Bürgerschaftliches Engagement

Bärensaal im Alten Stadthaus

Die Arbeit der amtlichen Denkmalpflege wird durch zivilgesellschaftliche Aktivitäten in den Bereichen Denkmalschutz und Stadterhaltung, die von Initiativen, Vereinen und Stiftungen durchgeführt werden, maßgeblich unterstützt. Seit 2018 fördert das Landesdenkmalamt Berlin dieses bürgerschaftliche Engagement deshalb durch regelmäßigen Austausch, Beratung und finanzielle Unterstützung. Ziel ist der Erhalt und die Erschließung von Denkmalen, die Vermittlung von Denkmalwissen sowie die Öffentlichkeitsarbeit für Denkmale. Gefördert werden unter anderem Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen sowie die Einwerbung von Denkmalpflegefördermitteln und die Erschließung von Denkmalförderprogrammen.

Förderung des bürgerschaftlichen Engagements 2026

Auch 2026 wird das Landesdenkmalamt Berlin das bürgerschaftliche Engagement für die Berliner Denkmalpflege – vorbehaltlich des Beschlusses zum Doppelhaushalt 2026/27 – in Form von nicht–investiven Projektförderungen unterstützen.

Dabei handelt es sich um eine direkte finanzielle Förderung denkmalpflegerisch sinnvoller Erhaltungsinitiativen, Veranstaltungen, Ausstellungen, Publikationen etc., bei denen ein hoher Anteil des Engagements ehrenamtlich erbracht wird.

Interessenbekundung

Für die Vergabe von Fördermitteln im Bereich „Bürgerschaftliches Engagement” im Jahr 2026 führt das Landesdenkmalamt Berlin ab Dezember 2025 eine erste Interessenbekundung durch. Wenn Sie teilnehmen möchten, reichen Sie bitte bis zum 31. Januar 2026 eine unverbindliche Interessenbekundung mit den folgenden Angaben ein:

  • Name des / der Antragstellenden (Verein, Initiative, etc.)
  • Grobe Projektskizze des Vorhabens mit Darstellung des Denkmalbezugs (max. etwa 1.500 Zeichen)
  • Schätzung der voraussichtlich benötigten Fördermittelsumme, d.h. des Fehlbedarfs, der durch eine Zuwendung durch das Landesdenkmalamt gedeckt werden soll.

Auf Grundlage der eingegangenen Projektskizzen wird das Landesdenkmalamt Berlin im Anschluss individuell zur konkreten Antragstellung auffordern und die entsprechenden Antragsunterlagen zusenden, sofern eine Projektförderung grundsätzlich möglich erscheint. Dies erfolgt spätestens im Februar 2026.

Grundsätzliche Voraussetzungen für eine Förderung

  • Es liegt ein schlüssiges inhaltliches Konzept für das Vorhaben vor, das einen Bezug zur Berliner Denkmallandschaft aufweist.
  • Die Durchführung des Projekts erfolgt mit einem hohen Maß an bürgerschaftlichem Engagement.
  • Es handelt sich um ein nicht-investives Projekt, d.h. es werden von der Zuwendung keine Daueraufgaben oder investive Ausgaben wie Baumaßnahmen oder Ausstattung finanziert.
  • Es wird ein Finanzierungsplan gemäß den Förderrichtlinien aufgestellt und eingereicht, der im Einklang mit dem inhaltlichen Konzept steht (verwenden Sie hierfür bitte ausschließlich die auf der Webseite des Landesdenkmalamtes zum Download bereitgestellte Vorlage).
    • Finanziert werden Projekte als Fehlbedarfsfinanzierung, d. h. ausschließlich jene Mittel, die vom Antragsteller oder von der Antragstellerin nicht erwirtschaftet oder durch andere Zuschüsse bereitgestellt werden können.
    • Neben ehrenamtlicher Arbeit sind somit Eigen- und / oder Drittmittel notwendig, die entsprechend nachgewiesen werden müssen.

Bitte beachten Sie hierzu unbedingt die „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements in der Denkmalpflege“, die Sie unten herunterladen können.

Für Sie zuständig

Ansprechpartnerin: Stephanie Otto
Tel.: (030) 90259-3722
E-Mail: Stephanie.Otto@lda.berlin.de

  • Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements in der Denkmalpflege

    PDF-Dokument (40.6 kB)

  • Finanzierungsplan für Zuwendungsanträge im Rahmen des Bürgerschaftlichen Engagements

    Vorlage für den Finanzierungsplan

    XLSX-Dokument (24.0 kB)

  • Musterkalkulation für den Verwendungsnachweis im Rahmen des Bürgerschaftlichen Engagements

    Vorlage für die Kostenkalkulation im Rahmen des Verwendungsnachweises

    XLSX-Dokument (26.0 kB)

Geförderte Projekte

Künstlerische Intervention vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Poelzig am 18. Juni 2021

Initiative Haus Marlene Poelzig

Mit einer Demonstration und der Intervention der Künstlerin Hannah Cooke wurde im Rahmen des Festivals „Women in Architecture“ im Juni 2021 auf das stark beschädigte und vom Abriss bedrohte Haus der Familie Poelzig in Berlin-Westend öffentlichkeitswirksam aufmerksam gemacht. Initiative Haus Marlene Poelzig

Ausstellung „Leben im Denkmal“

Leben im Denkmal

Im Rahmen der Triennale der Moderne 2022 entstand die zweiteilige Ausstellung „Leben im Denkmal“ mit Bilderessays der Fotokünstlerin Bettina Cohnen. Ziel der Ausstellung ist die Vermittlung baukultureller Werte über die persönlichen Geschichten ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Leben im Denkmal

Ausstellung: Mäusebunker & Hygieneinstitut: Versuchsanordnung BERLIN

Mäusebunker & Hygieneinstitut: Versuchsanordnung BERLIN -Ausstellungen in Berlin und Venedig

Die Ausstellungen in der BDA-Galerie Berlin 2020 und auf der Architekturbiennale in Venedig 2021 würdigten den baukünstlerischen Wert der beiden Gebäude und dokumentierten die anhaltenden Bemühungen unterschiedlicher gesellschaftlicher Kräfte zur Unterschutzstellung und Weiternutzung. Mäusebunker & Hygieneinstitut: Versuchsanordnung BERLIN -Ausstellungen in Berlin und Venedig

Titelbild des Podcasts „Auferstanden aus Ruinen Die "Stalinallee" in Berlin“

Projekte im Rahmen des Welterbevorschlags: „Karl-Marx-Allee und Interbau 1957 – Architektur und Städtebau der Nachkriegsmoderne“

Im Rahmen des Welterbevorschlags des Landes Berlin „Karl-Marx-Allee und Interbau 1957 – Architektur und Städtebau der Nachkriegsmoderne““ wurden durch die Initiativen vor Ort mehrere Projekte durchgeführt. Projekte im Rahmen des Welterbevorschlags: „Karl-Marx-Allee und Interbau 1957 – Architektur und Städtebau der Nachkriegsmoderne“

Expertinnen und Experten auf dem Podium der Auftakt-Veranstaltung zur Triennale der Moderne 2022 in Berlin

Triennale der Moderne

Die Triennale der Moderne ist ein überregionales Festival zur Baukultur und Ideengeschichte der Moderne. Das Festival wird, ausgehend von Gründungspartnern in den Städten Berlin, Dessau und Weimar, seit 2013 in einem Dreijahres-Rhythmus ausgerichtet. Triennale der Moderne

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