Startschuss für die Berliner Koordinierungsstelle „Wohnen für Hilfe“

Pressemitteilung vom 26.06.2026

Neues Angebot vermittelt Wohnpartnerschaften zwischen Menschen mit freiem Wohnraum und Wohnungssuchenden

Berlin stärkt neue Formen des gemeinschaftlichen und solidarischen Wohnens. Mit der Eröffnung der Koordinationsstelle „Wohnen für Hilfe“ startet ein neues Angebot, das Menschen mit freiem Wohnraum und Menschen auf Wohnungssuche zusammenbringt. Wer ein Zimmer zur Verfügung stellt, erhält Unterstützung im Alltag. Wer Wohnraum sucht, kann bezahlbar wohnen und bringt sich mit vereinbarten Hilfeleistungen ein.

Die Koordinationsstelle wird von Sonay soziales Leben e. V. betrieben. Der gemeinnützige Berliner Verein verbindet seit Jahren Menschen unterschiedlicher Generationen und Lebenssituationen und fördert gegenseitige Unterstützung im Alltag. Für die Umsetzung des Projekts hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen nach einem öffentlichen Vergabeverfahren der Sonay soziales Leben e. V. den Zuschlag für den Aufbau und Betrieb der Koordinationsstelle erteilt.

In Berlin suchen viele Menschen bezahlbaren Wohnraum. Gleichzeitig gibt es Menschen, die über freien Wohnraum verfügen und sich Unterstützung im Alltag oder mehr soziale Kontakte wünschen. „Wohnen für Hilfe“ bringt beide Seiten zusammen und schafft daraus verlässliche Wohnpartnerschaften. Das Angebot verbindet bezahlbares Wohnen, soziale Teilhabe und nachbarschaftliche Unterstützung. Es trägt dazu bei, vorhandenen Wohnraum besser zu nutzen, Einsamkeit entgegenzuwirken und neue Formen des solidarischen Zusammenlebens in Berlin strukturell zu unterstützten.

Ein besonderes Merkmal des Berliner Angebots ist die professionelle Begleitung. Die Koordinationsstelle berät Interessierte, prüft Erwartungen und Rahmenbedingungen, unterstützt bei der Vermittlung passender Wohnpartnerschaften und bleibt auch danach ansprechbar. So sollen Vereinbarungen entstehen, die für beide Seiten sicher und verlässlich sind.
Das Angebot richtet sich grundsätzlich an alle Berlinerinnen und Berliner.

Eine feste Alters- oder Zielgruppe gibt es nicht. Entscheidend ist die Bereitschaft, sich auf ein solidarisches Zusammenleben einzulassen. Im Mittelpunkt steht nicht allein die Überlassung eines Zimmers, sondern eine Wohnpartnerschaft, die auf gegenseitiger Unterstützung, Verlässlichkeit und sozialer Verantwortung beruht.

Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen: „Berlin braucht mehr bezahlbaren Wohnraum. Deshalb bauen wir neu, fördern sozialen Wohnungsbau und schauen zugleich darauf, wie vorhandener Wohnraum besser genutzt werden kann. Wohnen für Hilfe ist dafür ein kluger Ansatz: Ein freies Zimmer kann die Grundlage schaffen für eine verlässliche Wohnpartnerschaft. Mit unserem Modell Wohnen für Hilfe entsteht neuer Wohnraum; es stärkt Nachbarschaft und bringt Menschen zusammen, die sich im Alltag gegenseitig unterstützen.“

Kontakt zur Koordinationsstelle
Sonay soziales Leben e. V.:
wohnen@sonaysozialesleben.de
+49 30 47906585
www.wohnen-für-hilfe-berlin.de/