Berlin fördert mit Landeskompetenzzentrum Pflege 4.0 Akzeptanz und Nutzung digitaler Lösungen

Pressemitteilung vom 18.03.2025

Aus der Sitzung des Senats am 18. März 2025:

Um die Potenziale technischer Lösungen und die Möglichkeiten der Digitalisierung für die Pflege auszuschöpfen, hat das Land Berlin bereits im Jahr 2018 die Initiative „Pflege 4.0 – Made in Berlin“ gegründet. Zielgruppe sind pflegebedürftige Menschen, pflegende An- und Zugehörige sowie beruflich Pflegende. Im Rahmen dieser Initiative wurde 2020 unter anderem das bundesweit erste Berliner Landeskompetenzzentrum Pflege 4.0 gegründet. Ziel ist es, die Potenziale der Digitalisierung für die Pflege nutzbar zu machen und damit einen wirksamen Beitrag zur Unterstützung der Pflege in Berlin zu leisten sowie Akzeptanz und Nutzung digitaler Lösungen bei pflegebedürftigen Menschen und ihren Bezugspersonen sowie bei beruflich Pflegenden und Beratenden in Berlin zu fördern.

Was in den vergangenen Jahren erreicht wurde und welche weiteren Vorhaben es aktuell gibt, damit hat sich der Berliner Senat in seiner heutigen Sitzung beschäftigt. Ein entsprechender Beschluss wurde auf den Weg gebracht. Im nächsten Schritt wird der Bericht dem Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses zur weiteren Beratung übermittelt.

Das Berliner Landeskompetenzzentrum Pflege 4.0 hebt mit vielfältigen Maßnahmen und Aktivitäten die Potenziale der Digitalisierung für die Pflege. So können Interessierte beispielsweise in einer Musterwohnung in Berlin-Charlottenburg im Zentrum für erlebbare Künstliche Intelligenz und Digitalisierung (ZEKI) technische Möglichkeiten für das Leben zu Hause und im Pflegeheim besichtigen und ausprobieren. Durch die Landesförderung und die damit verbundene Unabhängigkeit können sich Interessenten jenseits von Kaufdruck und Herstellerinteressen über alltagsunterstützende Technologien informieren und beraten lassen. Hier ist auch Raum für ethische und datenschutzrechtliche Fragen sowie Skepsis, Ängste und Sorgen, die häufig eng mit dem Thema Digitalisierung verbunden sind.

Darüber hinaus informiert das Berliner Landeskompetenzzentrum Pflege 4.0 zu Themen rund um die Digitalisierung in der Pflege auf seiner Website www.lebenpflegedigital.de, auf verschiedenen Veranstaltungen oder in eigenen Veröffentlichungen wie der erfolgreichen Broschüre „Trautes Heim. Digitale Helfer für ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden“. Auch der vom Kompetenzzentrum entwickelte und bundesweit einmalige Mein-Technik-Finder (www.meintechnikfinder.de) soll durch individuell passende Techniklösungen zu einem möglichst langen und unabhängigen Leben in den eigenen vier Wänden auch im Fall von Hilfe- und Pflegebedürftigkeit beitragen. Zudem bereitet das Landeskompetenzzentrum mit Webinaren und Informationsveranstaltungen Berliner Pflegeeinrichtungen auf die gesetzlich verpflichtende Anbindung an die Telematikinfrastruktur zum 1. Juli vor.

Dr. Ina Czyborra, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege: „Digitale Lösungen sind auch in der Pflege unverzichtbar, um die vielen Herausforderungen zu bewältigen – sei es im privaten Umfeld, in der ambulanten Pflege oder in Einrichtungen und Pflegewohngemeinschaften. Umso mehr freut es mich, dass wir mit der Initiative ‚Pflege 4.0 – Made in Berlin‘ zahlreiche Vorhaben auf den Weg gebracht haben, damit pflegebedürftige Menschen, pflegende Angehörige und in der Pflege Tätige mögliche Berührungsängste mit digitalen Lösungen abbauen und die Vorteile der Digitalisierung nutzen können. Mit dem Landeskompetenzzentrum Pflege 4.0 haben wir ein neutrales und kostenfreies Angebot für alle Fragen rund um die Digitalisierung geschaffen, das deutschlandweit als Vorreiter gilt.“

Die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege informiert auf ihrer Website über die zahlreichen Angebote: https://www.berlin.de/sen/pflege/grundlagen/pflege-4-0/massnahmen/.