Weniger Asylsuchende in Berlin – Sicherung bestehender Strukturen: Bericht zum Gesamtkonzept Fluchtgeschehen beschlossen

Pressemitteilung vom 27.10.2026

Aus der Sitzung des Senats am 27. Oktober 2026:

Der Senat hat heute auf Vorlage der Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, Cansel Kiziltepe, den Bericht zum Fluchtgeschehen-Gesamtkonzept beschlossen.

Auf Antrag des Abgeordnetenhauses berichtet der Senat seit 2026 jährlich über die Entwicklung der Zahl der Asylsuchenden in Berlin sowie über die verfügbaren Unterbringungsplätze.

Der aktuelle Bericht zeigt: Die Zahl der neu nach Berlin kommenden Asylsuchenden und Kriegsgeflüchteten aus der Ukraine geht weiter zurück und liegt unter den Werten des Vorjahres. Mit der neu eröffneten Unterkunft in der Hasenheide im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und der für Anfang 2028 geplanten Erstaufnahmeeinrichtung am Ankunftszentrum Tegel entstehen zusätzliche Unterbringungskapazitäten. Mit diesen neuen Unterkünften wird der prognostizierte Bedarf ausreichend gedeckt sein.

Der Bericht zeigt auch, dass Berlin auf Notunterkünfte derzeit noch nicht ganz verzichten kann. Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten und Unterbringung (LFU) prüft deshalb, wie in den kommenden Jahren Notunterkünfte schrittweise abgebaut werden können. Dafür fehlen aktuell noch ausreichend Plätze in regulären Unterkünften.

Darüber hinaus stellt der Bericht die neuen Entwicklungen im Rahmen der gesamt-städtischen Steuerung der Unterbringung (GStU) dar: Ziel ist es, die vorhandenen Unterkünfte an die aktuelle Unterbringungssituation anzupassen. Wenn weitere Plätze gebraucht werden, können zusätzliche Unterkünfte angemietet oder neu gebaut werden. Es sollen wohnungs- und obdachlose Menschen mit und ohne Fluchtgeschichte untergebracht werden, je nachdem, welche Unterstützung und Unterkunft sie benötigen. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits: Aktuell werden die Unterlagen für die Ausschreibungen erstellt.