Blick in den Süden

Fehrbelliner Platz

Fehrbelliner Platz / Preußenpark

1892 erhielt der Platz im Ortsteil Wilmersdorf seinen Namen als Erinnerung an die Schlacht bei Fehrbellin im Jahr 1675. Hier besiegte Kurfürst Friedrich Wilhelm die schwedische Armee und befreite Brandenburg von der schwedischen Besatzung. Jahrhunderte später wurde der U-Bahnhof Fehrbelliner Platz in einem noch unbebauten Gelände eröffnet. Der Preußenpark wurde in den Jahren 1904 bis 1905 nach einem Entwurf von Gemeinde¬-Obergärtner Richard Thieme als „Platz D“ angelegt. Der Park wurde als kleiner Landschaftsgarten im Meyer’schen Stil mit geometrischen Elementen gestaltet. Im Jahr 1907 erhielt er offiziell den Namen „Preußenplatz“, wobei bereits damals auch die Bezeichnung „Preußenpark“ in Gebrauch war. 1923 wurde das erste Verwaltungsgebäude am Fehrbelliner Platz errichtet. In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden direkt am Fehrbelliner Platz weitere Verwaltungsgebäude, die typische Merkmale der Architektur des Nationalsozialismus aufweisen.
Das Dienstgebäude der damaligen Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen hingegen markierte einen Wendepunkt in der städtischen Architekturgeschichte. Das vom Architekten Werry Roth entworfene Hochhaus in der Württembergischen Straße in Berlin-Wilmersdorf war zur Fertigstellung Mitte der 1950er Jahre das höchste Verwaltungsgebäude West-Berlins. Es kombinierte modernistische Ästhetik und technologische Innovation. Von 2020 bis 2024 wurde das Hochhaus denkmalgerecht saniert, wobei die historische Fassade erhalten, zeitgemäße Arbeitsbereiche und eine grundstücksübergreifende, nachhaltige Regenwassernutzung geschaffen wurden.
Der 55.000 Quadratmeter große Preußenpark liegt an der Nordseite des Fehrbelliner Platzes, zwischen Brandenburgischer und Württembergischer Straße. Um die Resilienz der Fläche vor einem geplanten Um- und Neubau zu verbessern, laufen aktuell verschiedene Maßnahmen. Diese reichen von der Belüftung und Verbesserung des Bodens durch Zugabe von Pilzen und Mikroben bis zur Pflanzung eines „Tiny Forests“ – einer kleinen, artenreichen Waldfläche. Am Ende der Neugestaltung soll der Park vielfältige Nutzungen ermöglichen und sich als urbanes Biotop sowohl zu einem ökologisch wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen als auch zu einem Erholungsraum für Menschen entwickeln.

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Forschungsbau SupraFAB

SupraFAB

Dieser 2022 fertiggestellte Neubau in der Altensteinstraße 23 im Ortsteil Dahlem gehört zum Campus der Freien Universität Berlin.
Die Hochbauabteilung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat hier innerhalb von fünf Jahren einen interdisziplinären Neubau für Biologie, Chemie und Physik gebaut. Hochpräzise Labore mit exakter Klimatisierung und Schwingungsstabilität sowie moderne Büros und Seminarräume bieten Lehre und Spitzenforschung ein Zuhause in Berlin.
Das Gebäude besteht aus drei Etagen mit einem zusätzlichen Staffelgeschoss für die Gebäudetechnik und gliedert sich in drei klar definierte Funktionszonen: Labor-, Büro- und Funktionsspange. Der Laborbereich bietet ca. 350 Nutzenden unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen wie Zellphysiologie, Zellbiologie, supramolekulare Chemie, Biophysik und Oberflächenphysik hochspezialisierte und interdisziplinäre Forschungsflächen. Besonders die hohen Anforderungen an exakte Klimatisierung, Schwingungsstabilität und Reinheit zeichnen die architektonische Brillanz des Gebäudes aus. Die Büroflächen bieten Platz für Austausch und fokussiertes Arbeiten und werden um einige Seminarräume ergänzt. Die Funktionsspange verbindet beide Bereiche miteinander.
Um Ressourcen zu schonen und langfristig Energie einzusparen, wurde beim Bau u. a. Recycling-Beton verwendet und ein System zur Wärmerückgewinnung innerhalb des Gebäudes installiert. Das SupraFAB wurde 2022 der Freien Universität zur Nutzung übergeben und 2024 mit dem Nachhaltigkeitszertifikat des Bundes BNB in Silber ausgezeichnet.

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Neue Mitte Tempelhof

Neue Mitte Tempelhof / Ullsteinhaus

Das Tempelhofer Zentrum rund um das Rathaus zeichnet sich durch seinen besonderen Charakter aus: Es ist zentral gelegen, gut erreichbar, urban und gleichzeitig grün.

Ein sogenanntes Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept zeigt die neue, übergreifende Entwicklungsperspektive für das gesamte rund 62 Hektar große Gesamtgebiet Neue Mitte Tempelhof auf: Die vorhandenen Gebäude öffentlicher Einrichtungen wie das Stadtbad, die Bibliothek – integriert in ein Kultur- und Bildungshaus – sowie die Polizei werden an anderer Stelle im Gebiet neu errichtet. Das Rathaus wird modernisiert und erweitert, die Freiräume werden ertüchtigt und besser vernetzt. Es werden neue gemeinschaftliche und soziale Angebote im Quartier geschaffen. Ein neues Wohnquartier mit ca. 500 Wohneinheiten entsteht auf landeseigenen Flächen entlang der Götzstraße.

Neben vielfältigen Kulturangeboten sollen Grün- und Freiflächen dazu beitragen, ein lebenswertes Neues Stadtquartier zu schaffen. Südlich der Wohnanlage ist ein neuer Park geplant, der sich als „Grünes Band“ quer über den Tempelhofer Damm spannt.
Zudem sind eine bessere Durchwegung für Fuß- und Radverkehr und Querung des Tempelhofer Damms geplant, da dieser aktuell die bestehenden Grünflächen voneinander trennt. Durch die gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr soll das Quartier autoarm gestaltet werden, was in Kombination mit der geplanten Blockrandbebauung zu einer Verringerung des Verkehrslärms beiträgt. Diese Herangehensweise fügt sich in das geplante Klimaschutzkonzept ein, das auch eine wärmeneutrale Versorgung und effizientes Regenwassermanagement für das neue Wohnquartier und öffentliche Gebäude vorsieht.
Südlich des Quartiers befindet sich das 77 Meter hohe Ullsteinhaus, ein imposantes Baudenkmal des Backstein-Expressionismus aus den 1920er Jahren. Die gesamte Fassade ist mit rotbraunen Klinkern verkleidet und streng durch Pfeiler gegliedert. Die schmalen verglasten Reihen dazwischen erinnern an die Fenster einer Kirche. Das Gebäude war für ungefähr dreißig Jahre (1927–1957) das höchste Hochhaus Deutschlands.

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Thermometersiedlung

Thermometersiedlung

Die Thermometersiedlung ist eine in den 1970ern gebaute Plattenbau-Großsiedlung, bestehend aus drei drei- bis achtgeschossigen Gebäuden und mehreren Punkthochhäusern. Damit verfügt die Siedlung über rund 2.200 Wohnungen im Berliner Ortsteil Lichterfelde des Bezirks Steglitz-Zehlendorf. Die Gebietsgrenzen bilden ein Dreieck und verlaufen im Westen entlang der Bahntrasse, im Osten an der Osdorfer Straße und im Süden entlang der Réaumurstraße und dem Landweg. Das Quartier weist viele Grün- und Freiflächen auf, kann nicht mit dem Auto durchquert werden und ist dadurch sehr fußgängerfreundlich.
Derzeit leben hier rund 4.600 Menschen. Da die Thermometersiedlung eine stark heterogene Bevölkerungsstruktur aufweist, gilt es besonders, den Zusammenhalt und die nachbarschaftlichen Kontakte zu stärken. Daher wurde das Gebiet 2021 in das Programm Sozialer Zusammenhalt aufgenommen. Das Berliner Quartiersmanagement verfolgt einen integrierten Ansatz zur Stabilisierung und Entwicklung von Stadtteilen und bündelt seine Maßnahmen in mehreren zentralen Handlungsfeldern. Dazu zählen insbesondere Integration und Nachbarschaft, Bildung, Beteiligung und Vernetzung, Gesundheit und Bewegung sowie der öffentliche Raum. Ziel ist es, soziale Infrastruktur zu stärken, Begegnung zu fördern und die Lebensbedingungen vor Ort nachhaltig zu verbessern. Dabei spielen die Aktivierung der Bewohnerschaft, die Unterstützung lokaler Netzwerke und die Verbesserung von Bildungs- und Teilhabechancen eine wichtige Rolle. Auch die Aufwertung von Grün- und Freiräumen sowie Maßnahmen zu Klimaschutz und Umweltgerechtigkeit sind zentrale Bestandteile der Quartiersentwicklung.

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Schlangenbader Straße

Schlangenbader Straße

Die seit 2017 denkmalgeschützte Wohnanalage Schlangenbader Straße ist eine architektonische Besonderheit mit historischer und städtebaulicher Bedeutung. Bis zu 46 Meter hoch ragen die sieben Wohnhügel der Schlangenbader Straße über den Stadtteil Charlottenburg-Wilmersdorf. Die miteinander verbundenen Wohnblocks mit über 1.200 Wohneinheiten haben eine Gesamtlänge von 1,5 Kilometern und wurden zwischen 1976 und 1980 als Überbauung direkt oberhalb der vierspurigen Autobahn A104 errichtet.
Heute ist die „Schlange“ ein Zuhause für rund 3.000 Mieterinnen und Mieter und hat für alle Generationen etwas zu bieten. Der Gebäudekomplex weist nach über 40 Jahren Nutzung erheblichen Sanierungsbedarf auf, daher hat die degewo – ein kommunales Berliner Wohnungsunternehmen – im Mai 2025 mit der Sanierung des ersten Gebäudeteils Schlangenbader Straße 28 A–E/Wiesbadener Straße 59 A–E als Pilotprojekt begonnen.
Die geplanten Maßnahmen reichen dabei von energetischen Verbesserungen, etwa durch Fassadendämmung und Fenstererneuerung, über Badsanierungen bis zur Schadstoffbeseitigung. Auch die Modernisierung der Heizungs-, Sanitär-, Elektro- und Lüftungsleitungen soll zur Steigerung des Wohnkomforts beitragen. Während des Prozesses werden die Bewohnerinnen und Bewohner transparent informiert und eingebunden.

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Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

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