Im „Dreieck Späthsfelde“ soll unter dem Leitbild „kompakter Kiez im Grünen“ ein nachhaltiges, attraktives und gemischt genutztes Stadtquartier mit insgesamt rd. 2.500 Wohnungen, sozialer und kultureller Infrastruktur, darunter ein neuer Schulstandort, entwickelt werden. Darüber hinaus sollen rd. 12 ha Gewerbeflächen entstehen.
Vertreterinnen und Vertreter der Späth´schen Baumschulen haben dem Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen Christian Gaebler am Freitag eine Petition zum Erhalt der Späth´schen Baumschulen als grünes Zentrum übergeben. Im Rahmen der Übergabe sicherte Senator Gaebler erneut zu, dass die identitätsstiftende Funktion der Späth’schen Baumschulen ein wesentliches Planungsziel bei der Entwicklung des „Dreieck Späthsfelde“ war und bleiben wird.
Der Betrieb der Baumschule und die bestehenden kulturellen Nutzungen sollen deshalb am Standort planungsrechtlich gesichert werden. Mit dem vorliegenden Konzept wird der besondere Charakter des Gebiets mit den Späth’schen Baumschulen und dem Arboretum der HU Berlin erhalten und gestärkt. Die Baumschulenflächen mit dem Pflanzenverkauf, Hofladen, Gasthaus, Kräutergarten, blauer Märchenhütte, Baumschulenmuseum, historischem Kontorgebäude und Schwarzer Scheune werden als grüne Oase durch die Planung nicht tangiert.
In einem gemeinsamen Dialog mit den Späth´schen Baumschulen wurde das Konzept unter Berücksichtigung der verschiedenen zu beachtenden Belange dahingehend weiterentwickelt, dass ein großzügiges Grün- und Freiraumband die Kernfläche der Späth´schen Baumschulen umgibt und so der historische Charakter der Späth´schen Baumschulen weiterhin sichtbar und erfahrbar bleibt, ohne dass das Ziel des Wohnungsbaus in Frage gestellt wird.
Bei einem Vor-Ort-Termin konnten der Senator für Stadtentwicklung Bauen und Wohnen Christian Gaebler, Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick Oliver Igel, und die Geschäftsführung der Späth´schen Baumschulen Einigung darüber erzielen, dass neben der Kernfläche der Späth´schen Baumschulen auch Orte wie das Garten-Biotop am Karpfenteich erhalten bleiben können: Flächen der grünen Wissensvermittlung, wie beispielsweise der Weltacker, Obstbaumflächen und Schaugärten sollen in die neu anzulegenden Grün- und Freiflächen integriert werden.
Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler: „Der Fortbestand der Späth´schen Baumschulen und die Integration des traditionsreichen Standortes in die Gesamtentwicklung für das ‚Dreieck Späthsfelde‘ ist ein wichtiges Anliegen von Senat und Bezirk. Mit dem vorliegenden Konzept wird der besondere Charakter des Gebiets mit den Späth’schen Baumschulen und dem Arboretum der Humboldt-Universität zu Berlin erhalten und als Garten-, Kultur- und Bildungsstandort gestärkt und weiterentwickelt. Wir sichern so gleichermaßen die städtebauliche Entwicklung mit bezahlbaren Wohnungen für 5000 Menschen als auch wichtige, identitätsstiftende Orte wie die Späth’sche Baumschulen.“
Weitere Informationen finden Sie unter:
https://www.berlin.de/sen/stadtentwicklung/neue-stadtquartiere/spaethsfelde/