„Die Kinder gewinnen mit Olympia und den Paralympics“ – Berlin stärkt Bewegung und Sport
Pressemitteilung vom 08.09.2026
Aus der Sitzung des Senats am 8. September 2026:
Der Senat hat heute auf Vorlage der Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Katharina Günther-Wünsch, die Zukunftsagenda „Die Kinder gewinnen mit Olympia und den Paralympics“ beschlossen. Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport unterstützt das Vorhaben. Berlin verbindet damit seine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 mit konkreten Zielen für Bewegung, Sport und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen. Der Leitgedanke: Der Mehrwert für die junge Generation soll nicht erst mit möglichen Spielen entstehen, sondern bereits auf dem Weg dorthin.
Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie: „Wenn wir über Olympische und Paralympische Spiele in Berlin sprechen, müssen wir auch darüber sprechen, was unsere Kinder davon haben. Die Kinder, die heute in unseren Kitas und Schulen sind, sind die Generation, die mögliche Spiele in Berlin erleben und mitgestalten wird. Für sie darf Olympia nicht erst mit einer Eröffnungsfeier beginnen. Wir wollen die Begeisterung und die Kraft des Sports nutzen, um mehr Bewegung in ihren Alltag zu bringen, Zugänge zu Vereinen zu öffnen und ihnen die Chance zu geben, unterschiedliche Sportarten und ihre eigenen Stärken zu entdecken. Unser Anspruch ist: Die Kinder gewinnen mit Olympia und den Paralympics.“
Iris Spranger, Senatorin für Inneres und Sport: „Sport kann Kinder begeistern, ihnen Selbstvertrauen geben und Gemeinschaft schaffen. Genau deshalb unterstützen wir diese Zukunftsagenda und binden ihre Ideen in unsere nationale Bewerbung BERLIN+ um Olympische und Paralympische Spiele ein. Berlin hat eine Vielfalt des Sports wie keine andere Stadt. Allein im Landessportbund sind 2.300 Vereine Mitglied. Wenn Schulen und organisierter Sport noch enger zusammenarbeiten, erreichen wir mehr Kinder und öffnen ihnen Wege in Bewegung und Sport.“
Kaweh Niroomand, Olympiabeauftragter des Landes Berlin: „Bei einer Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele geht es nicht nur darum, wie Berlin gute Spiele ausrichten kann. Es geht auch darum, was diese Spiele langfristig für unsere Stadt bewirken können. Kinder und Jugendliche haben wir deshalb von Anfang an mitgedacht und in den Mittelpunkt unserer Bewerbung gestellt – sie sind ein Herzstück unseres Berliner Weges zu den Spielen. Dass wir diesen Anspruch jetzt mit konkreten Zielen verbinden, ist ein starkes Signal. Es zeigt, dass wir die Bewerbung nicht nur als Sportereignis denken, sondern als Chance, mehr Kinder für Bewegung und Sport zu begeistern und ihnen bessere Zugänge zum Sport zu eröffnen.“
Dafür setzt sich Berlin konkrete Ziele für die kommenden Jahre:
2027 – Bewegung als selbstverständlicher Teil des Schulalltags:
Bewegung soll über den Sportunterricht hinaus stärker in Schule und Ganztag verankert werden. Das Bewegungsband soll weiterentwickelt und schrittweise ausgeweitet werden. Zusätzliche Bewegungsanlässe in Unterricht, Pausen und Ganztag sollen Bewegung zu einem selbstverständlichen Bestandteil des Schulalltags machen.
Bis 2029 – ein starker Partner im Sport für jede Berliner Schule:
Die Zusammenarbeit zwischen Schulen und organisiertem Sport soll systematisch weiterentwickelt werden. Ziel ist, dass jede Berliner Schule mindestens eine verlässliche Kooperation mit einem Sportverein, Sportverband oder vergleichbaren Partner hat. So sollen insbesondere auch Kinder und Jugendliche erreicht werden, die bislang keinen oder nur eingeschränkten Zugang zum organisierten Sport haben. Die Schule wird damit noch stärker zur Brücke in den Sport.
Ab 2029 – Berliner Jugendspiele im olympischen und paralympischen Geist:
Alle zwei Jahre soll ein berlinweites Sport- und Begegnungsformat Kinder und Jugendliche aus allen Bezirken zusammenbringen. Sie sollen olympische und paralympische Sportarten kennenlernen und Fairness, Respekt, Leistungsbereitschaft, Inklusion und Gemeinschaft unmittelbar erleben. Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen sollen gleichermaßen einbezogen werden.
2032 – eigene sportliche Stärken entdecken:
Jedes Berliner Kind soll im Verlauf seiner Schulzeit die Möglichkeit erhalten, unterschiedliche Sportarten kennenzulernen und eigene Fähigkeiten, Interessen und Stärken zu entdecken. Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um die Suche nach künftigen Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern. Freude an Bewegung, Selbstvertrauen und der Weg zu einer dauerhaften sportlichen Betätigung stehen ebenso im Mittelpunkt. Für Kinder und Jugendliche mit besonderem sportlichem Potenzial sollen zugleich die Übergänge in die Talent- und Leistungsförderung gestärkt werden.
2035 – sicher schwimmen:
Jedes Berliner Kind soll spätestens am Ende der Grundschule sicher schwimmen können. Dafür sollen Wassergewöhnung, schulischer Schwimmunterricht sowie ergänzende Ferien-, Intensiv- und Vereinsangebote weiterentwickelt und möglichst durchgängig miteinander verbunden werden. Sicher schwimmen zu können bedeutet dabei nicht nur Sicherheit im Wasser, sondern eröffnet Kindern auch den Zugang zu Sport, Freizeit und gesellschaftlicher Teilhabe.
Olympischer und paralympischer Sport werden in der Zukunftsagenda von Beginn an gleichwertig gedacht. Inklusion ist keine zusätzliche Einzelmaßnahme, sondern zieht sich durch die Vorhaben. Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen sollen gleichermaßen Zugang zu Bewegung und Sport erhalten. Die Ziele liegen bewusst vor dem frühestmöglichen Austragungsjahr 2036. Mögliche Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 wären damit nicht der Ausgangspunkt dieser Entwicklung, sondern ein möglicher Höhepunkt. Die bis dahin aufgebauten und weiterentwickelten Strukturen sollen langfristig für Kinder und Jugendliche in Berlin wirken.
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