Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen startet am kommenden Montag, den 26. Januar 2026 mit den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte, Lichtenberg und Reinickendorf eine zweimonatige Testphase zur Erprobung einer auf Künstlicher Intelligenz (KI) gestützten Software bei der Prüfung von Wohngeldanträgen. Ab dann gehen digital eingereichte Wohngeldanträge, deren Antragstellerinnen und Antragsteller der Beteiligung an der Testphase ausdrücklich zugestimmt haben, zusätzlich zur „KI-Prüfung“ auf Vollständigkeit.
Durch die Digitalisierung der Antragsprozesse soll eine schnellere und kundenfreundlichere Bearbeitung erreicht werden. Bürgerinnen und Bürger, die in den genannten Bezirken leben und dort in den kommenden acht Wochen auf digitalem Wege einen Antrag auf Wohngeld (Antrag auf Mietzuschuss) stellen, werden gebeten, sich an der Testphase zu beteiligen.
Seit der Wohngeldreform „Wohngeld Plus“, die zum 1. Januar 2023 in Kraft getreten ist, hat sich die Anzahl der Wohngeldanträge in Berlin verdoppelt. Da zahlreiche Anträge unvollständig bei den zuständigen Stellen in den Bezirken eingehen, ist in vielen Fällen ein mehrfacher schriftlicher Austausch zwischen Wohngeldstelle und Antragstellerin bzw. Antragsteller nötig. Dieser erhöht die Bearbeitungszeit. Der Einsatz einer KI-gesteuerten Software verspricht eine deutliche Senkung der Bearbeitungszeit.
Die Software wird in mehreren Kommunen wie unter anderem in Düsseldorf, Hannover und Hildesheim erfolgreich eingesetzt. Der Test der Software wurde in Abstimmung mit der Behörde der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit vorbereitet, um die Anforderungen an den Datenschutz zu gewährleisten.