Kino Columbia

Kino Columbia

Kino Columbia

Columbiadamm 9/11 in Tempelhof-Schöneberg, Ortsteil Tempelhof
Bauzeit / -Geschichte: um 1950

Das freistehende Kinogebäude wurde um 1950 für die Angehörigen der US Air Force errichtet, die auf dem Flughafen Tempelhof stationiert waren. Mit den gerundeten, schwungvollen Formen und den glänzenden Materialien im Design der 1950er Jahre ist das “Columbia” ein typisches Kino der Nachkriegszeit. Dem fensterlosen Saalbau ist ein erdgeschosshoher Vorbau mit einem weit ausschwingenden Dach vorgelagert. Die Außenwand des darüber angeordneten Bildwerferraums trägt den Namenszug des Kinos in feingliedrigen Großbuchstaben. Die überstehende Deckenplatte ist durch ein umlaufendes farbiges Band gesimsartig betont. Eine Freitreppe führt zum Eingangsbereich, der sich durch eine Steinplattenverkleidung von den glatt verputzten Wandflächen abhebt. Zwischen den beiden Doppeltüren befindet sich das Kassenhäuschen, über dessen Fenster der Schriftzug “US AIR FORCE” zu lesen ist. Durch das Foyer gelangt man in den steil zur Bühne abfallenden Saal. Außer dem “Columbia” sind in Berlin die Alliiertenkinos “Outpost” in Dahlem und “L’Aiglon” in Wedding erhalten geblieben. Neben dem Kino errichteten die amerikanischen Alliierten 1951 die Columbia-Sporthalle, ein sachliches, zweckorientiertes Gebäude, das seit 1998 als Veranstaltungs- und Konzerthalle genutzt wird. Der Eingangsbereich vor der fensterlosen Giebelwand besteht aus gestaffelten Bauteilen mit überstehenden Flachdächern, wobei niedrige, hervortretende Umkleidetrakte die etwas höhere Eingangshalle flankieren.

Mit dem Abzug der Alliierten aus Berlin ist das Kino von den Amerikanern geschlossen und an die Berliner übergeben worden und wird seit 1998 als Club und Veranstaltungsort für verschiedenste Anlässe genutzt.