Senat beschließt neue Landesstrategie Sucht

Pressemitteilung vom 15.09.2026

Aus der Sitzung des Senats am 15. September 2026:

Der Berliner Senat hat heute auf Vorlage der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Dr. Ina Czyborra, die neue Landesstrategie Sucht beschlossen. Sie schafft einen gemeinsamen strategischen Rahmen für die Ausrichtung der Berliner Sucht- und Drogenpolitik. Zukünftig verfolgt Berlin einen ganzheitlichen Ansatz, der Prävention, Unterstützungsangebote, gesellschaftliche Verantwortung und staatliches Handeln noch stärker miteinander verbindet. Mit dem Beschluss setzt der Senat die in den Richtlinien der Regierungspolitik 2023 – 2026 vereinbarte Weiterentwicklung des Landeskonzepts Sucht um.

Bisher orientierte sich die Berliner Sucht- und Drogenpolitik am 4-Säulen-Modell, das auch Grundlage für die nationale Strategie ist. Diese vier Säulen umfassen Prävention, Beratung und Behandlung, Schadensminimierung und Repression. Eine zentrale Neuerung in der Landesstrategie Sucht ist die Erweiterung des bisherigen Säulenmodells um die Säule der gesamtgesellschaftlichen Anliegen. Diese trägt nicht nur dem Umstand Rechnung, dass Sucht eng mit gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verbunden ist, sondern nimmt auch die gesamtgesellschaftlichen Bedürfnisse in den Blick. Erfolgreiche Suchtpolitik erfordert deshalb abgestimmtes Handeln über Ressort- und Zuständigkeitsgrenzen hinweg.

Dr. Ina Czyborra, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege: „Die neue Landesstrategie stellt die Berliner Suchtpolitik breiter und zukunftsfester auf. Sucht entsteht nicht im luftleeren Raum und lässt sich nicht durch einzelne Maßnahmen verhindern oder lösen. Mit der Berliner Weiterentwicklung des nationalen Modells sorgen wir dafür, dass Prävention, Hilfen, Schadensminimierung, soziale Teilhabe, gesellschaftliche Fragestellungen und staatliches Handeln in Zukunft zusammengedacht werden. Die neue Strategie schafft dafür einen gemeinsamen Rahmen und orientiert sich an den Lebensrealitäten der Menschen und den aktuellen Herausforderungen unserer Stadt.“

Gestärkt werden zudem Steuerung, Schnittstellenmanagement und Qualitätsentwicklung sowie Forschung und Öffentlichkeitsarbeit. Damit sollen Entwicklungen frühzeitig erkannt und Angebote bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Die Landesstrategie ist in einem breit angelegten Beteiligungsprozess mit Fachpraxis, Verwaltung, Wissenschaft und weiteren Akteurinnen und Akteuren entstanden. Auf dieser Grundlage verbindet die Strategie strategische Ziele mit konkreten Maßnahmen für deren Umsetzung und schafft damit die Grundlage für eine ressortübergreifende, fachlich fundierte und praxisnahe Suchtpolitik in Berlin.

Link Landesstrategie Sucht