Neues Forschungsgebäude für Hochtechnologiebereiche für die Technische Universität Berlin fertiggestellt

Pressemitteilung vom 01.06.2026

Der Forschungsneubau „Interdisziplinäres Zentrum für Modellierung und Simulation – IMoS“ auf dem neuen „Campus Ost“ der Technischen Universität Berlin ist fertiggestellt. In einem symbolischen Akt erfolgte die Übergabe durch den Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen Christian Gaebler an die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege Dr. Ina Czyborra als Bedarfsträgerin und weiter an Prof. Dr. Fatma Deniz, Präsidentin der Technischen Universität Berlin.

Mit dem neuen IMoS entstehen auf rund 5.700 m² Nutzfläche moderne 3D-Labore, ein leistungsfähiges Rechenzentrum, Seminar- und Konferenzräume sowie Denkzellen und Kommunikationszonen zur Förderung interdisziplinärer Zusammenarbeit und anwendungsorientierter Forschung. Diese sollen den Austausch und die projektbezogene Kooperation zwischen Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaften in temporären, interdisziplinären Teams gezielt unterstützen. Das neue Forschungsgebäude schafft Raum für Forschende zahlreicher Hochtechnologie-Bereiche, darunter Strömungstechnik, Turbinenentwicklung, Infrastrukturnetze, Data Science, Kontrolle selbstorganisierender linearer Strukturen sowie Geometrie und Visualisierung.
Das Interdisziplinäre Zentrum für Modellierung und Simulation – IMoS wird als Forschungsneubau gemäß Artikel 91b des Grundgesetzes mit Mitteln des Bundes gefördert. Ergänzend zu den Mitteln des Landes Berlin hat die Technische Universität Berlin den Neubau mit rund 40,4 Mio. Euro kofinanziert. Die Gesamtkosten für den Neubau belaufen sich auf rund 75 Mio. Euro.

Der sechsgeschossige Bau mit Innenhof wurde gemeinsam mit dem benachbarten Neubau des Mathematikgebäudes nach den Entwürfen des Generalplaners Code Unique Architekten aus Dresden als Gewinner eines Planungswettbewerbs geplant und umgesetzt. Die Planung und Realisierung folgen dem Leitfaden Nachhaltiges Bauen mit dem Ziel der Silber-Zertifizierung.

Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen:
„Wir bauen für Berlin. Mit der Fertigstellung des Interdisziplinären Zentrums für Modellierung und Simulation für die TU Berlin ist es gelungen, den weltweit anerkannten Wissenschafts- und Innovationsstandort Berlin weiter zu stärken. Der nachhaltige Forschungsneubau wurde nach den speziellen Anforderungen an Spitzenforschung geplant und gebaut und schafft mit seinen verschiedenen Einrichtungen ideale Bedingungen für interdisziplinäre anwendungsorientierte Forschung in Hochtechnologiebereichen.“

Dr. Ina Czyborra, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege:
„Modellierung und Simulation sind die Schlüsselkompetenzen des 21. Jahrhunderts – hochkomplexe Fragestellungen, von der Klimakrise über nachhaltige Stadtentwicklung bis hin zum 3D-Druck werden durch Modellierung und Simulationen optimierbar und vorhersagbar. Mit dem IMoS-Neubau, der Forschende aus Sozialwissenschaften, Mathematik, Ingenieurwesen und Informatik unter einem Dach zusammenbringt, schafft Berlin beste Bedingungen für interdisziplinäre Spitzenforschung. Das ist ein großer Gewinn für die TU und für den Wissenschaftsstandort Berlin.“

Prof. Dr. Fatma Deniz, Präsidentin der Technischen Universität Berlin:
„Mit dem IMoS schaffen wir weit mehr als ein neues Forschungsgebäude. Wir schaffen einen Ort, an dem Wissenschaftler*innen verschiedener Fachrichtungen ihre Expertise bündeln und gemeinsam an den Zukunftsfragen unserer Gesellschaft arbeiten können. Wie lassen sich Stadtquartiere verkehrs- und klimagerecht gestalten? Wie kann der 3D-Druck das Produktdesign verbessern? Mithilfe von Modellierung, Simulation und Optimierung können solche hochkomplexen Fragen präzise und effizient erforscht werden. Das IMoS ist damit ein wichtiger Baustein für die weitere Entwicklung des Campus Ost der TU Berlin im Herzen Charlottenburgs und stärkt zugleich die internationale Sichtbarkeit der TU Berlin als Ort interdisziplinärer Spitzenforschung.“

Der Forschungsneubau IMoS ist das erste von drei neuen Gebäuden auf dem neuen Campus Ost der Technischen Universität Berlin. Das im Bau befindliche neue Mathematikgebäude in unmittelbarer Nachbarschaft an der Fasanenstraße, neben der Universitätsbibliothek, soll Ende 2026 fertiggestellt werden und 2027 in Betrieb gehen. Ein weiterer Neubau für die Physik mit dem „Center für Integrated Photonics Research – CIPHOR“ ist in Planung.

Diese Campuserweiterung ist Teil des zukünftig entstehenden Quartiers zwischen Hertzallee, Fasanenstraße und Müller-Breslau-Straße im Plangebiet des Bebauungsplans 4-69a „Hertzallee Nord“, der zurzeit aufgestellt wird. Neben Raum für universitäre und private Büroflächen sollen auch Wohnungen, Apartments für Studierende und eine Kindertagesstätte entstehen.