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Musicals in Berlin
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Bei einer Klassenfahrt nach Berlin können Schulklassen am besten erfahren, was die deutsche Teilung für Stadt und Bevölkerung bedeutete.
Mehr als an jedem anderen Ort war die Teilung Deutschlands in Berlin sichtbar und fühlbar. 28 Jahre lang riegelte die Berliner Mauer die Stadt auf einer Länge von 160 Kilometern ab. Eine Klassenfahrt nach Berlin ist bestens dafür geeignet, um Schüler:innen einen Eindruck davon zu verschaffen, wie sich das Leben im geteilten Deutschland angefühlt hat. Die Folgen und Bedeutung, die die Teilung für das Land und seine Bevölkerung hatte, lässt sich in der Hauptstadt verdeutlichen.
Innerhalb von drei bis fünf Tagen lassen sich die wichtigsten Stationen erkunden. An einigen Stellen sind die Spuren der Mauer noch erkennbar, andere Orte haben eine große symbolische Bedeutung. Das Programm für eine Klassenfahrt zum Thema Berliner Mauer beinhaltet beides.
Nach dem Frühstück im Hostel bringt eine kurze S-Bahn-Fahrt die Klasse zum Bahnhof Nordbahnhof, wo der erste Programmpunkt startet. Am besten lassen sich die vergangenen Ereignisse rund um die Mauer am ehemaligen Todesstreifen und an erhaltenen Mauerabschnitten nachfühlen. Bei der Stadtführung für Schulklassen: Den Mauerstreifen entlang gibt ein geschulter Guide einen Eindruck, wie die Stadt damals gespalten wurde.
Als nächstes geht es mit der S-Bahn zum Bahnhof Friedrichstraße und anschließend mit der U6 weiter bis zum U-Bahnhof Kochstraße. Hier befindet sich der Checkpoint Charlie, der als Wahrzeichen des kalten Krieges in die Geschichte eingegangen ist. Diese touristisch gut erschlossene Gegend mit vielen Restaurants und Imbissen bietet sich für eine Mittagspause an. Wer anschließend noch ein wenig mehr auf die Geschichte der deutschen Teilung eingehen möchte, kann direkt am Checkpoint Charlie eine speziell für Schüler konzipierte VR-Tour ins geteilte Berlin machen.
Nach einer Stärkung und dem obligatorischen Foto am Checkpoint Charlie steht das Panorama-Kunstwerk "Die Mauer" des Künstlers Asisi (Führung für Schulklassen 50 Euro, Dauer ca. 70 Minuten) auf dem Programm. Es zeigt eine persönliche, künstlich verdichtete Sicht auf die Zeit des geteilten Berlin und vermittelt einen Eindruck vom Alltag und dem Arrangement mit der Berliner Mauer in Ost und West.
Nach so vielen Eindrücken bietet es sich an, den Rest des Tages ruhig ausklingen zu lassen und die Schüler:innen auf die Stadt auf eigene Faust erkunden zu lassen.
Der zweite Tag beginnt am Deutschen Historischen Museum, welches am besten mit der Straßenbahn über die Haltestelle Am Kupfergraben erreichbar ist. Hier werden speziell für Schüler:innen Führungen angeboten, die die deutschen Staaten betrachten.
Einmal über die Museumsinsel geht es anschließend in Richtung Hackescher Markt. Hier gibt es eine große Auswahl an Schnellimbissen und Restaurants. Wer möchte, nimmt sein Mittagessen am Spreeufer zu sich.
An der Anlegestelle "Alte Börse", die sich neben der Fußgängerbrücke über die Spree befindet, startet der nächste Programmpunkt. Bei einer Schiffstour auf der Spree (ca. 60 Minuten) entdeckt man die Highlights Berlins und das Regierungsviertel vom Wasser aus. Die Schiffe legen mehrmals täglich ab.
Nach der Erkundung der Stadt vom Wasser aus geht es nun zu Fuß weiter. Über eine kurze S-Bahn-Fahrt (Hackescher Markt bis Friedrichstraße, dann Umstieg zur S1/S2) erreicht man das Brandenburger Tor. Das Wahrzeichen steht für die Wiedervereinigung Berlins, denn direkt hinter dem Tor verlief einst die Mauer. Durchschreitet man das Brandenburger Tor und wendet sich nach rechts, erreicht man nach einem kurzen Fußweg den Reichstag. Am anderen Ende des riesigen Gebäudes verläuft die Spree, an deren Ufer weiße Kreuze an Maueropfer erinnern.
Mit der S-Bahn geht es vom Brandenburger Tor aus über eine Station zum Potsdamer Platz. Wenn die eindrucksvolle Architektur ausreichend bestaunt wurde, empfiehlt sich ein gemütlicher Ausklang des Abends in der Kerb Food Hall oder dem Manifesto Market. Beide Food Halls haben genügend Platz und stellen dank des großen kulinarischen Angebots sicher, dass jeder etwas findet.
Der dritte Tag beginnt am DDR-Museum. Es ist vom Alexanderplatz fußläufig erreichbar und liegt am Ufer der Spree. Das Museum präsentiert den Alltag und das Leben in der DDR lebendig und interaktiv. In der Dauerausstellung können Schüler:innen sehen, spüren, hören und mitmachen. Für Schulklassen werden Bildungsmaterialien und Quizfragebögen bereitgestellt.
Nach dem Museumsbesuch geht es zu Fuß zurück zum Alexanderplatz. Auf dem Weg an der Karl-Liebknecht-Straße befinden sich einige Imbisse und Restaurants, wo eine Stärkung zum Mittag eingenommen werden kann.
An der Bushaltestelle S+U Alexanderplatz / Memhardstraße fährt die Buslinie 100 ab. Diese fährt quer durch die Stadt an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei und kann mit dem normalen BVG-Ticket genutzt werden. Oft sind Doppeldecker-Busse auf der Linie unterwegs, von deren oberem Stockwerk aus sich eine besonders gute Aussicht bietet. Mit dem Bus geht es nun quer durch die Stadt bis zum Bahnhof Zoo. Auf dem Weg passiert man die Museumsinsel, die Prachtmeile Unter den Linden, das Brandenburger Tor, das Haus der Kulturen der Welt und die Gedächtniskirche.
Vom Bahnhof Zoo aus geht es mit der S5 oder S7 wieder gen Osten bis zum Ostbahnhof. Vom einstigen Hauptbahnhof Ostberlins aus sind es nur wenige Schritte bis zur East Side Gallery. Auf diesem original erhaltenen Stück der ehemaligen Hinterlandmauer verewigten sich nach der Wiedervereinigung Künstler. Der Spaziergang endet an der Oberbaumbrücke, die ein Wahrzeichen für den wieder vereinten Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ist.
Um den Abend ausklingen zu lassen, bieten sich unterschiedliche Programmpunkte an. Ein Klassiker ist das Berlin-Musical Linie 1 des Kinder- und Jugendtheaters Grips am Hansaplatz. Wer lieber Showprogramm sehen möchte, kann bei der Aufführung Blinded by Delight im Friedrichstadt-Palast ins Staunen kommen.
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