Informationstafel zur Schulgeschichte der Schule in Rosenthal

Kastanienallee 56-59, 13158 Berlin

Bau und Einweihung

Das Schulgebäude in der Kastanienallee 56-59 wurde in den Jahren 1978-1980 errichtet und von der 21. Polytechnischen Oberschule (POS) Pankow bezogen, die sich bis dahin in der Hauptstraße 94 befunden hatte. Anlässlich des 35. Jahrestages der DDR erhielt die allgemeinbildende, zehnklassige Schule am 3. Oktober 1984 den Namen des Schauspielers und Volkssängers Ernst Busch. Der polytechnische Unterricht der Schule fand im nahegelegenen Patenbetrieb der Schule, dem Volkseigenen Betrieb (VEB) Bergmann-Borsig, statt.

13. Grundschule

1991 bezog die 13. Grundschule dieses Schulgebäude. Ein Teil der Klassenstufen 1 bis 4 befanden sich in der Schulfiliale, Schillerstraße 49. Der Name Ernst Busch wurde abgelegt, die Schule behielt nur ihre Schulnummer. Am 16. September 2004 wurde die Schule nach dem Ortschronisten Rudolf Dörrier benannt und im Schulfoyer eine kleine Ausstellung zur Biografie des Namensgebers gezeigt. Regelmäßig hatten Mitglieder des Fördervereins Pankower Früchtchen im Schulunterricht über sein Leben und Wirken berichtet. 2008 wurde eine vom Pankower Künstler Manfred Butzmann gestaltete Gedenktafel an Dörriers ehemaligem Wohnhaus in der Hiddenseestraße 2 eingeweiht.

Nach der Veröffentlichung eines Artikels über Rudolf Dörriers Dienst als SS-Wachmann im Konzentrationslager Sachsenhausen entbrannte im Bezirk eine Debatte um die Bewertung seiner Person. In den Gremien der Schule fand ebenfalls eine Kontroverse statt. Im Ergebnis wurde die Schule im Sommer 2020 in »Grundschule in Rosenthal« umbenannt.

Grundschule in Rosenthal

Die Schule praktiziert heute den Schwerpunkt Lesen und Gewaltprävention. In der verlässlichen Halbtagsgrundschule werden die Schülerinnen und Schüler nach Schulschluss durch einen sozial pädagogischen Bereich bis in die Abendstunden betreut.

Weitere Information zu Ernst Busch und Rudolf Dörrier