Berlin zählt zu den wenigen Metropolen, die auf der Liste der UNESCO-Welterbestätten gleich mehrfach vertreten sind. Am 26. Juli 2026 wurde auf der 48. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees in Busan/Südkorea entschieden, auch die Waldsiedlung Zehlendorf als siebten Teil der Welterbestätte „Siedlungen der Berliner Moderne“ einzutragen. Die Entscheidung ist das Ergebnis eines aufwendigen internationalen Nominierungsprozesses, den das Land Berlin – federführend durch die Oberste Denkmalschutzbehörde (OD) und das Landesdenkmalamt (LDA) – seit 2021 durchlaufen hat.
„Die Waldsiedlung Zehlendorf ist eine der größten und der außergewöhnlichsten Siedlungen der 1920er Jahre in Deutschland. Die Einbettung der Anlage in das vorhandene Waldgebiet, die prägnante Farbigkeit oder die konsequente Verwendung von Flachdächern sind nur einige der herausragenden Qualitäten der Siedlung. Gemeinsam mit den anderen sechs Siedlungen der Berliner Moderne setzte sie neue Maßstäbe für gesundes und sozial orientiertes Wohnen, die weit über Berlin hinaus den Wohnungsbau des 20. Jahrhunderts prägten. Die Eintragung als UNSECO-Welterbe ist eine Würdigung des langjährigen Engagement der Bewohnerinnen und Bewohner für ihre Siedlung“, sagt Landeskonservator Prof. Dr. Christoph Rauhut.