Exilmuseum: Stiftung präsentiert Vorschläge im August

Exilmuseum: Stiftung präsentiert Vorschläge im August

Die Stiftung Exilmuseum will im August die Ergebnisse eines internationale Architekturwettbewerbs für das in Berlin geplante Museum präsentieren.

Neun Architekturbüros haben sich am Wettbewerb beteiligt und ihre Entwürfe eingereicht, wie die Stiftung am Mittwoch (24. Juni 2020) mitteilte. Die Ergebnisse sollen am 14. August vorgestellt werden.
Das neben der Portalruine des ehemaligen Anhalter Bahnhofs am Askanischen Platz in Kreuzberg geplante Museum soll an die rund 500 000 Menschen erinnern, die unter dem Druck der Nazis Deutschland verlassen mussten. Viele kehrten auch nach dem Krieg nicht mehr in die Heimat zurück. Den Ort sieht die Stiftung symbolhaft für das Thema Exil, da von hier aus Tausende aufbrachen, um vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten ins Ausland zu fliehen. «Zugleich steht der Ort als späterer Deportationsbahnhof auch für das Schicksal jener, denen die rettende Flucht nicht mehr gelang.»
Im Museum soll laut Stiftung neben der Vermittlung des historischen Themas der «Inhalt des Wortes Exil begreifbar gemacht werden» sowie auf die aktuelle Relevanz des Themas verwiesen werden. Die Schirmherrschaft des Projekts haben Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller und Ex-Bundespräsident Joachim Gauck übernommen.
Die Baukosten von 27 Millionen Euro sollen über Spenden und private Mittel finanziert werden. So wurden bei einer Kunstauktion für das Exilmuseum 6,3 Millionen Euro erzielt. Dabei wurden hochkarätige Werke aus der Privatsammlung von Kunsthändler Bernd Schultz versteigert. Darunter waren Arbeiten etwa von Pablo Picasso, Oskar Kokoschka oder Käthe Kollwitz.
Die Museumsinsel
© dpa

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 24. Juni 2020 16:38 Uhr

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