Monitoring Soziale Stadtentwicklung Berlin 2025 veröffentlicht

Pressemitteilung vom 13.05.2026

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat die Ergebnisse des Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2025 (MSS 2025) veröffentlicht. Darin wird die aktuelle soziale Lage der Bewohnerinnen und Bewohner in den Quartieren Berlins beschrieben. Das Monitoring Soziale Stadtentwicklung wird seit 1998 regelmäßig erstellt. Die Ergebnisse basieren auf dem Untersuchungszeitraum 31.12.2022 bis 31.12.2024. Sie werden alle zwei Jahre fortgeschrieben und insbesondere zur Auswahl von neuen Fördergebieten des Programms Sozialer Zusammenhalt („Quartiersmanagement-Gebiete“) herangezogen.

Die Gebiete mit überdurchschnittlich hoher sozialer Benachteiligung – zusammengefasst als „Gebiete mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf“ – befinden sich hauptsächlich in den Ortsteilen Gesundbrunnen, Kreuzberg, Staaken, Falkenhagener Feld, Neukölln, Neu-Hohenschönhausen, Marzahn, Hellersdorf, Reinickendorf und dem Märkischen Viertel. „Gebiete mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf“ weisen im Gesamtindex Soziale Ungleichheit einen sehr niedrigen sozialen Status mit unterschiedlicher Dynamik oder einen niedrigen sozialen Status mit negativer Dynamik auf und umfassen etwas mehr als elf Prozent der betrachteten berlinweiten Planungsräume (57 von 535).

Im Untersuchungszeitraum haben sich Werte für die vier Status-Indikatoren (Arbeitslosigkeit, Transferbezug, Kinderarmut, Kinder und Jugendliche in alleinerziehenden Haushalten) unterschiedlich entwickelt. So liegt der Anteil von Arbeitslosen nach SGB II (bis 2022 Hartz IV) im Jahr 2024 bei 5,1 Prozent (Anstieg um 0,5 Prozentpunkte); der Anteil Transferleistungsempfangender sinkt von 11,3 Prozent (2022) auf 10,7 Prozent (2022). Der Anteil von Kindern und Jugendlichen in alleinerziehenden Haushalten sinkt von 26,9 Prozent auf 24,5 Prozent. Der Anteil von „Kinderarmut“ Betroffener sinkt zwischen 2022 und 2024 von 24,5 Prozent auf 23,3 Prozent. Bei knapp 76 Prozent der betrachteten Planungsräume ist die Dynamik stabil, 12 Prozent weisen eine positive und 12 Prozent eine negative Dynamik auf.

In den meisten „Gebieten mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf“ sind Politik und Verwaltung bereits besonders aktiv – vor allem mit den Förderkulissen zum Sozialen Zusammenhalt (v. a. „Quartiersmanagement-Gebiete“) und den Handlungsräumen der „Ressortübergreifenden Gemeinschaftsinitiative zur Stärkung sozial benachteiligter Quartiere; ebenso mit den Städtebauförderungsprogrammen Nachhaltige Erneuerung sowie Lebendige Zentren. Die betroffenen Großsiedlungen werden zudem häufig durch die Programme „Stärkung Berliner Großsiedlungen“ und „Sauberkeit und Sicherheitsempfinden in Großsiedlungen“ unterstützt.

Die Ergebnisse des Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2025 mit Tabellen, Karten, einer Kurzfassung des Berichts sowie Erläuterungen zu den verwendeten Indikatoren können unter https://www.berlin.de/sen/sbw/stadtdaten/stadtwissen/monitoring-soziale-stadtentwicklung/ auf den Seiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen abgerufen werden.