Vernissagen

Vernissagen

Kaum eine Stadt hat eine so lebendige Kunstszene wie Berlin: Street-Art, Museen und Galerien finden sich an jeder Ecke. Eine besondere Art die Kunstwelt Berlins kennenzulernen sind Vernissagen, denn hier treffen Künstler, Galeristen und Kunstinteressierte zusammen.

Kunstausstellung
dpa
Was ist eine Vernissage? Eine Vernissage ist die feierliche Eröffnung einer Ausstellung, bei der ein zeitgenössischer Künstler seine Werke präsentiert. Zu diesen Anlässen gibt es oft Reden und Führungen vom Kurator oder Künstler der Sammlung, nach denen über die Kunstwerke diskutiert wird. Größere Museen und Galerien veranstalten auch eine Midissage nach der Hälfte der Ausstellungszeit oder eine Finissage zum Abschluss.

Kunst mal anders erleben: Natürlich soll das Opening dazu dienen, Werke des Künstlers zu verkaufen oder versteigern. Aber es geht nicht nur ums Geschäftliche: Vernissagen bieten die Möglichkeit in die Kunstszene Berlins einzutauchen und sich beim Sektempfang mit Sammlern, Kunstliebhabern, Galeristen und Künstlern über moderne Kunst auszutauschen. Bis auf ganz exklusive Veranstaltungen, in die man persönlich eingeladen wird, sind Vernissagen kostenlos und für alle offen. Die folgenden Veranstaltungen stellen eine Auswahl dar.

Kommende Vernissagen

Almost nothing

Die Sammelausstellung in der Galerie Pugliese Levi ist dem Minimalimus gewidmet und zeigt Werke von Mats Bergquist, Achim Bertenburg, Julian Birbrajer, Claudia Doderer, Jeffrey James, Marc Lambrechts, Birgitte Lund, Jakob Roepke, Rebecca Salter, Shawn Stipling, Tünde Újszászi, Maibritt Ulvedal Bjelke und Xiaohua. Klare Linien, viel weiß und der minimale Einsatz von Formen und Farben prägen die Arbeiten der Künstler.

Wo: Galerie Pugliese Levi
Wann: Freitag, den 26. April 2019 um 12 Uhr
Eintritt: frei
Gallery Weekend 2019
© Frieda Toranzo Jaeger

Tipp: Gallery Weekend Berlin

26. bis 28. April 2019

Einmal im Jahr laden zahlreiche Galerien zu einem Rundgang durch die Berliner Kreativszene ein. mehr

Juan Miguel Pozo: Die Zukunft war ein Ort

Der kubanische Künstler Juan Miguel Pozo hebt in seinen Gemälden die Gemeinsamkeiten und Verbindungen zwischen seiner Heimat Havanna und seinem aktuellen Lebensort Berlin hervor. Utopistische Motive wechseln sich mit abstrakten Formen und verfallender Architektur ab. Pozo zeigt trotz dystopischer Ansätze in seinen farbigen Werken einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft.

Wo: janinebeangallery
Wann: Freitag, den 26. April 2019 um 17 Uhr
Eintritt: frei

Jonathan Lasker: Recent Paintings

Die abstrakten Werke des US-amerikanischen Künstlers Jonathan Lasker sind durch klare Formen und Linien geprägt. Geographische Motive und deutliche Farbwechsel fordern den Betrachter auf, sein Verständnis von Vorder- und Hintergrund zu hinterfragen. Durch eine Arbeitsphase auf vorwiegend kleinen Formaten, entwickelte Jonathan Lasker eine sehr präzise Fokussierung auf Details.

Wo: Galerie Thomas Schulte
Wann: Freitag, den 26. April 2019 um 18 Uhr
Eintritt: frei

Elizabeth Jaeger: Brine

Die Skulpturen der Künstlerin erforschen die geradezu sterbliche Dimension menschengemachter Objekte. In der Galerie erwecken vergessene, verlorene und weggeworfene Artefakte eine skurrile und nahezu unbehagliche Atmosphäre. Die Einzelausstellung Elizabeth Jaegers ist Teil des Gallery Weekend.

Wo: Klemm's
Wann: Freitag, den 26. April 2019 um 18 Uhr
Eintritt: frei

Stefanie Heinze: Odd Glove

Großflächige Bilder, kräftige Farben und verwirrende Motive kennzeichnen das Werk von Stefanie Heinze. Im Spiel mit Form und Farbe nimmt die den Betrachter mit in eine fremdartige, bunte und mitunter verstörende Welt. Körperteile, Elemente aus der Natur und völlig unerwartete Formkonzepte teilen sich die großen Leinwände und überraschen den Betrachter mit jedem Bild von Neuem.

Wo: Capitain Petzel
Wann: Freitag, den 26. April 2019 um 18 Uhr
Eintritt: frei

Guillaume Sebag: Gebrüllte Ausstellung

Die großformatigen Gemälde des Künstlers Guillaume Sebag wecken in dem Betrachter nahezu unverzüglich Emotionen. Verwirrende Motive aus Ölfarbe und Kohle stehen zu zahlreichen Interpretationen offen und laden dazu ein, vor jedem der neun ausgestellten Werke zu verweilen. Ohne Pinsel trägt Sebag die Farbe direkt aus der Tube mit den Fingern auf. Als Zeuge des Schaffensprozesses integriert er mitunter die Reste der Kohle in das Werk.

Wo: Galerie aKonzept
Wann: Freitag, den 26. April 2019 um 18 Uhr
Eintritt: frei

Winfried Muthesius: Genius Loci

Winfried Muthesius' vielschichtige Bilder befassen sich mit dem Verhältnis von Vergangenheit und Gegenwart. Seine Werke zeichnen sich durch einen vielschichtigen Entstehungsprozess aus. Gemälde werden in der Öffentlichkeit ausgestellt, fotografiert und die daraus entstehende Fotografie erneut bearbeitet. Auf großen Formaten entfalten die kräftigen Strukturen und bedrohlichen Farben eine fesselnde Wirkung.

Wo: Galerie Springer
Wann: Samstag, den 27. April 2019 um 13 Uhr
Eintritt: frei

Arabella Hope: All our Helium is Escaping into Space!

Arabella Hope setzt sich in ihren Werke mit der Gier der Menschheit nach immer mehr und den schwindenden Ressourcen auseinander. Sie fokussiert sich bei der Ausstellung auf das Beispiel des Heliums - das chemische Element ist für medizinische Untersuchungen notwendig, kann nicht von Menschen hergestellt werden und wird dennoch massenhaft zu reinen Unterhaltungszwecken in Ballons gepumpt. Mit großformatigen, aufblasbaren Gemälden nähert sich die Künstlerin dem Thema.

Wo: Hošek Contemporary
Wann: Samstag, den 27. April 2019 um 14 Uhr
Eintritt: frei

Jean-Paul Viguier et Associés: IntenCity

In «IntenCity» befasst sich der französische Architekt Jean-Paul Viguier mit den architektonischen Herausforderungen der Zukunft. Strömen immer mehr Menschen in die Großstädte, brauchen diese neue Konzepte, um die Intensität des Zusammenlebens zu regulieren. Die Ausstellung zeigt vier Architektur-Projekte aus Europa. Jean-Paul Viguier wird zur Ausstellungseröffnung im Aedes Architekturforum anwesend sein.

Wo: Aedes Architekturforum
Wann: Freitag, den 03. Mai 2019 um 18:30 Uhr
Eintritt: frei

Dai Goang Chen: The View from Mount Sumeru

In seinen raumübergreifenden Installationen im Koreanischen Kulturzentrum befasst sich der südkoreanische Künstler mit den Konzepten von Raum und Ort. Dabei bezieht er das traditionelle koreanische Bauwesen und Mythologien mit ein und regt gleichzeitig dazu ein, gewohnte Wahrnehmungsperspektiven zu verlassen.

Wo: Gallery damdam
Wann: Donnerstag, den 09. Mai 2019 um 19 Uhr
Eintritt: frei

Thomas Ritz: Zwischenwelten

Eingefrorene Landschaften, zusammengesetzte Motive und eine gewisse Melancholie zeichnen die Gemälde der Schweizer Künstlers Thomas Ritz aus. Dem Betrachter schlägt von den Werken trotz der Bilddichte eine große Stille entgegen. Die Motive gewinnt Ritz aus Kindheitserinnerungen, denen trotz aller Unbekümmertheit stets etwas Einsamkeit anhaftet, und dem politischen Geschehen.

Wo: Galerie Köppe Contemporary
Wann: Donnerstag, den 09. Mai 2019 um 19 Uhr
Eintritt: frei

Fragment

Fragmente werden per Definition als unvollständig und unvollkommen verstanden und wahrgenommen. Die Ausstellung nähert sich mit Werken von über 20 Künstlern einer neuen Definition des Fragments. Durch fehlende Teile und Informationen wird die Fantasie der Betrachter angeregt, selbst Ergänzungen vorzunehmen. So wird aus einem scheinbar unfertigen Fragment ein vollständiges Kunstwerk, das die Abwesenheit und Imagination zelebriert.

Wo: Guardini Galerie
Wann: Freitag, den 10. Mai 2019 um 19 Uhr
Eintritt: frei

Gaia Reborn - A Future Utopia

Über fünfzig Künstler wollen mit der immersiven Ausstellung auf die Einzigartigkeit der Erde und die Wichtigkeit ihrer Bewahrung aufmerksam machen. Alle Exponate wurden für «Gaia Reborn - A Futur Utopia» kreiert und sind bei der Vernissage im Urban Nation Produktionsbüro erstmalig zu sehen. Die Künstler sind in den Bereichen Urban Contemporary Art, Lowbrow, Pop und Surrealismus tätig.

Wo: Urban Nation Produktionsbüro
Wann: Samstag, den 11. Mai 2019 um 18.30 Uhr
Eintritt: frei

Zweimal Berlin. Blicke auf eine geteilte Stadt

Die Gruppenausstellung möchte die dichte Atmosphäre im geteilten Berlin und den sozialen Alltag vor der Wiedervereinigung darstellen. Dazu werden Werke von über zehn Künstlern. Die Ausstellung findet anlässlich des 30. Geburtstages des Mauerfalls statt.

Wo: Salongalerie «Die Möwe»
Wann: Donnerstag, den 06. Juni 2019 um 19 Uhr
Eintritt: frei

Michael Wolf: Life in Cities

Der Fotograf Michael Wolf ist für seine intimen Fotografien Honkongs bekannt. Zeigt sich die Stadt in manchen Bildreihen Wolfs komplett menschenleer, kalt und grandios, zeichnen sich andere wiederum durch geradezu überbordende Menschenmassen aus. Gequälte Gesichtsausdrücke in überfüllten U-Bahnen wechseln sich mit skurrilen Alltagsdetails und bombastischen Architekturen ab. Michael Wolf zeigt in seinen Fotografien ein scharfes Auge und ein tiefes Verständnis für die Stadt.

Wo: Urania
Wann: Freitag, den 14. Juni 2019 um 19 Uhr
Eintritt: frei
Courtesy Galerie Barbara Weiss, Berlin
© Jens Ziehe

Kunst in Berlin

Seit dem Mauerfall hat die Gegenwartskunst Hochkonjunktur in der Stadt. Neben einer Vielzahl an Galerien hat die Künstlerszene Berlins natürlich noch mehr zu bieten. mehr