltag und das Leben in der der DDR. In der Dauerausstellung können Schülerinnen und Schüler sehen, spüren, hören und mitmachen. Für Schulklassen werden Bildungsmaterialien und Quizfragebögen bereitgestellt.
Nach dem Museumsbesuch geht es zu Fuß zurück zum Alexanderplatz. Auf dem Weg an der Karl-Liebknecht-Straße befinden sich einige Imbisse und Restaurants, wo eine Stärkung zum Mittag eingenommen werden kann.

Mit dem Bus 100 quer durch die Hauptstadt

An der Bushaltestelle S+U Alexanderplatz / Memhardstraße fährt die Buslinie 100 ab. Diese fährt quer durch die Stadt an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei und kann mit dem normalen BVG-Ticket genutzt werden. Oft sind Doppeldecker-Busse auf der Linie unterwegs, von deren oberem Stockwerk aus sich eine besonders gute Aussicht bietet. Mit dem Bus geht es nun quer durch die Stadt bis zum Bahnhof Zoo. Auf dem Weg passiert man die Museumsinsel, die Prachtmeile Unter den Linden, das Brandenburger Tor, das Haus der Kulturen der Welt und die Gedächtniskirche.

Entlang der East Side Gallery zur Oberbaumbrücke

Vom Bahnhof Zoo aus geht es mit der S5 oder S7 wieder gen Osten bis zum Ostbahnhof. Vom einstigen Hauptbahnhof Ostberlins aus sind es nur wenige Schritte bis zur East Side Gallery. Auf diesem original erhaltenen Stück der ehemaligen Hinterlandmauer verewigten sich nach der Wiedervereinigung viele Künstler. Der Spaziergang endet an der Oberbaumbrücke, die ein Wahrzeichen für den wieder vereinten Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ist.

Kulturprogramm am Abend

Um den Abend ausklingen zu lassen, bietet sich je nach Lust und Laune vielfältiges Kulturprogramm an. Ein Klassiker ist das Berlin-Musical Linie 1 des Kinder- und Jugendtheaters Grips am Hansaplatz. Wer lieber Showprogramm sehen möchte, kann bei den Aufführungen der Blue Man Group am Potsdamer Platz oder dem Stück The One im Friedrichstadt-Palast ins Staunen kommen.
Grease
© www.enrico-verworner.de

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Aktualisierung: 4. Mai 2018