Wegner zum Tod von Martin Gutzeit: „Berlin verliert einen engagierten Streiter für die Freiheit“
Pressemitteilung vom 17.09.2026
Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, hat mit Betroffenheit auf den Tod von Martin Gutzeit reagiert, der im Alter von 74 Jahren verstorben ist. Gutzeit gehörte zu den prägenden Persönlichkeiten der Friedlichen Revolution und stellte sich als Oppositioneller früh gegen die SED-Diktatur. Er war an der Gründung der sozialdemokratischen Partei in der DDR beteiligt, arbeitete am Zentralen Runden Tisch mit und gehörte der frei gewählten Volkskammer an. 1992 wurde er vom Berliner Abgeordnetenhaus zum Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR gewählt. Fast 25 Jahre leitete er die Behörde und leistete einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte und Folgen der SED-Diktatur.
Wegner: „Martin Gutzeit hat erlebt, dass Freiheit und Demokratie keine Selbstverständlichkeiten sind, und sich deshalb mit großer Überzeugung für beides eingesetzt. Sein Lebensweg steht beispielhaft für den Mut der Menschen, die sich der autoritären Herrschaft in der DDR entgegenstellten und damit den Weg für ein demokratisches und geeintes Deutschland bereiteten. Auch nach der Wiedervereinigung blieb er ein entschiedener Verfechter von Aufklärung und Erinnerung. Mit seiner Arbeit hat er dazu beigetragen, die Erfahrungen und Folgen dieser Zeit sichtbar zu machen und für kommende Generationen zu bewahren. Dafür sind wir ihm zu großem Dank verpflichtet. Berlin wird ihn als engagierten Demokraten und als prägende Persönlichkeit der Friedlichen Revolution in Erinnerung behalten.“
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