Das Goldene Buch von Berlin

Die Unterschriften von Charles und Camilla im Goldenen Buch

Das Goldene Buch von Berlin

Das Goldene Buch ist ein Symbol für die Bedeutung Berlins auf internationaler Ebene und eine Tradition, die das politische Leben der Stadt widerspiegelt. Es dokumentiert die Berlin-Besuche vieler hochrangiger Persönlichkeiten.

Das Goldene Buch umfasst derzeit neun Bände, eine der ersten Seiten des ersten Bandes ist die Eintragung des Ehrenbürgers Dr. h.c. Rudolf Wissel am 8. März 1949, eine folgende die Einzeichnung des ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Prof. Dr. Theodor Heuss bei seinem ersten Berlin-Besuch im Oktober 1949. Die Bände 1 bis 8 des Goldenen Buches befinden sich im Landesarchiv Berlin. Der aktuelle Band 9 wurde mit der Einzeichnung von US-Präsident Barack Obama eröffnet.

Das Goldene Buch ist heute noch Teil der offiziellen Repräsentation Berlins. Die Eintragungen sind gekrönten Häuptern, Staatsoberhäuptern, Regierungschefs, Außenministern, den Bürgermeistern unserer Partnerstädte und des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland vorbehalten.

Die Bände 1 bis 9 des Goldenen Buches sind vom Landesarchiv Berlin digitalisiert, Fotos ergänzen die Unterschriften und Widmungen.

Das Gästebuch von Berlin

Das Gästebuch von Berlin stellt eine wertvolle Sammlung von Einträgen bedeutender in- und ausländischer Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Sport dar. Das Buch umfasst derzeit drei Bände. So tragen sich neben Bürgermeistern großer Städte zum Beispiel die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Olympischen Sommer- und Winterspiele oder der Paralympischen Spiele oder Berliner Profi-Sportmannschaften bei Titelgewinnen ein, zu finden ist auch die Fußball-Weltmeister-Elf sowohl im Juli 1954 als auch im Juli 2014, aber auch Berühmtheiten wie Marlene Dietrich, Helen Mirren oder Juliette Binoche.

Die Bände 1 bis 3 des Gästebuchs sind vom Landesarchiv Berlin digitalisiert. Band 3 wird aktuell weitergeführt.

In der Galerie des Rathauses liegt aufgeschlagen in einer Vitrine das Goldene Buch oder das Gästebuch von Berlin für die Rathausbesucher aus.

Staatsbesuche

  • Was sind Staatsbesuche?

    Ein Staatsbesuch ist die höchste diplomatische Form der Begegnung zwischen zwei Staaten auf der Ebene der Staatsoberhäupter. Dabei besucht zum Beispiel der Präsident oder die Präsidentin beziehungsweise die Königin oder der König eines Landes die Bundespräsidentin beziehungsweise den Bundespräsidenten im Schloss Bellevue. Die Achtung und der Respekt, den man sich gegenseitig entgegenbringt, kommen in vielfältigen, bei dieser Form des Zusammentreffens aber meist gleichen Ritualen, Zeremonien und Elementen zum Ausdruck, die man höchste protokollarischen Ehren nennt.

    Die Besuche dienen dazu, die Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu stärken, politische und wirtschaftliche Themen zu besprechen und den kulturellen Austausch zu fördern. Staatsbesuche beinhalten eine Vielzahl an offiziellen Programmpunkten in Berlin (zum Beispiel ein Besuch bei der Bundeskanzlerin/dem Bundeskanzler) und in einem weiteren Bundesland.

  • Wie laufen Staatsbesuche ab?

    Einem Staatsbesuch gehen oft mehrmonatige, detaillierte Planungen der Außenministerien der beiden Länder voraus. Staatsbesuche folgen einem festgelegten Protokoll.

    Der Besuch beginnt mit einer feierlichen Begrüßung des Staatsoberhauptes am Flughafen, gefolgt von einer Begrüßung durch die Bundespräsidentin beziehungsweise den Bundespräsidenten und der Gattin bzw. dem Gatten mit „militärischen Ehren“ im Garten des Schlosses Bellevue; es werden die Nationalhymen gespielt; der Bundespräsident/die Bundespräsidentin und der Gast schreiten Ehrenformationen der drei Waffengattungen Heer, Marine und Luftwaffe der Bundeswehr ab. Hierbei sind hohe politische und diplomatische Vertreter des Gastlandes anwesend, die den Gast auf der Reise begleiten.

    Ein weiteres wiederkehrendes Element eines Staatsbesuches ist das sogenannte Staatsbankett. Dabei lädt die Bundespräsidentin beziehungsweise der Bundespräsident hochrangige Politiker und Politikerinnen sowie Persönlichkeiten beider Länder zu einem festlichen Abendessen in die repräsentativen Räumlichkeiten von Schloss Bellevue ein.

    Treffen mit weiteren politischen Entscheidungsträgern, Besuche von kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen, wissenschaftlichen oder sozialen Einrichtungen in Berlin oder einem anderen Bundesland können folgen, sowie eine gemeinsame Pressekonferenz zum Abschluss.

    Als Zeichen der besonderen Ehre wird die Fahrzeugkolonne des Staatsgastes mit 15 Motorrädern der Motorradstaffel der Polizei zu den einzelnen offiziellen Programmpunkten eskortiert.

    Das Protokoll des Landes Berlin organisiert dabei unter anderem das Zusammentreffen der Gäste mit dem Regierenden Bürgermeister beziehungsweise der Regierenden Bürgermeisterin von Berlin am Brandenburger Tor als dem Symbol für die deutsche Teilung und friedliche Wiedervereinigung und für Berlin als Stadt der Freiheit. Auf dem Pariser Platz kommt es dabei oft zu Begegnungen mit Berlinerinnen und Berlinern, Touristinnen und Touristen oder Menschen aus dem Herkunftsland des Gastes, die in Berlin eine neue Heimat gefunden haben.

    Zeichnet sich der Staatsgast auch in das Goldene Buch der Stadt Berlin am Amtssitz des Regierenden Bürgermeister von Berlin im Roten Rathaus ein, oder besucht weitere Einrichtungen der Stadt, ist dies eine besondere Ehre für Berlin.

    Der Staatsbesuch endet mit einer feierlichen Verabschiedung, mit der Deutschland dem besuchenden Staatsoberhaupt einen würdigen Abschied bereitet.

  • Warum finden Staatsbesuche statt?

    Staatsbesuche haben mehrere wichtige Funktionen.

    Sie dienen unter anderem dazu, die diplomatischen Bindungen zwischen zwei Ländern zu festigen. Es geht darum, Freundschaften zu pflegen, gemeinsame Interessen zu identifizieren oder bestehende Spannungen zu verringern. Oftmals werden wichtige Handels- und Investitionsabkommen geschlossen. Beide Länder haben die Möglichkeit, ihre wirtschaftlichen Beziehungen zu verbessern und Kooperationen in verschiedenen Bereichen anzustoßen.

    Staatsbesuche bieten aber auch Gelegenheit für den kulturellen Austausch. Durch Besuche von kulturellen Institutionen oder gemeinsamen Veranstaltungen wird die Zusammenarbeit in den Bereichen Kunst, Bildung und Wissenschaft gestärkt. Für das Gastland ist der Besuch eines Staatsoberhauptes ein Zeichen der internationalen Anerkennung. Er signalisiert, dass das Land auf der globalen Bühne eine wichtige Rolle spielt.

    Insgesamt tragen Staatsbesuche also wesentlich zur internationalen Diplomatie bei und bieten beiden Ländern die Möglichkeit, ihre Beziehungen auf verschiedenen Ebenen zu vertiefen.

Kontakt

Der Regierende Bürgermeister von Berlin
- Senatskanzlei -

Karina Maaske