Der Landeswahlleiter für Berlin, Prof. Dr. Stephan Bröchler, hat eine Delegation aus Lateinamerika empfangen. Der Besuch fand im Rahmen einer vom Auswärtigen Amt initiierten Informationsreise statt, die vom Goethe-Institut organisiert wurde. Zur Delegation gehören Journalistinnen, Kommunikationsexperten und Faktenprüfer sowie der Leiter der Nationalen Wahlbehörde Perus, Piero Alessandro Corvetto Salinas.
Vertrauen als demokratische Schlüsselressource
Im Zentrum des Austauschs standen die Organisation von Wahlen in Berlin und auf Bundesebene sowie die Bedeutung von Wahlbehörden für stabile Demokratien. Diskutiert wurden zudem Verfahren zur Zulassung von Parteien, Fragen der Parteienfinanzierung sowie der Umgang mit Desinformation und Fake News. Stephan Bröchler betonte die zentrale Bedeutung demokratischer Resilienz: „Deutschland ist keine Schönwetterdemokratie. Wir sehen uns mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert – von wachsender Komplexität über Desinformation bis hin zu Vertrauensverlust. Eine unabhängige, professionell organisierte Wahl ist der Anker demokratischer Legitimität. Vertrauen in die Wahlorganisation ist essenziell für das Funktionieren der Demokratie.“
Internationale Perspektiven stärken den Dialog
Für Piero Alessandro Corvetto Salinas, Leiter der obersten Wahlbehörde Perus, sind Transparenz und Kommunikation von zentraler Bedeutung: „Der offene Austausch mit einer unabhängigen Wahlleitung wie in Berlin gibt uns wichtige Impulse. Gerade im Umgang mit digitalen Bedrohungen können wir viel voneinander lernen.“ Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung internationaler Wahlbeobachtung und des Wissenstransfers zur Stärkung demokratischer Institutionen weltweit.
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