Neues Stadtquartier „Blankenburger Süden“ – Umsetzungskonzeption für die Erschließung und Festsetzung einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme für Teilquartier
Pressemitteilung vom 13.10.2026
Aus der Sitzung des Senats am 13. Oktober 2026:
Der Senat hat heute auf Vorlage des Senators für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Christian Gaebler, sowie der Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Ute Bonde, die Umsetzungskonzeption einschließlich der Zeit- und Maßnahmenplanung für das Neue Stadtquartier (NSQ) Blankenburger Süden beschlossen. Zustimmung fand zudem die beabsichtigte Festlegung einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme für ein Teilquartier des NSQ.
Im Blankenburger Süden soll in den kommenden Jahren ein nachhaltiges, attraktives und gemischt genutztes Stadtquartier mit insgesamt circa 8.600 Wohnungen und 35 Hektar Gewerbeflächen entstehen. Das Neue Stadtquartier setzt sich aus drei unterschiedlichen Einzelquartieren zusammen. Für eines dieser Quartiere – das Quartier Süd im Bereich des heutigen Gewerbegebietes Heinersdorf und angrenzender Grünbereiche – sind nach Maßgabe des § 165 Baugesetzbuch die Voraussetzungen zur Durchführung einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme gegeben.
Eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme ist ein Instrument des besonderen Städtebaurechts. Sie ermöglicht die städtebauliche Neuordnung oder erstmalige Entwicklung eines Gebiets, unter anderem mittels Zwischenerwerb privater Grundstücke durch das Land Berlin, um damit die zügige Durchführung der in der Zuständigkeit der Gemeinde liegenden Ordnungsmaßnahmen zu sichern. Damit soll die zügige und koordinierte Umsetzung der hochkomplexen Maßnahmen mit vielen Teilaufgaben ermöglicht werden. Der Beschluss der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme ist für das erste Quartal 2027 avisiert.
Für die geplante städtebauliche Entwicklung der drei Quartiere ist – über die bestehenden Nachholbedarfe hinaus – die umfassende Herstellung und Ertüchtigung von Verkehrsinfrastruktur im Bereich des Blankenburger Südens zwingende Voraussetzung. Es sind daher wichtige Maßnahmen wie die Verlängerung der Straßenbahnlinie M2 sowie der Aus- und Neubau überörtlicher Straßen und Radwege vorgesehen. Die Maßnahmen dienen damit auch der Verbesserung der verkehrlichen Situation im gesamten Berliner Nordostraum. Im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen wurde dafür eine umfängliche Umsetzungskonzeption erarbeitet, die eine Zeit- und Maßnahmenplanung sowie eine Kosten- und Finanzierungsübersicht enthält. Mit der Zustimmung zur Umsetzungskonzeption und Kenntnisnahme des ermittelten Finanzierungsbedarfes schafft der Senat wichtige Voraussetzungen für eine zügige Durchführung der geplanten Quartiersentwicklung zur Schaffung von 8.600 benötigten Wohnungen.
Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen: „Für das Neue Stadtquartier Blankenburger Süden haben wir heute einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht. Die Entscheidungen des Senats bilden eine wesentliche Grundlage für die integrierte Entwicklung des Berliner Nordostens. Eine gute Verkehrsanbindung, bezahlbare Wohnungen, Arbeits-, Freizeit- und Erholungsflächen sind zentrale Voraussetzung für ein lebenswertes Zuhause in Berlin.“
Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Wer 8.600 Wohnungen baut, muss die Wege dorthin von Anfang an mitdenken. Mit der Verlängerung der M2, dem Aus- und Neubau überörtlicher Straßen und neuen Radverbindungen erschließen wir das Quartier und lösen zugleich Engpässe, die den Berliner Nordosten schon heute belasten. Die Umsetzungskonzeption gibt für die kommenden rund zwei Jahrzehnte einen verlässlichen Fahrplan. Das Ziel ist klar: Die Anbindung soll mit dem Quartier wachsen, nicht hinterherlaufen.“
Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.berlin.de/sen/stadtentwicklung/neue-stadtquartiere/blankenburger-sueden/
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