Der von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen ausgelobte Realisierungswettbewerb für die Erweiterung und Sanierung des landeseigenen Brücke-Museums in Berlin-Dahlem ist entschieden. In der offenen ersten Phase des Verfahrens hatten sich rund 240 Architekturbüros mit Entwürfen beteiligt, von denen 18 für eine vertiefende Bearbeitung in der zweiten Wettbewerbsphase ausgewählt wurden. In der zweiten Sitzung vergab das Preisgericht drei Preise und drei Anerkennungen.
Durch die hohe Beteiligung von Architekturbüros brachte der Wettbewerb eine große Bandbreite an gestalterischen Lösungen für die Weiterentwicklung des denkmalgeschützten Brücke-Museums hervor. Das im Jahr 1967 nach einem Entwurf des damaligen Senatsbaudirektors Werner Düttmann am Rande des Grunewalds errichtete Museum besitzt die weltweit größte zusammenhängende Sammlung der Künstlergruppe Brücke und eine der bedeutendsten Sammlungen des deutschen Expressionismus. Das Museum soll denkmalgerecht saniert, modernisiert und baulich um zusätzliche Flächen für Ausstellung, Depot, Verwaltung, Betrieb, Vermittlung und Forschung erweitert werden.
Die Aufgabe der Wettbewerbsteilnehmenden war die Konzeption einer Erweiterungslösung, die mit einer eigenen architektonischen Sprache und dem richtigen Maß an Nähe und Distanz das bestehende Denkmal achtet.
Prof. Petra Kahlfeldt, Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin für Stadtentwicklung:
„Die Wettbewerbsaufgabe im Kontext des denkmalgeschützten, harmonisch in die Natur eingebetteten Ensembles aus Brücke-Museum und benachbartem Kunsthaus Dahlem war eine große Herausforderung für die Planungsteams. Die prämierten Arbeiten zeigen ein hohes Maß an Sensibilität für diesen besonderen Ort und entwickeln das Brücke-Museum gestalterisch hervorragend zu einem zeitgemäßen Ausstellungshaus weiter. Ich freue mich über die hohe Beteiligung am Wettbewerb und beglückwünsche die Gewinner.“
Lisa Marei Schmidt, Direktorin des Brücke-Museums:
„Ich freue mich, dass mit dem Wettbewerb ein Riesenschritt in die richtige Richtung gelungen ist, um dem Brücke-Museum angemessene Räumlichkeiten für seine wunderbare Sammlung, aber auch um eine professionelle, zeitgemäße Museumsarbeit zu ermöglichen.“
Prof. Jórunn Ragnarsdóttir, Vorsitzende des Preisgerichts:
„Unter vielen guten Entwürfen konnte der Siegerentwurf sich durchsetzen. Es ist ein Privileg, in solch einem Verfahren mitwirken zu dürfen. Die Vorfreude auf das neue Ensemble ist groß.“