Marzahn-Süd wird Fördergebiet im Städtebauförderprogramm Nachhaltige Erneuerung

Pressemitteilung vom 25.08.2026

Aus der Sitzung des Senats am 25. August 2026:

Der Senat hat heute auf Vorlage des Senators für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Christian Gaebler, für das Gebiet Marzahn-Süd die Festlegung einer Förderkulisse im Städtebauförderprogramm Nachhaltige Erneuerung beschlossen. Hintergrund sind die vielfältigen räumlich-sozialen Herausforderungen aufgrund demografischer Veränderungen.

Auf der einen Seite verzeichnet der Bezirk eine überdurchschnittlich alternde Bevölkerung und einen steigenden Anteil von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Andererseits findet durch den Zuzug jüngerer Menschen und Familien eine spürbarer Generationenwechsel statt. Daraus resultiert ein zunehmender Bedarf, das Quartier an soziale und demografische Veränderungen anzupassen. Mit dem Einsatz von Mitteln aus dem Programm Nachhaltige Erneuerung sollen diese Veränderungsprozesse unterstützt und in einem integrierten Planungs- und Umsetzungsprozess begleitet werden.

Das künftige Fördergebiet Marzahn-Süd liegt im westlichen Teil des Bezirks Marzahn-Hellersdorf. Im Westen wird das Gebiet durch die S-Bahntrasse mit den Bahnhöfen Springpfuhl und Poelchaustraße begrenzt. Im Norden verläuft die Landsberger Allee, die östliche Grenze bilden die Bruno-Baum-Straße, die Allee der Kosmonauten und die Luise-Zietz-Siraße.

Grundlage für die zukünftigen Maßnahmen bildet das kürzlich für dieses Fördergebiet erstellte Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK), das am 7. Juli .2026 vom Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf beschlossen wurde. In ihm werden Entwicklungsziele für die kommenden zwölf bis 15 Jahre formuliert. Für die Umsetzung der Maßnahmen des ISEK werden Kosten in Höhe von rund 94 Millionen Euro erwartet, von denen rund 54 Millionen Euro durch das Bund-Länder-Programm Nachhaltige Erneuerung in Aussicht gestellt werden.

Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung Bauen und Wohnen: „Die Mittel des Programms Nachhaltige Erneuerung werden bereits in 15 Gebieten Berlins erfolgreich eingesetzt. Damit werden bestehende Siedlungsstrukturen an die Erfordernisse des demografischen und wirtschaftlichen Wandels sowie des Klimaschutzes angepasst. Mit den Mitteln der Städtebauförderung soll Marzahn-Süd in enger Zusammenarbeit mit dem Bezirk weiter zu einem lebenswerten und zukunftsfähigen Stadtteil für alle Generationen und Lebenslagen entwickelt werden.“

Im Fokus der Förderung stehen die Bereiche Helene-Weigel-Platz, Springpfuhlpark und Heinz-Graffunder-Park – zentrale Orte mit hohem Entwicklungspotenzial. Diese öffentlichen Grün- und Freiflächen sollen unter den Aspekten Sicherheit, Klimaresilienz und Pflegbarkeit qualifiziert werden. Besonderes Augenmerk liegt zudem auf den Bedürfnissen von Älteren, von Menschen mit Behinderungen sowie Familien und mobilitätseingeschränkten Personen. Umweltgerechte Verkehrsformen sollen gefördert werden. Auch die Qualifizierung sozialer Einrichtungen, wie der Hans-Werner-Henze-Musikschule, des Begegnungszentrums „MurINKa“ und der Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur wird angestrebt. Das betrifft auch die Aufwertung der dazugehörigen Freiflächen. Desweiteren werden Sportstätten insbesondere am Eugen-Roth-Weg saniert.