70 Jahre Kriegsende: Ausstellungen

70 Jahre Kriegsende: Ausstellungen

«Deutschland 1945 - Die letzten Kriegsmonate»
08. Mai 2015: Ausstellungen in Berlin anläßlich des 70. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs

1945 – Niederlage. Befreiung. Neuanfang.

Anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes zeigt die Ausstellung die Situation nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sowie die unmittelbare Nachkriegszeit in 12 Ländern: Deutschland, Österreich, der Tschechoslowakei, Polen, Großbritannien, Dänemark, Norwegen, Luxemburg, den Niederlanden, Belgien, Frankreich und der Sowjetunion. Sie thematisiert in welchem Zustand sich Gesellschaft und politisches System bei Kriegsende befanden sowie die wichtigsten Umwälzungen der Nachkriegszeit. Darüber hinaus gewährt die Ausstellung Einblicke in das Alltagsleben der Menschen. Ausgehend von 36 exemplarisch ausgewählten Biografien werden die Auswirkungen der Kriegsjahre auf die Menschen nebeneinander dargestellt.
Wann: 24. April bis 25. Oktober 2015
Wo:Deutsches Historisches Museum

    Deutschland 1945 – Die letzten Kriegsmonate

    Mit dem Scheitern der letzten deutschen Großoffensive in den Ardennen im Januar 1945 war der von Deutschland 1939 begonnene Krieg nunmehr für alle sichtbar verloren. Doch anstatt zu kapitulieren, setzte die Regierung Hitler den Krieg fort. Den Tod von unzähligen Menschen und die totale Zerstörung des eigenen Landes nahm sie bewusst in Kauf. Die Bevölkerung befand sich in diesen chaotischen letzten Monaten des Krieges in einem permanenten Spannungsfeld zwischen Zerstörung und Terror, Orientierungslosigkeit und Zukunftsangst. Anhand von Einzelbeispielen beleuchtet die Ausstellung die Bandbreite unterschiedlicher Handlungsweisen.
    Wann: bis 25.10.2015
    Wo:Topographie des Terrors

    Der gefühlte Krieg

    Kein Krieg ohne gesteigerte Emotionen: Vaterlandsliebe, Hass gegen den Feind und Mitleid mit den eigenen Opfern werden mobilisiert. Angst um das Leben und die Gesundheit, Schmerz und Trauer folgen. In assoziativen Denkräumen wird diesen Gefühlen im Krieg nachgegangen. In ihnen stehen sich originale Zeugnisse aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie Künstlerarbeiten der Gegenwart gegenüber.
    Wann: 27.06.2014 bis: 30.08.2015
    Wo: Museum Europäischer Kulturen

    Der 9. Mai. Formen des Gedenkens an das Kriegsende 1945

    Die Sonderausstellung im Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst setzt sich mit den verschiedenen Gedenkformen zum 9. Mai auseinander, der in Russland und den sowjetischen Nachfolgestaaten als "Tag des Sieges" gefeiert wird. Für die Ausstellung haben Wissenschaftler aus Ost- und Westeuropa in 23 Städten die Feierlichkeiten zum 9. Mai als wichtigen politischen und kulturellen Bezugspunkt beobachtet. Denn da kaum eine Familie von der beispiellosen Gewalt der deutschen Kriegführung unberührt blieb, gehören der Krieg und das Andenken an die im Krieg verstorbenen Verwandten zur Familienerinnerung.
    Wann: 09.05. bis 30.08.2015
    Wo:Deutsch-Russisches Museum
    Schloss Cecilienhof
    © picture-alliance/ dpa/dpaweb

    Schloss Cecilienhof: 70 Jahre Potsdamer Konferenz

    Nach dem Ende der Kampfhandlungen in Europa trafen sich im Sommer 1945 im Schloss Cecilienhof in Potsdam die drei Hauptalliierten des Zweiten Weltkriegs, um über die Neuordnung Europas und die Zukunft Deutschlands zu beraten. Die Ergebnisse der sogenannten "Dreimächtekonferenz von Berlin" mit Churchill (später Attlee), Truman und Stalin wurden schließlich im Potsdamer Abkommen und der Potsdamer Erklärung festgehalten. Eine Dauerausstellung im Schloss Cecilienhof zeigt historische Fotografien und bietet zahlreiche weitere Informationen rund um die Potsdamer Konferenz.
    Wann: Dauerausstellung
    Wo: Schloss Cecilienhof in Potsdam
    Filmmuseum Potsdam
    © dpa

    Filmmuseum Potsdam

    Nie wieder Krieg!- Ausstellung zu DEFA Filmen in Potsdam

    Unter diesem Motto zeigt das Filmmuseum Potsdam die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema bei der DEFA. Für die Foyer-Ausstellung (13. März bis 14. Juni 2015) wurden zehn DEFA-Filme aus der Zeit von 1946 bis 1991 ausgewählt, in denen der Zweite Weltkrieg, der Widerstand gegen die Nazi-Diktatur oder die Verführung vieler Deutscher durch den Nationalsozialismus ein zentrales Thema bilden. Anlass dafür ist der 70. Jahrestag des Kriegsendes. Abgerundet wird die Ausstellung durch die Aufführung der ausgewählten Filme. Den Auftakt (31. März 2015) macht der bekannte Streifen «Die Mörder sind unter uns» von Wolfgang Staudte aus dem Jahr 1946. Als letzter Film wird Rainer Simons «Der Fall Ö» von 1991 gezeigt (14. Juni 2015).
    Wann: 13. März bis 14. Juni 2015
    Wo: Filmmuseum Potsdam
    Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas
    © dpa

    Gedenkstätten in Berlin

    Die Berliner Gedenkstätten erinnern unter anderem an die Zeit des Nationalsozialismus, die Deutsche Nachkriegsgeschichte, sowie an Persönlichkeiten der Zeitgeschichte. mehr

    Aktualisierung: 14. April 2016