Senat bespricht Mobilitätsmanagement für Schulen
Pressemitteilung vom 25.08.2026
Aus der Sitzung des Senats am 25. August 2026:
Der Senat hat sich heute auf Vorlage von Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, und Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, mit dem Konzept zum Mobilitätsmanagement für Schulen (MMS) beschäftigt. Damit setzt der Senat seine Verpflichtung aus § 17a des Berliner Mobilitätsgesetzes um, einen umfassenden Ansatz für sichere Schulwege zu entwickeln.
Kernstück des Konzepts ist der Schulmobilitätsplan (SMP), der in Berlin neu eingeführt wird. Er bündelt für jeden Schulstandort sämtliche Zuständigkeiten und Maßnahmen für die drei Handlungsfelder. Das sind Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung, Information und Kommunikation sowie Verkehrsinfrastruktur und -angebot. Schulen, Bezirks- und Hauptverwaltung legen darin gemeinsam fest, welche Maßnahmen in welchem Zeitraum umgesetzt werden sollen.
Grundlage des Konzepts sind die Erkenntnisse aus dem Projekt „Konzept- und Programmentwicklung sowie Modellprojekte zum schulischen Mobilitätsmanagement in Berlin“, das von 2022 bis 2025 lief. Neben Fachleuten aus Schule und Kita waren Akteure aus Politik, Verwaltung, Verbänden, Institutionen und Wissenschaft eingebunden. An vier Berliner Schulen wurden zudem Pilotprojekte durchgeführt.
Die Einführung des Konzepts zum schulischen Mobilitätsmanagement erfolgt in vier Phasen:
- Phase 1: Bis Dezember 2026 werden die strukturellen Voraussetzungen geschaffen.
- Phase 2: Ab dem ersten Quartal 2027 soll das MMS räumlich und zeitlich begrenzt eingeführt werden.
- Phase 3: Parallel dazu werden ab 2028 gesammelte Erfahrungen ausgewertet und das Konzept weiterentwickelt, bevor es per Senatsbeschluss bestätigt werden soll.
- Phase 4: Ab Januar 2029 soll das MMS schließlich als Landesprogramm flächendeckend etabliert werden.
Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Verkehrssicherheit, gerade für die Kleinsten, hat oberste Priorität. Der Schulweg ist für viele Kinder die erste selbständig zurückgelegte Strecke im Straßenverkehr. Mit dem Schulmobilitätsplan geben wir Schulen und Bezirken erstmals ein gemeinsames Werkzeug an die Hand, um Gefahrenstellen gezielt zu benennen und abzubauen. Wir bringen damit Verkehrsplanung und Schulalltag konkret zusammen, statt sie getrennt zu behandeln.“
Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie: „Mit dem Konzept für ein schulisches Mobilitätsmanagement liegt erstmals eine einheitliche Strategie für die gesamte Stadt vor, die die Sicherheit und die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellt. Unser Ziel ist klar: Wir wollen den Verkehr rund um Schulen sicherer machen und Kinder und Jugendliche besser schützen. Mit dem neuen Konzept wollen wir die bestehenden Kräfte bündeln und einheitliche Standards schaffen. Nun gilt es, mit allen beteiligten Akteuren ins Gespräch zu kommen und gemeinsam die nächsten Schritte für die Umsetzung vor Ort zu gehen.“
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