Neues Stadtquartier Siemensstadt Square – Senat beschließt Rahmenplan

Pressemitteilung vom 31.03.2026

Aus der Sitzung des Senats am 31. März 2026:

Der Senat von Berlin hat den durch den Senator für Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Christian Gaebler, und die Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Franziska Giffey, vorgelegten „Rahmenplan Siemensstadt Square 2026“ beschlossen. Dieser ersetzt mit geänderten Planungszielen den bisherigen Rahmenplan aus dem Jahr 2021.

Vor dem Hintergrund veränderter Rahmenbedingungen hat der Senat von Berlin in Abstimmung mit der Siemens AG im Laufe des Jahres 2025 wesentliche Planungsziele angepasst. Dies umfasst insbesondere die Erhöhung des Wohnanteils, eine Reduzierung der Büroflächen im Kernbereich des Projektgebiets sowie die Sicherung von Industrieflächen im nördlichen Projektgebiet sowie im Bereich des Dynamowerks südlich der Nonnendammallee, die Neukonzeption der Grün- und Freiflächen und die Neuausrichtung des Innovationscampus Siemensstadt Square.

Auf Grundlage vertiefter städtebaulicher Untersuchungen mit dem Sieger des städtebaulichen Wettbewerbes von 2020, Ortner & Ortner Baukunst, wurde der neue Rahmenplan in Abstimmung mit dem Bezirk Spandau und beteiligten Fachressorts erarbeitet.

Der „Rahmenplan Siemensstadt Square 2026“ reagiert auf die gesunkene Nachfrage nach klassischen Büroimmobilien mit einer räumlichen Fokussierung des Innovationscampus auf das Umfeld des neuen S-Bahnhofs Siemensstadt. Ziel ist die Entwicklung eines leistungsfähigen Innovationscampus im Eingangsareal, der innovative Unternehmen, Forschung und Zukunftstechnologien räumlich bündelt und das existierende Ökosystem erweitert. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung eines Ortes, der digitale und technologische Kompetenzen zusammenführt. Die Ansiedlung von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Startups soll das Profil als Berliner Zukunftsort weiter ausbauen.

Der „Rahmenplan Siemensstadt Square 2026“ ermöglicht die Erhöhung des Wohnanteils auf rund 3750 Wohnungen und ist Grundlage für eine zügige Schaffung von Baurecht für dringend benötigte Wohnungen in einem angespannten Wohnungsmarkt. Die neue Lage der Grundschule östlich der S-Bahntrasse, mit deren Bau Anfang 2027 begonnen wird, sichert eine frühzeitige Realisierung in direkter Nähe zum künftigen S-Bahnhof Siemensstadt.

Um die bestehenden industriellen Nutzungen langfristig zu sichern und künftige Wachstumspotenziale optimal zu unterstützen, wird die komplette Grundstücksfläche südlich der Nonnendammallee vollständig für industrielle Nutzungen reserviert. Damit wird die industrielle Basis des Standorts nachhaltig gestärkt, Berlins Position als Industriestandort gesichert und Raum für industrielle Innovation geschaffen.

Der „Rahmenplan Siemensstadt Square 2026“ legt die langfristigen Leitlinien für die nachfolgenden Planungen fest, um insbesondere die nachfolgenden Bebauungspläne daraus abzuleiten.

Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen,:
„Der überarbeitete Rahmenplan reagiert auf die veränderten Rahmenbedingungen und sichert eine integrierte Entwicklung für einen ebenso historischen wie prominenten Ort in Berlin. Wohnen, Arbeiten, Bildung rücken eng zusammen und schaffen so ein lebenswertes Zuhause in Berlin.“

Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Siemensstadt Square ist einer unserer Berliner Zukunftsorte und steht beispielhaft für die wissensbasierte Produktion von morgen. Gemeinsam mit Siemens entwickeln wir hier einen Schwerpunktstandort für Zukunftsindustrien, neue Technologien und Innovationen – und stärken damit nachhaltig den Wirtschaftsstandort Berlin. Besonders wichtig ist dabei das klare Bekenntnis zur Industrie. Gleichzeitig entsteht im Eingangsareal ein moderner Innovationscampus, der Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Startups vernetzt und das bestehende Ökosystem ausbaut. Hier schaffen wir einen Ort, an dem die industrielle Zukunft Berlins konkret Gestalt annimmt.“

Link (PDF) zum Rahmenplan Siemensstadt Square 2026 – Entwurf Stand März 2026