Ausstellung in Kreuzberg nimmt Drogendealer-Thema auf

Ausstellung in Kreuzberg nimmt Drogendealer-Thema auf

Mit einer umfangreichen Ausstellung will der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg Verständnis für afrikanische Drogendealer wecken.

  • Andere Heimaten© FHXB FriedrichshainAC-Kreuzberg Museum/dpa
    Das am 25.10.2017 vom FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum herausgegebene Foto zeigt die Ausstellung «Andere Heimaten - Herkunft und Migrationsrouten von Drogenverkäufern in Berliner Parks». Die Ausstellung wird am 21.11.2017 eröffnet.
  • Andere Heimaten© FHXB FriedrichshainAC-Kreuzberg Museum/dpa
    Das am 25.10.2017 vom FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum herausgegebene Foto zeigt die Ausstellung "Andere Heimaten - Herkunft und Migrationsrouten von Drogenverkäufern in Berliner Parks". Die Ausstellung wird am 21.11.2017 eröffnet.
Man wolle sich dem Thema «Drogendealer» aus einer anderen Perspektive nähern, heißt es in der Ankündigung der Ausstellung «Andere Heimaten - Herkunft und Migrationsrouten von Drogenverkäufern in Berliner Parks».

«Schwarze Menschen sind zum Sinnbild der Drogenverkäufer geworden»

So die Macher der Schau. Es gehe um postkoloniale Reaktionsmuster, der Dealer sei dabei die Projektionsfläche für kollektiven Hass auf Drogenverkäufer, Hass auf schwarze Menschen und die ewigen Widersprüche der Drogenpolitik. Indirekt verteidigen die Ausstellungsmacher die Dealer: «Vor dem Hintergrund dieser vielfältigen Widerstände arbeiten Drogenverkäufer unerschrocken und tapfer im öffentlichen Raum», heißt es in der Ankündigung. Dabei werde die Nachfrage erst durch die Konsumenten geschaffen.

Entworfen wurde die Ausstellung vom Künstler Scott Holmquist

Eröffnung ist am 21. November im Friedrichshain-Kreuzberg Museum, das Teil des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg ist, und sich nahe dem Kottbusser Tor befindet, wo immer mal wieder Drogenhandel und Taschendiebe für Probleme sorgen.

Ausstellung sei keine Glorifizierung von Drogen

Die «Bild»-Zeitung hatte zuvor darüber berichtet. Die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Monika Herrmann (Grüne), betonte in der Zeitung, die Ausstellung sei keine Glorifizierung von Drogen oder ihrem Handel, sondern eine Auseinandersetzung mit einem Problem, das sich nicht löse, wenn man es totschweige.
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© Friedrichshain-Kreuzberg Museum

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 26. Oktober 2017